
Die karibische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt, ihren Einsatz von frischen Zutaten und eine tiefe Verwurzelung in der regionalen Kultur. St. Vincent und die Grenadinen, eine Inselgruppe im Süden der Karibik, ist da keine Ausnahme.
Neben Fisch, Kokosnuss und Gewürzen spielt vor allem eine ungewöhnliche Frucht eine zentrale Rolle in vielen traditionellen Gerichten: die Brotfrucht.
Wer sie einmal probiert hat, weiß, dass sie nicht nur nahrhaft, sondern auch erstaunlich vielseitig ist. Mit ihrer kartoffelähnlichen Konsistenz und einem leicht nussigen Geschmack eignet sich die Brotfrucht hervorragend für schnelle, herzhafte Mahlzeiten. Besonders beliebt ist sie in gerösteter Form – außen leicht knusprig, innen weich und cremig.
Im Folgenden findest du zwei einfache Rezepte, die du auch ohne exotische Zutaten bequem zu Hause nachkochen kannst – ein klassisches, geröstetes Brotfruchtgericht und eine kreative Abwandlung mit einem pikanten Dip.

Rezept 1: Traditionell geröstete Brotfrucht mit Knoblauchbutter
Zutaten
- 1 reife Brotfrucht (mittelgroß)
- 3 EL Butter oder vegane Margarine
- 2 Knoblauchzehen
- 1 TL Salz
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Frische Petersilie oder Koriander zum Garnieren (optional)
Zubereitung
- Die Brotfrucht gründlich waschen. Dann mit einem scharfen Messer kreuzweise am Boden einschneiden.
- Den Backofen auf 200 °C vorheizen (alternativ kann die Brotfrucht über offenem Feuer oder auf dem Grill gegart werden, was ihr ein besonders rauchiges Aroma verleiht).
- Die Brotfrucht auf ein Backblech legen und für etwa 45 Minuten backen – bis die Schale aufplatzt und das Innere weich ist.
- Währenddessen die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Den Knoblauch fein hacken und in der Butter leicht anbräunen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Die Brotfrucht vorsichtig öffnen, in Spalten schneiden und mit der Knoblauchbutter übergießen. Nach Belieben mit frischen Kräutern bestreuen und sofort servieren.
Tipp: Reste der gerösteten Brotfrucht lassen sich hervorragend am nächsten Tag anbraten oder zu einem karibischen Frühstück weiterverarbeiten.

Rezept 2: Brotfrucht-Taler mit würzigem Limetten-Dip
Zutaten für die Taler
- 1 kleine Brotfrucht
- 1 kleine Zwiebel
- 1 EL Mehl (oder Maniokmehl für die glutenfreie Variante)
- 1/2 TL Kurkuma
- 1/2 TL Paprika edelsüß
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Öl zum Braten
Zutaten für den Dip
- 150 g Joghurt (oder pflanzliche Alternative)
- 1 TL Honig oder Ahornsirup
- Saft einer halben Limette
- Etwas Limettenschale
- Frischer Chili oder Chiliflocken (nach Geschmack)
Zubereitung
- Die Brotfrucht schälen, entkernen und in Stücke schneiden.
In Salzwasser etwa 10-15 Minuten weich kochen, dann abgießen und abkühlen lassen. - Mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken, bis ein grober Brei entsteht.
- Zwiebel fein hacken und unter die Brotfruchtmasse mischen. Gewürze und Mehl hinzufügen und alles zu einer formbaren Masse verrühren.
- Aus der Mischung kleine flache Taler formen und in einer Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten.
- Für den Dip Joghurt, Limettensaft, Honig, Schale und Chili gut vermengen.
Vor dem Servieren kalt stellen. - Die heißen Taler mit dem frischen Dip servieren – ideal als Snack, Vorspeise oder leichtes Abendessen.
Fazit
Diese beiden Rezepte zeigen auf einfache Weise, wie man mit wenigen Zutaten ein echtes Stück Karibik auf den Teller zaubern kann. Brotfrucht ist nicht nur eine spannende Zutat für kulinarische Entdecker, sondern auch eine nahrhafte Alternative zu klassischen Beilagen wie Kartoffeln oder Reis.
Wenn du Lust auf unkomplizierte, aber dennoch besondere Gerichte hast, ist die Küche von St. Vincent und den Grenadinen definitiv einen Versuch wert. Und wer weiß – vielleicht wird die Brotfrucht ja auch in deiner Küche zu einem neuen Lieblingsbestandteil.

