
Die Teppan Yaki aus Japan sind wohl vielen aus Filmen ein Begriff. Der Name setzt sich aus dem Wort Yaki für grillen und Teppan für Stahlplatte zusammen. Sie sind bekannt dafür, das Grillgut besonders schonend und fettarm zuzubereiten.
Es wird dabei ein Gros an Zubereitungsmöglichkeiten geboten. Egal ob Fisch, Fleisch, Gemüse oder sogar Obst kann durch diese Eisenplatten zu einem schmackhaften Mahl bereitet werden.
Der Ursprung
Genaue Ursprünge der Teppan Yaki sind leider nicht bekannt. Allerdings erzählt man sich allerhand Geschichten darüber, wie dieser Grill nach Japan kam. Eine der schlüssigsten ist die, dass die spanischen Piraten, die nicht gerade für ihren Luxus an Bord bekannt waren, zur Zubereitung der Speisen heiße Eisenplatten nutzten, da sie weder Töpfe noch Pfannen besaßen.
Da sie den gesamten Globus bereisten, wurde vermutlich vor 500 Jahren diese Kochmöglichkeit nach Japan gebracht. Diese kleine Geschichte ist leider nicht belegbar.
Was jedoch erwiesen ist, dass 1945 mit dem Misono in Kobe, das allererste Teppan Yaki Restaurant Japans eröffnete, wo diese heißen Platten seit damals schon im Mittelpunkt standen.
Besonderheiten der Grillplatte
Die Grillplatte besteht zu 99 Prozent aus Stahl und wird mittels Strom oder Gas beheizt. Wobei man die mit Strom beheizten eher für den Indoor, die Gasvariante für den Outdoor Bereich bevorzugen sollte, da eben Feuchtigkeit und Belüftung eine Rolle dabei spielen.
Preislich gibt es auch abhängig von der Befestigungsart und der Größe eine Spanne vom zweistelligen Bereich, bis hin zum vierstelligen Bereich. Am teuersten und platztechnisch anspruchsvollsten ist dabei wohl der eingelassene Einbaugrill aus massivem Edelstahl, der das Herz eines jeden Japanfans höher schlagen lässt.
Die eingebauten Edelstahlplatten sind dabei ca. 6mm dick und besitzen eine Rinne zum Ablauf des überschüssigen Bratensaftes und Fettes.
Je nach Größe der Küche und des Grades der Benutzung, kann man die Größe der Dominoplatten zwischen 70 cm für den Normalgebrauch bis hin zu einer Breite von 100 cm für Kochprojekte im großen Stil, nach seine eigenen Wünschen und Vorstellungen wählen.

Die eingebaute Platte hat den entscheidenden Vorteil, dass es einfach eine feine Temperatureinstellung ermöglicht, sodass das Grillgut genau auf dem Punkt ist.
Auch ist hier die Gefahr des Anbrennens kaum gegeben, da das Temperaturgefälle zwischen dem kalten Grillgut und der heißen Platte leichter ausgeglichen werden kann, als mit einer Pfanne beispielsweise, da das Material einfach eine höhere Trägheit besitzt.
Wer einen Induktionsherd bereits sein Eigen nennt, kann diesen auch kostengünstig mit einer Grillplatte nachrüsten. In der Regel sind die ferromagnetischen Platten ganz einfach auf die Glasoberfläche des Herdes gelegt.
Der Vorteil hierbei ist dass diese einfachen und leichten Teppan Yaki Platten wirklich extrem platzsparend sind und vor allem eine flexible Lösung darstellen, da sie nach dem Gebrauch und der Reinigung wieder zurück in den Schrank geräumt werden können.
Ein entscheidender Nachteil ist hier die nicht so hohe Trägheit des Materials, wodurch man Gefahr läuft, dass doch hin und wieder was anbrennt. Außerdem ist die Temperaturregelung ausschließlich vom Induktionsfeld abhängig.
Für Ceranfeld oder Gasherdbesitzer wird auch eine Option angeboten, allerdings ist es dabei sehr schwierig von der Temperatur her und der Grillsaft kann auch nicht richtig in den Rillen abfließen, wenn die Platte nicht richtig gerade aufliegt.
Die Gefahr ist bei dieser Variante der mobilen Teppan Yaki ist deutlich höher als bei der Induktionsvariante. Des Weiteren reicht die Leistung wohl auch nicht für ein dickeres Steak, sondern eher für kleinere Sachen wie Meeresfrüchte oder kleinere Geflügelstücke. Die preislichen und qualitativen Unterschiede sind hier allerdings recht hoch.
Egal für welche Art der Platte man sich entscheidet, empfohlen wird die Nutzung eines Dunst oder Kochfeldabzuges, um den Rauch und Dampf, der durch das Scharfe andünsten austritt, zu entfernen.
Der Tischgrill
Auch eine Variante des Teppan Yaki ist die Form eines Raclette ähnlichen Tischgrills. Der Unterschied zum konventionellen Tischgrill ist die Beschaffenheit: denn statt der herkömmlichen Roste, wurde auch hier Typische Stahlplatte verbaut.
Bei diesem kleinen Grill, der durch Strom betrieben wird, kann man die Temperatur Stufenlos regeln. Der Vorteil, den diese Version ausmacht, ist der einfache Aufbau und dass er bei Nichtbenutzung schnell wieder verstaut werden kann und der relativ günstige Preis.
Wobei es auch hier große qualitative, so wie preisliche Unterschiede gibt.
Um den richtigen Tischgrill für sich zu finden, gilt es, die Datenblätter genau zu studieren und nicht nur auf einen möglichst günstigen Preis zu schauen.
Eine große Rolle spielt hierbei nicht nur die Größe. Ein Hauptaugenmerk sollte vor allem auf der Beschichtung der Platte liegen, um eine gleichmäße Hitzeverteilung und Speicherung der Hitze zu gewährleisten.
Generell sollte man diese 3 Punkte noch berücksichtigen:
- Wie lang ist die Aufheizzeit?
Bei guten Grills dauert diese nicht länger als 8 bis 10 Minuten, da hier auch der Stromsparaspekt eine Rolle spielt. - Wie steht der Grill?
Hier ist darauf zu achten, dass er sicher und fest auf 4 Füßen steht. Bei Modellen ohne Füße muss Auf die Unterlage besonders geachtet werden, da es sonst zu einen Brand kommen kann. - Ist eine Temperaturregelung vorhanden?
Bei einem guten Gerät lässt sich die Grilltemperatur stufenlos regulieren.

