
Wer schon einmal die sonnenverwöhnten Strände von St. Vincent und den Grenadinen besucht hat, weiß, dass die karibische Küche nicht nur bunt und würzig, sondern auch wunderbar unkompliziert ist. Besonders beliebt ist dort der sogenannte Jackfish – ein Meeresbewohner, der auf den Inseln so etwas wie ein kulinarisches Wahrzeichen darstellt.
Ob frisch gegrillt oder knusprig gebraten, Jackfish steht für echte Hausmannskost, bei der Genuss und Tradition Hand in Hand gehen. Heute stellen wir zwei unkomplizierte Rezepte vor, die in weniger als 30 Minuten auf dem Tisch stehen und trotzdem jede Menge karibisches Urlaubsgefühl versprühen.
1. Gebratener Jackfish mit gebackenen Brotfrüchten
Dieses Gericht gilt auf St. Vincent als echter Klassiker. Die Kombination aus würzig gebratenem Fisch und dem leicht nussigen Geschmack der Brotfrucht ist nicht nur sättigend, sondern auch ein geschmackliches Highlight.
Zutaten (für 2 Personen)
- 2 frische Jackfish (alternativ: Makrele oder Schnapper)
- Saft einer Limette
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 kleine Zwiebel, in Ringe geschnitten
- 1 TL frischer Thymian
- ½ TL Salz
- Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Pflanzenöl zum Braten
- 1 mittelgroße Brotfrucht
Zubereitung
- Die Fische gründlich säubern, entschuppen und innen sowie außen mit Limettensaft einreiben. Anschließend mit Salz, Pfeffer, Thymian und Knoblauch würzen. Wer mag, kann die Fische auch ein paar Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
- Die Brotfrucht schälen, in Spalten schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Etwas Öl darüberträufeln und bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 25 Minuten backen, bis die Spalten goldbraun sind.
- Während die Brotfrucht im Ofen ist, die Jackfish in einer Pfanne mit etwas Öl auf mittlerer Hitze braten – etwa 5-7 Minuten pro Seite, bis die Haut schön knusprig ist.
- Zum Schluss die Zwiebelringe kurz in der gleichen Pfanne anbraten, bis sie glasig sind, und über die fertigen Fische geben.
- Zusammen mit den Brotfruchtspalten servieren und nach Belieben mit etwas Limette beträufeln.
Tipp: In St. Vincent wird dazu oft eine scharfe Pfeffersauce gereicht – wer es feurig mag, kann mit einem Spritzer selbstgemachter Chili-Vinaigrette nachhelfen.
2. Jackfish-Kokos-Eintopf mit Süßkartoffeln
Wer es lieber löffelbar mag, kommt mit diesem einfachen Eintopf auf seine Kosten. Die Kombination aus cremiger Kokosmilch, aromatischen Gewürzen und zartem Fisch macht diesen Eintopf zu einem echten Seelenschmeichler.
Zutaten (für 3-4 Portionen)
- 2 mittelgroße Jackfish, in Stücke geschnitten
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
- 1 Süßkartoffel, gewürfelt
- 1 Karotte, in Scheiben geschnitten
- 1 kleine Paprika, gewürfelt
- 1 Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten
- 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm), gerieben
- 2 Knoblauchzehen, gepresst
- 1 TL Kurkuma
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- Salz & Pfeffer nach Geschmack
- Etwas Limettensaft
- Frische Petersilie oder Koriander zum Garnieren
- Öl zum Anbraten

Zubereitung
- In einem großen Topf etwas Öl erhitzen.
- Zuerst Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebel darin anschwitzen, bis es herrlich duftet.
- Kurkuma und Kreuzkümmel dazugeben und kurz mitrösten – das intensiviert die Aromen.
- Nun die Karotten- und Süßkartoffelwürfel hinzufügen und alles mit der Kokosmilch ablöschen. Einmal aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und etwa 10 Minuten köcheln lassen.
- Die Fischstücke und Paprika in den Topf geben und vorsichtig unterrühren.
- Weitere 8-10 Minuten ziehen lassen, bis der Fisch gar, aber noch saftig ist.
- Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Limettensaft abschmecken.
- Mit frischen Kräutern garnieren und servieren – am besten mit Reis oder einem Stück knusprigem Fladenbrot.
Extra-Tipp: Wer dem Ganzen eine noch exotischere Note verleihen möchte, kann eine kleine Menge geriebene Muskatnuss oder einen Hauch Zimt hinzufügen.
Fazit
Ob für einen gemütlichen Abend oder ein spontanes Abendessen mit Freunden – mit diesen Gerichten aus St. Vincent und den Grenadinen holt man sich im Handumdrehen ein Stück Karibik auf den Teller.
Jackfish ist nicht nur vielseitig, sondern auch eine tolle Alternative zu den hierzulande gängigen Fischsorten. Und wer einmal die Aromen von Thymian, Kokos und Limette kombiniert hat, wird sich nur schwer davon losreißen können.
Also: Pfanne an, Kokosmilch auf – und ab geht die kulinarische Reise ans karibische Meer.



