
Die peruanische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt und die Kombination von Aromen aus verschiedenen Kulturen. Ein besonderes Highlight sind die Picarones, süße Kürbisringe, die in Peru als beliebtes Dessert oder Snack gelten.
Diese goldenen, knusprigen Ringe sind eine köstliche Mischung aus Kürbis und Süßkartoffel, gewürzt mit Anis und Zimt und frittiert, bis sie außen knusprig und innen weich sind. Picarones sind nicht nur ein Fest für den Gaumen, sondern auch ein Stück Geschichte, das die kolonialen Einflüsse und die reiche Kultur Perus widerspiegelt.
Die Geschichte der Picarones
Picarones haben ihren Ursprung in der Kolonialzeit, als spanische Einwanderer begannen, die Zutaten der Neuen Welt mit ihren Rezepten zu kombinieren. Ursprünglich als Ersatz für die spanischen Buñuelos (frittierte Teigbällchen) gedacht, entwickelten sich die Picarones schnell zu einem eigenständigen Gericht.
Durch die Verwendung von lokalen Zutaten wie Kürbis und Süßkartoffel erhielten die Picarones ihren einzigartigen Geschmack, der sie zu einem unverwechselbaren Teil der peruanischen Küche machte. Heute sind sie ein fester Bestandteil der peruanischen Gastronomie und werden auf Festen, Märkten und in Restaurants im ganzen Land angeboten.
Traditionelles Picarones-Rezept
Zutaten
- 300 g Kürbis, geschält und gewürfelt
- 200 g Süßkartoffeln, geschält und gewürfelt
- 500 g Weizenmehl
- 2 Teelöffel Trockenhefe
- 1 Teelöffel Anis
- 1 Teelöffel Zimt
- 100 g Zucker
- 1 Ei
- Pflanzenöl zum Frittieren

Anleitung
- Kürbis und Süßkartoffeln kochen:
Den Kürbis und die Süßkartoffeln in einem Topf mit Wasser weich kochen.
Anschließend abgießen und mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel zu einem feinen Püree verarbeiten.
Das Püree abkühlen lassen. - Teig zubereiten:
In einer großen Schüssel das abgekühlte Kürbis-Süßkartoffel-Püree mit Mehl, Hefe, Anis, Zimt, Zucker und Ei vermengen.
Den Teig gut durchkneten, bis er glatt und elastisch ist. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.
Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. - Picarones formen:
Nach dem Gehen den Teig in kleine Portionen teilen und daraus Ringe formen.
Die Ringe sollten etwa 1 cm dick sein. - Frittieren:
In einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne das Pflanzenöl auf 180 °C erhitzen.
Die Teigringe vorsichtig in das heiße Öl geben und goldbraun frittieren, dabei gelegentlich wenden. Die Picarones sollten außen knusprig und innen weich sein. - Abtropfen lassen:
Die Picarones auf Küchenpapier abtropfen lassen, um überschüssiges Öl zu entfernen. - Servieren:
Die fertigen Picarones mit Chancaca-Sirup (oder Honig) beträufeln und warm servieren.
Der Sirup verleiht den Picarones eine zusätzliche Süße und einen Hauch von Karamell.
Eine leichtere Variante von Picarones
Für eine leichtere, aber ebenso köstliche Variante der traditionellen Picarones, die alle Gesundheitsbewusste anspricht, kann das Rezept leicht angepasst werden.
Zutaten
- 300 g Butternusskürbis, geschält und gewürfelt
- 200 g Karotten, geschält und gewürfelt
- 500 g Vollkornmehl
- 2 Teelöffel Trockenhefe
- 1 Teelöffel Anis
- 1 Teelöffel Zimt
- 100 g brauner Zucker
- 1 Ei
- Kokosöl zum Frittieren

Anleitung
- Kürbis und Karotten kochen:
Den Butternusskürbis und die Karotten in einem Topf mit Wasser weich kochen.
Anschließend abgießen und mit einem Pürierstab oder einer Gabel zu einem feinen Püree verarbeiten.
Das Püree abkühlen lassen. - Teig zubereiten:
In einer großen Schüssel das abgekühlte Kürbis-Karotten-Püree mit Vollkornmehl, Hefe, Anis, Zimt, braunem Zucker und Ei vermengen.
Den Teig gut durchkneten, bis er glatt und elastisch ist.
Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. - Picarones formen:
Den Teig in kleine Portionen teilen und daraus Ringe formen. Die Ringe sollten etwa 1 cm dick sein. - Frittieren:
In einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne das Kokosöl auf 180 °C erhitzen.
Die Teigringe vorsichtig in das heiße Öl geben und goldbraun frittieren, dabei gelegentlich wenden.
Die Picarones sollten außen knusprig und innen weich sein. - Abtropfen lassen:
Die Picarones auf Küchenpapier abtropfen lassen, um überschüssiges Öl zu entfernen. - Servieren:
Die fertigen Picarones mit Ahornsirup oder einer Mischung aus Ahornsirup und Limettensaft beträufeln und warm servieren.
Diese Variante ist leichter und bietet eine interessante Geschmacksnote durch die Verwendung von Ahornsirup.
Fazit
Picarones sind ein perfektes Beispiel für die Kreativität und Vielfalt der peruanischen Küche. Sie sind nicht nur ein köstliches Dessert, sondern auch ein Symbol für die kulturelle Verschmelzung und die kulinarische Tradition Perus.
Ob in der traditionellen oder der vegetarischen Variante, Picarones bieten einen einzigartigen Genuss, der die Sinne verführt und einen Einblick in die reiche Geschichte Perus bietet. Probieren Sie diese süßen Kürbisringe aus und lassen Sie sich von der faszinierenden Welt der peruanischen Küche verzaubern.
Die Kombination aus den Gewürzen, der Textur des frittierten Teigs und der Süße des Sirups macht Picarones zu einem unvergesslichen Erlebnis für jeden Liebhaber von Süßspeisen.


