
In der reichen Palette der europäischen Desserts gibt es einige verborgene Juwelen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Eines dieser besonderen Gerichte stammt aus Rumänien – die Papanasi. Dieses traditionelle rumänische Dessert, oft als süßer Käse-Donut beschrieben, vereint die cremige Textur von frischem Käse mit der süßen Verführung von Marmelade und saurer Sahne. Ein wahrer Genuss für die Sinne! In diesem Artikel stellen wir Ihnen zwei Rezepte vor, mit denen Sie dieses köstliche Gericht zu Hause nachkochen können.
Einfaches Papanasi-Rezept
Zutaten
- 250 g Frischkäse (z.B. Quark)
- 2 Eier
- 4 Esslöffel Zucker
- 1 Teelöffel Vanilleextrakt
- 6 Esslöffel Weizenmehl
- 1/2 Teelöffel Backpulver
- Eine Prise Salz
- Rapsöl oder ein anderes neutrales Öl zum Frittieren
- Marmelade (vorzugsweise Waldfrucht oder Kirsche)
- Saure Sahne
Zubereitung
- Teig vorbereiten:
In einer großen Schüssel den frischen Käse, Eier, Zucker und Vanilleextrakt gründlich vermischen.
In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver und eine Prise Salz mischen.
Die trockenen Zutaten nach und nach zu den nassen Zutaten geben und zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verrühren. - Formen:
Bestäuben Sie Ihre Hände mit etwas Mehl und formen Sie aus dem Teig kleine Kugeln für den zentralen Teil des Papanasis sowie kleinere Kugeln, die als „Hütchen“ dienen. - Frittieren:
Erhitzen Sie das Öl in einer tiefen Pfanne auf mittlerer Stufe.
Die Papanasi-Kugeln vorsichtig ins Öl geben und von jeder Seite goldbraun frittieren.
Auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller abtropfen lassen. - Servieren:
Die frittierten Papanasi auf einem Teller anrichten, mit reichlich Marmelade und einem Klecks saurer Sahne garnieren.
Das kleinere „Hütchen“ auf den Papanasi setzen und ebenfalls mit Marmelade und saurer Sahne servieren.

Gebackene Papanasi-Variante
Für diejenigen, die eine weniger ölige Option bevorzugen, gibt es auch die Möglichkeit, Papanasi im Ofen zu backen.
Zutaten
- 500 g Frischkäse (z.B. Quark)
- 3 Eier
- 5 Esslöffel Zucker
- 1 Teelöffel Vanilleextrakt
- 8 Esslöffel Weizenmehl
- 1 Teelöffel Backpulver
- Eine Prise Salz
- Marmelade und saure Sahne zum Servieren

Zubereitung
- Teig vorbereiten:
Wie beim ersten Rezept Frischkäse, Eier, Zucker und Vanilleextrakt in einer Schüssel mischen.
Mehl, Backpulver und Salz in einer anderen Schüssel vermengen und dann zu der Käsemischung geben.
Zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. - Formen und Backen:
Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Mit bemehlten Händen die Papanasi formen, dabei wieder für jedes Stück ein kleines „Hütchen“ formen.
Die Papanasi auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und etwa 25-30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. - Servieren:
Die gebackenen Papanasi warm servieren, ähnlich wie die frittierte Version, mit Marmelade und einem Klecks saurer Sahne garniert.
Bedeutung des Gerichts in der Kultur und Tradition des Landes
Papanasi sind nicht nur ein köstliches Dessert, sondern auch ein Stück rumänischer Kultur und Tradition. Egal ob frittiert oder gebacken, sie bieten eine wunderbare Balance aus süß und sauer, weich und knusprig. Ein echtes Geschmack serlebnis, das in Erinnerung bleibt. Dieses Gericht, das tief in der rumänischen Gastronomie verwurzelt ist, wird oft bei besonderen Anlässen oder als besonderer Leckerbissen am Wochenende serviert. Doch die Schönheit der Papanasi liegt in ihrer Einfachheit, die es ermöglicht, sie auch zu Hause ohne großen Aufwand zuzubereiten.
Ausgewählte Zutaten
Die Hauptzutat der Papanasi, der frische Käse, ist entscheidend für die einzigartige Textur und den Geschmack des Desserts. In Rumänien wird traditionell ein Käse namens „Brânză de vaci“ verwendet, ein frischer, leicht salziger Kuhmilchkäse. Außerhalb Rumäniens kann Quark als gute Alternative dienen, da er eine ähnliche Konsistenz und Geschmacksneutralität aufweist, die sich perfekt für süße Zubereitungen eignet.
Die Zugabe von Vanille und Zucker verleiht den Papanasi eine süße, aromatische Note, während das Mehl und das Backpulver für Struktur und Volumen sorgen. Die Wahl der Marmelade und der sauren Sahne als Toppings ergänzt das Dessert mit einer angenehmen Mischung aus Süße, Säure und Cremigkeit, die das Geschmackserlebnis abrundet.
Variationsmöglichkeiten
Obwohl das klassische Rezept für Papanasi bereits für sich allein steht, gibt es zahlreiche Variationen, mit denen man experimentieren kann. Zum Beispiel kann man dem Teig Zitronen- oder Orangenschale hinzufügen, um eine frische, zitrusartige Note zu erreichen. Auch die Wahl der Marmelade bietet Raum für Experimente; von traditioneller Waldfrucht- oder Kirschmarmelade bis hin zu moderneren Varianten wie Aprikose, Pfirsich oder sogar exotischen Früchten.
Für eine gesündere Variante können die Papanasi auch in einer Antihaftpfanne ohne Öl „gebraten“ oder im Airfryer zubereitet werden, um den Fettgehalt zu reduzieren. Auch die Verwendung von Vollkornmehl anstelle von Weißmehl ist eine Möglichkeit, um den Nährwert des Desserts zu erhöhen.
Ein Dessert für besondere Anlässe
Papanasi sind mehr als nur ein Dessert; sie sind ein Ausdruck der rumänischen Gastfreundschaft und Lebensfreude. Sie zu servieren, bedeutet, seinen Gästen etwas Besonderes anzubieten, eine Süßspeise, die nicht nur den Gaumen erfreut, sondern auch das Herz wärmt. Egal ob zu Feiern, als krönender Abschluss eines festlichen Essens oder einfach als süße Überraschung für die Familie, Papanasi bringen ein Stück rumänische Kultur auf den Tisch.
In Rumänien sagt man oft, dass die Liebe durch den Magen geht, und Papanasi sind ein perfektes Beispiel dafür. Dieses traditionelle Dessert zu meistern, bedeutet, sich auf eine kulinarische Reise zu begeben, die Tradition mit persönlicher Kreativität verbindet. Mit jedem Bissen von Papanasi schmeckt man die Geschichte, die Kultur und die unvergleichliche Gastfreundschaft eines Landes, das seine Besucher immer mit offenen Armen und einem reich gedeckten Tisch empfängt.