Die Zubereitung
Als allerstes benötigt man dazu auch das richtige Werkzeug für eine gelungene Speise. Natürlich kann man für den häuslichen Gebrauch am Tischgrill das alltägliche Werkzeug benutzen, was man sonst auch benutzt, bei einem traditionellem Teppangrill sollte man sich jedoch extra dafür passendes Werkzeug zulegen, da dieses auch die extrem hohen Temperaturen überlebt.
Grundsätzlich gelten 3 Werkzeuge aus Edelstahl dabei als besonders wichtig:
- Der Spachtel
Mit den Spachteln werden die Lebensmittel sowohl gewendet als auch zerkleinert. dieser besteht meistens Metallschaufeln und einem Hitzebeständigen Griff. - Die Garglocke
Die Garglocke aus Edelstahl wird über das Grillgut gestülpt so dass dieses im eigenen Saft garen kann. Der Trick hierbei ist, dass Fleisch, Gemüse oder Fisch durch die Hitze unter der Glocke gleichmäßig von allen Seiten durchgegart wird. - Die Winkelplatte
Eine Winkelplatte ist hauptsächlich zum Anrichten größerer Lebensmittel gedacht und durch ihre Form sorgt sie dafür, dass sich eventuelles Öl und Säfte gleichmäßig verteilen.
In den Teppan Yaki Ya, den sündhaft teuren Restaurantlokalen, wie man sie in Japan meistens in Hotelnähe findet, werden nicht einfach nur Steaks zubereitet. Viel mehr wir auf diesen Grillplatten ganze Mehr-Gänge-Menüs gezaubert, inklusive Kochshow.
Besonders beliebt ist die Zubereitung von Rindersteaks, Fisch und saisonalem Gemüse. Besonders gut zelebrieren kann man die Zubereitung in dem man sich im Kreis um den Japanischen Tisch setzt.
Für das perfekte Gelingen schneidet man die Zutaten, die man gern grillen möchte, in kleine Stücke oder Scheiben und grillt sie mit geschmacksneutralem Öl oder auch je nach Geschmack mit Gewürzölen an.
Für den Anfang empfiehlt es sich nicht gleich mit einem Vier-Gänge-Menü zu starten, da man sowohl die Garzeiten als auch die Temperaturen erst einmal kennen lernen muss. Am besten eignet sich eher Gemüse und wenn es Fleisch sein soll Stückchen vom Schwein.
- Die Grillplatte wird erhitzt und wird mit Sojaöl oder einem Öl nach dem eigenen Geschmack eingeölt.
- Dann kommen auch schon die vorbereiteten Zutaten auf die Platte. Man muss bedenken, dass sowohl das Fleisch als auch das Gemüse bei der ziemlich scharf angegrillt wird, sobald die Grillplatte die richtige Temperatur erreicht. Nun ist die richtige Zeit das Grillgut zu wenden und es dann an den kühleren Rand zu schieben.
- Beim nächsten Schritt werden die Stücke in der Grillsauce der Wahl mariniert und nochmals, je nach Notwendigkeit mit Zugabe von Öl, angeröstet. Dann ist es auch schon vollbracht. Am besten serviert man die marinierten Häppchen bestreut mit geröstetem Sesam und einer Portion Reis.

Yakitori
Yakitori ist ein besonders beliebtes Gericht, welches man auf dem Teppan yaki zubereiten kann. Hierbei handelt es sich um Fleischspieße, die traditionell hauptsächlich aus Hähnchenstückchen oder Bestandteilen bestehen, die mariniert werden mit einer aus Mirin, Zucker und Sojasoße basierten Marinade.
Sie eignen sich hervorragend zu Zubereitung auf dem Teppan Yaki. Mittlerweile haben sich nicht nur die traditionellen Spießchen aus Hühnchenbrust, Herz, Leber und Hühnchenhaut durchgesetzt, sondern auch Varianten aus Fisch oder Vegetarische mit Winterzwiebeln.



