Grillen mit Elektro - Grillen.io
Veröffentlicht in der Kategorie Grill-Basics am 13 Dezember 2021
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Grillen mit Elektro


Grillen mit Elektrogrill

Das Grillen mit dem Elektrogrill ist eine saubere Sache und schnell ist ein Grill startklar, jedoch ist diese Art zu Grillen definitiv nichts für Puristen, sondern eher etwas für den Gelegenheitsgriller auf dem Balkon.

Die Zubereitung weicht im Endeffekt nicht von den anderen Grillarten ab. Man lässt den Grill heiß werden und legt das Grillgut auf den Rost oder die Grillfläche. Um ein Ankleben am Untergrund zu vermeiden kann man beispielsweise Gemüse zusätzlich mit einem Öl einreiben.

Bei Schweinefleisch und Geflügel sollte darauf geachtet werden, dass es richtig durch ist. Je nachdem wie dunkel bzw. durchgebraten man sein Essen mag, lässt man es länger oder kürzer auf dem Grill liegen.

Gerade wenn der Grill neu und man unsicher wegen der Garzeiten ist, sollte man die Temperatur erst einmal etwas niedriger einstellen. Das verlängert zwar die Zubereitungszeit, dafür muss man sich keine Sorgen machen, dass einem das Essen verbrennt.

Passend zum Beitrag: Elektrogrill – schnelles Grillen aus der Steckdose

Grillmethoden

Elektrogrills werden in verschiedenen Größen und Varianten angeboten. Zunächst kann man sich entscheiden, ob man einen klassischen Rost oder lieber eine durchgängige Fläche als Untergrund bevorzugt. Darüber hinaus gibt es Modelle mit und ohne Deckel zu kaufen.

Beim Grillen ohne Haube spricht man vom sogenannten direkten Grillen. Hier wird das Grillgut direkt auf der Hitzequelle gelegt, die wohl am häufigsten verwendete Form beim Grillen. Fleisch bleibt auf die Art innen schön saftig.

Bei geschlossener Haube hingegen wird das Essen schonend bei niedriger Temperatur gegart. Auf diese Art und Weise dauert das zwar länger, dafür kann das Essen kaum anbrennen und man muss es nicht wenden. Diese Methode ist besonders gut beim Grillen von Gemüse geeignet.

Auch bei der Grillfläche gibt es verschiedene Varianten. Entweder als glatte Platte, welche sich besonders gut für das Erwärmen von Grillkäse oder Gemüse macht oder mit Rillen zum Ablaufen von Fett, zum Beispiel beim Grillen von Fleisch.

Wie beim Holzkohlegrill können generell alle Arten von Fleisch, Fisch und Gemüse zubereitet werden. Auch auf Marshmallows und Grillkäse muss nicht verzichtet werden.

Im Internet findet man sogar Rezepte, wo Speiseeis zum Einsatz kommt. Dieses lässt sich dank einstellbarer Temperaturen natürlich besonders gut auf einem Elektrogrill zubereiten.

Im Gegensatz zu einem Grill mit Holzkohle, erwärmt sich der Rost, auf den das Essen gelegt wird gleichmäßig und bleibt auch verhältnismäßig konstant heiß. Das erspart häufiges Hin- und Herdrehen und das zusätzliche Anheizen mit einem Blasebalg.

Aroma

Wer beim Grillen das typische Aroma von Holzkohle bevorzugt, für den ist ein Elektrogrill weniger geeignet. Die Zubereitung ist vergleichbar mit dem Braten in einer Pfanne auf dem Herd. Das Essen wird allein durch die Hitze der Grillplatte gegart.

Selbstverständlich lässt sich das Aroma durch geeignete Gewürze oder Marinaden verstärken. Wenn man eine durchgehende Grillplatte hat entsteht auch nicht das Problem, dass die Saucen heruntertropfen, sondern sie bleiben schön am Essen haften.

