
Burger sind vom günstigen Junkfood zum gehobenen Gourmet Gericht in den Ritterstand der gehobenen Gastronomie ernannt worden. Heute findet sich das einstige Straßenessen auf so manchem Restaurantmenü. Wer zuhause mit einer Burgerpresse seine Patties selber machen möchte, der findet im Fachhandel eine reichhaltige Auswahl.
Vorbei sind die Zeiten, in denen gebratenes Fleisch in zwei Brothälften als Zwischenmahlzeit diente. In Amerika waren Burger schon immer beliebt, aber auch hier waren sie eher ein Teil von günstigen Fast Food Restaurants als ein exklusives Geschmackserlebnis.
Heute sieht das anders aus. Die Auswahl an Belägen und Patties ist so groß, spannend und kreativ wie noch nie.
Burger erobert die Welt
Der teuerste Burger der Welt kostet unfassbare 5000 US Dollar. Was ihn so teuer macht, sind Wagyu Rindfleisch und schwarze Trüffel. Alles Zutaten, welche sonst eher auf schicken Tellern, exquisit angerichtet serviert werden.
Die meisten professionellen Köche hätten noch vor wenigen Jahren mit der Nase gerümpft, wenn ihnen jemand gesagt hätte, diese Delikatessen in zwei Brothälften zu servieren.
Vom einfachen Snack zum Trendgericht
Der Burger hat in den letzten Jahren eine solche Metamorphose durchgemacht, dass es mittlerweile in fast allen Städten von trendigen, hippen Burgerläden nur so wimmelt. Dennoch scheint sich keine Langeweile einzustellen.
Ganz im Gegenteil, es sieht aus, als hätte er Pizza oder Döner als populärsten Snack abgelöst. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch immer mehr Heimköche den perfekten Burger am heimischen Herd oder Grill zubereiten wollen.
Qualität der Zutaten und Zubereitung
Eigentlich hat sich am traditionellen Konzept des Burgers nicht viel verändert. Es handelt sich noch immer um eine Füllung aus Gehacktem (zumeist Rind oder Schweinefleisch), Soßen, Gemüse und Käse.
Was sich gewandelt hat, ist der Qualitätsstandard der einzelnen Zutaten und immer ausgefeiltere Zubereitungsmethoden.
Zudem ist die Erwartung der Burger-Fans gestiegen. Ein Burger heute muss saftig, frisch und komplex schmecken. Keinesfalls darf er fade oder trocken sein. Der Burger der großen Fast-Food-Ketten kann da nicht mithalten.

Burger zuhause zubereiten: wie geht das?
Das soll aber niemanden davon abhalten das Trendgericht auch in den eigenen vier Wänden zu genießen. Er ist schnell und mit wenig Aufwand gemacht, eignet sich auch für Vegetarier und Veganer und kann heute sogar als leichte Variante einfach zubereitet werden.
Wie das geht, welche Möglichkeiten es gibt, was Sie an Equipment brauchen und worauf es ankommt, werden wir Ihnen im Folgenden erläutern. So steht der nächsten Grillparty mit Burger oder dem Fußballspiel mit dem Burger zum Bier nichts mehr im Wege.
Die Burgerpresse als praktischer Helfer
Eine der wenigen Herausforderungen, um einen perfekten Burger zu Hause zu zaubern, ist das Auseinanderfallen des Patties. Er muss auch noch beim Essen seine Form behalten. Nichts ist unangenehmer als ein Burger, der zerfällt.
Die beste und einfachste Art, dies zu verhindern, ist eine Burgerpresse. Dieses praktische Hilfsmittel ist mittlerweile einfach erhältlich und gehört zur Grundausstattung eines jeden Burgermeisters. Mit dem wachsenden Angebot ist auch die Auswahl gestiegen. Die Burgerpresse hilft gleichmäßige, kompakte Burger zuzubereiten. Das gilt für den Klassischen, wie auch für den Veggieburger.
Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich in ihrer Handhabung und ihrem Preisleistungsverhältnis um einiges. Es gibt sie schon für 5 Euro, die vollautomatische Presse hingegen kostet um die 200 Euro. Daher lohnt es sich, zu vergleichen.