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Damit das Grillgut selbst nicht an der Oberfläche kleben bleibt empfiehlt sich der Einsatz eines Bratenöls. Mit den richtigen Zusätzen kann es zusätzlich einen angenehmen Geschmack verleihen. Beim Einsatz des Öls sollte man auf die richtigen Temperaturen achten.

Hochwertige, kaltgepresste Öle können sich bei einem übermäßigen Erhitzen zersetzten und dabei gesundheitsschädliche Stoffe entwickeln. Außerdem verlieren sie gleichzeitig ihren Geschmack.
Am besten beim Grillen machen sich raffinerte Öle, wie Raps, Brat- und Frittieröl, sowie Avocadoöl.

Avocadoöl hält Temperaturen von bis zu 255°C aus und besitzt einen angenehmen mild-nussigen Geschmack, der es gut mit verschiedenen Speisen kombinierbar macht. Man kann es für Gemüse, Käse, Fleisch sowie Saucen und Dips verwenden.

Lamm auf Elektrogrill

Natürlich darf jeder für sich selbst entscheiden, welches Öl ihm am meisten schmeckt. Bei einem Elektro-Grill können ja auch niedrigere Temperaturen eingestellt werden, sodass nichts gegen den Einsatz von zum Beispiel Sonnenblumen- oder Walnussöl spricht.

Allerdings sollte man bedenken, dass selbst der beste Grill und das beste Öl keine schlechten Zutaten ausgleichen können. Wer ein ordentliches Geschmackserlebnis haben möchte, sollte schon beim Kauf des Grillguts auf gute Qualität achten.

Sicherheit

Der Elektrogrill ist tendenziell sicherer, da man nicht mit offenem Feuer herumhantieren muss. Im Zweifel einfach den Stecker ziehen und das Gerät somit komplett ausschalten. Trotzdem sollte man einen Elektrogrill zur eigenen Sicherheit nie in geschlossenen Räumen verwenden und auf keinen Fall die von ihm ausgehende Gefahr unterschätzen.

Wie bei jedem Grill sollte auch diese Art auf einem sicheren Untergrund stehen. Zudem sollte man darauf achten, keine leicht entzündlichen Stoffe in der Nähe stehen zu haben, denn die Grillplatte kann bis zu 300°C heiß werden und braucht wie ein herkömmlicher Grill einige Zeit zum Abkühlen.

Auch bei einem Elektro-Grill kann es zu einem Fettbrand kommen. Diesen unter keinen Umständen versuchen, mit Wasser zu löschen. In solch einem Fall unbedingt den Stecker ziehen und alle brennbaren Gegenstände aus der Nähe entfernen.

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Insofern der Grill über einen Deckel verfügt, diesen nach Möglichkeit schließen, um dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen.

Bei einer Benutzung in einer feuchten Umgebung kann es zu einem Kurzschluss des Gerätes kommen. Alle Geräte auf dem Markt sind geprüft und so isoliert, dass es eigentlich nicht dazu kommen kann, doch im Laufe der Zeit können sich solche Isolierungen unbemerkt lösen.

Am besten kontrolliert man also alle Kabel vor jeder Saison aufs Neue, um einen unschönen Zwischenfall zu verhindern.

Vorsichtig ist auch bei der Verwendung einer Verlängerungsschnur geboten. Diese sind oft nicht für die die hohe Belastung ausgelegt und können überhitzten und einen Brand auslösen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte schon beim Kauf darauf achten, dass das Gerät über eine ausreichend lange Schnur verfügt.

Zubereitungsdauer

Die Zubereitungsdauer hängt von den Temperatureinstellungen des Grills ab. Wenn man den Grill auf volle Leistung stellt, ist die Zubereitungsdauer natürlich deutlich kürzer, allerdings muss man dann stärker aufpassen, dass das Essen nicht verbrennt.

Größere Grills verfügen über einen Deckel, den man zuklappen kann, damit die Grillplatte nicht so schnell auskühlt. Mit heruntergeklapptem Deckel geht die Zubereitung natürlich deutlich schneller.