Egal ob sich für die Luxusvariante oder die Budgetlösung entschieden wird, es gibt bestimmte Merkmale, die eine Profiburgerpresse haben sollte. Hierauf gilt es zu achten:
- Antihaftbeschichtung
Nichts ist frustrierender als den Burger-Pattie nicht aus der Form lösen zu können. Fett kann helfen, auch eine Schicht aus Backpapier hilft. Die praktische Antihaft-Burgerpresse macht all das überflüssig und garantiert einen reibungslosen Ablauf.
- Material und Reinigung
Es gibt Pressen aus Edelstahl, Plastik, Keramik oder Gusseisen. Metall ist grundsätzlich einfacher zu handhaben und sauber zu halten. Zudem ist es robuster und langlebiger. Im Idealfall ist die Burgerpresse spülmaschinengeeignet. Rillen sind fantastisch, um die Grilloptik zu erreichen, aber sollten nicht zu klein oder kantig sein.
- Anzahl der Füllungen
Für größere Partys, kann es sich lohnen, eine Presse für mehrere Burger zu kaufen.
- Größe der Burgerpatties
Es geht sowohl um den Durchmesser, als auch um die Dicke des Burgerpatties. Manche mögen es lieber dünn, aber die durchschnittliche Dicke beträgt etwa 3-5 Zentimeter.
Der Standarddurchmesser liegt bei etwa 10-12 Zentimetern. Das passt auch in die meisten der üblichen Burgerbrote.
- Modelle
Die praktischen 3-in-1 Modelle machen es einfach, den Burger mit beispielsweise Käse zu füllen. Sie haben einen extra Einsatz, welcher eine Aushöhlung in der Mitte schafft. Zudem kann das Unterteil auch direkt auf den Grill gelegt werden. Pressen, füllen, grillen.
Gusseiserne Pressen können immer auch direkt als Grillpfanne benutzt werden. Wer sich für ein eher kostspieliges Modell entscheidet, sollte auf die Garantie achten.
Und so wird gepresst
- Am Anfang steht der Geschmack. Daher gilt es sicherzustellen, dass Gewürze, Zwiebeln, Kräuter vor dem Pressen hinzugefügt werden. Nachwürzen ist bei der Burgerfüllung unmöglich. Wer ganz sicher sein will, kann eine Miniportion zum Testen anbraten oder Grillen.
- Um die richtige Menge der Füllung einfach zu portionieren, empfiehlt es sich einen Testpatties mit einem Portionier zu machen. Das kann eine Schüssel, Tasse, Suppenkelle oder Eisportionier sein. Somit wird die Burgerproduktion effizient und geht blitzschnell.
- Die Mischung als Kugel formen und mittig in die Presse legen.
- Die Burgerpresse macht den Rest. Profis befeuchten die Presse etwas, das macht das Lösen etwas einfacher.

Die neusten Trends
- Der Klassiker ist noch immer der Steak- oder Rindfleischburger, aber auch Schweinefleisch ist beliebt.
- Zunehmend gibt es auch immer mehr exotische Optionen wie den Shrimp-Burger oder Lammburger.
- Hähnchen eignet sich zwar, ist aber aufgrund seines eher niedrigen Fettgehaltes eher eine der weniger beliebten Sorten.
Fisch- oder Veggiburger
- Fisch, besonders wenn es sich um saftigen, fettreichen Fisch wie Lachs handelt, kann eine angenehme Abwechslung sein.
- Vegetarische Burger sind oft aus Kichererbsen oder Kartoffeln gemacht. Der mehlige Charakter und hohe Anteil an Stärke hilft, den Burger kompakt zu machen und gibt ihm Festigkeit.
Jackfrucht
Einer der neuesten Trends ist Jackfrucht im Burger. Die fleischige Konsistenz der Frucht, erinnert an Hähnchen und kann mit Nüssen angereichert extra Biss bekommen.
Käseauswahl
Käse steht noch immer hoch im Kurs. Wohingegen früher eher einfacher Käse wie Cheddar oder Gouda benutzt wurden, sind es jetzt auch die eher edlen Sorten wie Gorgonzola, Ziegen- oder Schafskäse.
Burger mit Füllung
Auch die bewährte Kombination von Camembert und Preiselbeeren haben es in die Brothälften geschafft.