Darüber hinaus kommt es darauf an, wie durch man sein Essen haben möchte. Möchte man Gemüse nur mal schnell erwärmen, dauert dies nur einige Minuten. Bei dicken Steaks oder Bratwürsten kann es allerdings schon etwas länger dauern.

Bei Rindfleisch kann man als groben Richtwert eine Garzeit von 2 Minuten pro Zentimeter und Zeit angeben.

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Vorteile

Der größte Vorteil gegenüber anderen Modellen ist wahrscheinlich, dass man kein weiteres Zubehör, wie Kohle und Feueranzünder benötigt.

Auch muss der Grill nicht erst lange vorbereitet werden. Einfach den Stecker in die Steckdose stecken und warten, bis die Grillplatte heiß wird. In der Regel dauert es nur wenige Minuten, bis der Grill die gewünschte Temperatur erreicht hat.

Mit einem Elektro-Grill ist man auch nicht so wetterabhängig, da man ihn auch auf einen wind- und regengeschützten Balkon stellen kann.

Je nach Modell gibt es verschiedene Temperatureinstellungen, sodass man die Hitze, mit der das Essen gegrillt wird, optimal festlegen kann. Das ist besonders praktisch, wenn man Gemüse garen möchte. Bei niedrigeren Temperaturen bleibt das Aroma besser erhalten und man muss keine Angst haben, dass das Essen zu schnell verbrennt.

Ein weiterer Vorteil ist die gleichmäßige Wärmeverteilung über die ganze Fläche. Einige Geräte haben sogar spülmaschinenfeste Grillplatten. Damit dauert das Aufräumen nach der Party nur noch wenige Minuten.

Von den Anschaffungskosten kann ein Elektro-Grill schon etwas teurer sein, als zum Beispiel ein einfacher Holzkohlegrill, dafür ist er im Unterhalt deutlich günstiger.

Elektrogrills gibt es mit einer Leistungsaufnahme von 1.800 bis 2.500 Watt zu kaufen. Je höher die Leistung, desto größer der Stromverbrauch. Wobei der Grill nicht die ganze Zeit diese hohe Stromzufuhr benötigt. Er erwärmt sich auf die gewünschte Temperatur und braucht dann nur noch Strom, um diese zu halten.

Je nach aktuellem Strompreis kann mit Kosten von 0,50 €- 1,00 € pro Grillgang gerechnet werden, wohingegen ein Sack Holzkohle gut und gern 3,00€ – 4,00 € kosten kann.

Da beim Grillen kein Rauch entsteht, gibt’s auch keine Probleme mit den Nachbarn. Sie können bequem auf dem Balkon oder der Terrasse grillen, ohne dass sich jemand durch Rauch oder unangenehme Gerüche gestört fühlen könnte.

Nachteile

Der Hauptnachteil liegt wohl in der Natur des Grills: er benötigt Strom. Steckdosen dafür gibt es aber nur in der Wohnung oder in der Gartenlaube. Grillen mit Freunden im Park oder am Flussufer ist mit diesem Gerät also nicht möglich.

Manche verwenden ihren Grill auch gern als zusätzliche Wärmequelle, dies ist mit einem Elektro-Grill weniger möglich, da sich hauptsächlich die Oberfläche erhitzt und der Grill insgesamt nicht so viel Wärme abgibt.

Auch wer den Duft von Holzkohle und das Feeling eines echten Feuers mag, wird hierin einen Nachteil sehen.

Wie es mit der Umweltfreundlichkeit dieses Gerätes aussieht, bleibt wohl eine Streitfrage. Natürlich erzeugt man kein direktes CO2 durch Verbrennen von fossilen Stoffen, andererseits wird bei der Erzeugung des nötigen Stroms auch CO2 produziert. Klimafreundlich ist also auch diese Variante des Grillens nicht.

Selbst wenn man ein Gerät mit eingebautem Thermostat und Thermometer besitzt, gibt es eine ganze Reihe Einflussfaktoren, wie zum Beispiel die Umgebungstemperatur, welche das Grillergebnis beeinflussen können und die man nicht abstellen kann.