All diese lassen sich auch wunderbar als Füllung im Pattie selbst verarbeiten. Einfach in die Mitte eine Mulde machen und mit der Füllung verschließen. Der Burger mit der Überraschung in der Mitte gehört zu den neuesten Entwicklungen.
Miniburger
Die sogenannten Sliders machen besonders in den USA dem Megaburger Konkurrenz.
Die Miniburger kommen zumeist als Dreiergespann und sind in handlichen drei Bissen verspeist. Zudem kann man auch mehrere Varianten vereinen und somit ein Ensemble anbieten. Das ist besonders für die spannend, die sich nicht entscheiden können.

Auf die richtige Fleischauswahl achten
Die Faustregel für Fleischburger ist 20 Prozent Fett zu 80 Prozent magerem Fleisch. Wenn der Fettgehalt weniger ist, kann der Pattie trocken werden. Sollte er zu hoch sein, wird er tranig und fettig.
Per Hand hacken
Die Qualität des Fleisches ist maßgeblich verantwortlich für das Gelingen des Burgers. Allerdings war der Burger ursprünglich dafür gedacht, eher minderwertiges Fleisch als Gehacktes zu verarbeiten. Grob gehacktes Fleisch hat mehr Biss, ist aber auch schwieriger zu braten. Puristen kaufen natürlich qualitativ hochwertiges Fleisch und hacken es per Hand. Das kostet aber einiges an Aufwand und macht den ansonsten schnellen, unkomplizierten Burger, zu einem zeitaufwendigen Unterfangen.
Besonderheiten je nach Fleischsorte
Um einen echten Gourmetburger zuzubereiten, sollte auf eher hochwertiges Fleisch zurückgegriffen werden. Wer es eher roh in der Mitte mag, sollte in jedem Fall zartes Fleisch wie Filets verwenden.
- Ähnlich wie bei Buletten oder Frikadellen, kann auch eine Mischung von beispielsweise Rind und Schweinefleisch verwendet werden.
- Lamm ist eher mager und neigt dazu trocken und schwieriger zu braten zu sein. Filets oder Steaks sind zart, aber allein oft zu mager.
- Beim Hähnchenburger muss besonders auf den Fettanteil geachtet werden. Das ansonsten eher magere Fleisch neigt ansonsten dazu, auseinanderzufallen. Keulen sind besser geeignet als die Brust.
- Für einen Steakburger gilt es zartes, leicht kaubares Fleisch zu wählen. Die Dicke sollte dem einen Standard Burgerpattie entsprechen.
Kneten
- Das Kneten des Fleisches ist ein wichtiger und oft unterschätzter Arbeitsschritt. Es hilft, das Protein im Fleisch zu lösen, dieses funktioniert als Bindemittel.
- Puristen schwören auf reines Fleisch, ohne die Zugabe von Eiern oder Paniermehl.
- Beides kann aber helfen, den Pattie zusammenzuhalten.

Kräuter und Gewürze
Kräuter und Gewürze können dem Burger extra Pfiff und Aroma geben. Es empfiehlt sich, auf bewährte Kombinationen zurückzugreifen.
- Rosmarin passt ausgezeichnet zu Lamm,
- Schweinefleisch kann mit etwas Petersilie verfeinert werden.
- Basilikum und Hähnchen passen wunderbar zusammen.
- Dill, Zitrone und Fisch sind schon immer ein Gewinner gewesen.
- Wer es eher orientalisch mag, kann auch Curry Gewürze in die Mischung geben.
- Mango Chutney oder Feigensenf können für Süße sorgen.
- Chiliflocken im Burgermix sorgen für die Schärfe.
Fazit
Was den Burger so interessant macht, ist seine enorme Vielfältigkeit. In einem Bissen kann so viel Geschmack sein, dass ein Feuerwerk der Aromen auf dem Gaumen stattfindet. Von süßsauer bis scharf oder herzhaft, was gefällt ist erlaubt.
Mit nur wenigen Zutaten kann ein echtes Erlebnis kreiert werden – leicht, schnell und unkompliziert. Dazu braucht es keinen Meisterkoch. Auch wer nicht besonders gut kochen kann, wird am Burgerzubereiten Freude haben.




