
Ohne Hitze grillen für das perfekte Grillergebnis. Wer sein Grill-Gut optimal zubereiten möchte, kann sich einfach an einige Tipps und Regeln halten. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, ein Stück Fleisch oder Gemüse auf dem Grill zu grillen. Während einige Stücke mit sehr hoher Hitze zubereitet werden, bringt Grillen ohne Hitze bzw. mit verminderter Hitze ein köstliches Ergebnis.
Zu hohe Hitze kann nämlich den Nachteil aufweisen, dass das Grillstück von außen sehr schnell braun und krustig wird, von innen aber noch nicht gar. Doch soweit muss es nicht kommen, denn mit der richtigen Zubereitung und Grillmethode wird der Grillvorgang zu einem vollen Erfolg.
Ein wichtiger Faktor ist hier nicht nur ein passendes Grillgerät, sondern auch Geduld und generell das passende Equipment wie beispielsweise Grillzange und Gewürze in der Nähe.
Für ein perfektes Grillergebnis
Wer nur wenige Tipps beherzigt, erzielt das perfekte Grillergebnis:
- Grillen ohne Hitze
- Equipment in Reichweite
- Thermometer
- Indirektes Garen
- Abseits der direkten Hitze
- Geduld aufweisen
- Grillmethode wählen (direkt/indirekt)
Die richtigen Temperaturen
Damit das Grillen auch ein kulinarischer Erfolg wird, bedarf es in erster Linie der gut durchdachten Vorbereitung. Zu empfehlen ist, nicht mit Hunger zu grillen, denn so bleibt die nötige Geduld für die jeweilige Grilldauer vorhanden.
Wichtig ist, den Grill auf die richtige Temperatur vorzuheizen, allerdings nicht zu heiß, so dass Fleisch und Gemüse langsam aber sicher durchgaren können. Für die Grillmethode „Low and slow“ empfiehlt sich die Temperatur zwischen 95 und 150 Grad. Überprüfen können ambitionierte Grillmeister die Temperatur mit einem eingebauten Deckelthermometer.
Zwar liegt es derzeit im Trend, Fleisch kurz hoch und stark zu erhitzen, doch das gilt eher für Steakhäuser und Co. Für den heimischen Grill hat Grillen ohne Hitze etwas für sich, denn der gesamte Grillvorgang hat mit Muse und Genuss zu tun.
So lecker wird dann im Endeffekt auch das Grillergebnis. Zudem ist es sicherer als mit sehr hoher Hitze zu grillen, auf diese Weise werden auch etwaige Stichflammen vermieden.

Gesundheitsbonus
Abgesehen vom Sicherheitsaspekt und vom der gewünschten Ruhe und Geduld beim Grillen, stellt das Grillen ohne starke Hitze auch einen Gesundheitsbonus dar.
Bereits ab etwa 180 Grad setzen nämlich sogenannte Verkohlungsprozesse ein, diese beeinträchtigen das Grillgut. Die Folge ist die Entstehung von Acrylamiden. Genau diese Stoffe sind bei Medizinern sehr umstritten, da viele Experten davon ausgehen, dass diese krebserregend sind. Das Risiko, dass sich diese Stoffe bilden wird immer größer, je höher die Hitze auf dem Grill eingestellt wird.
Daher raten Grillexperten auch dazu, solch hohen Temperaturen nur noch zu nutzen, um den Grill auszubrennen. Über 300 Grad sind also ansonsten nicht zu empfehlen.
Nachgaren
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Faktor des Nachgarens. Zu diesem Zweck reichen sogar nur etwa 70 Grad, selbst für große Braten und dergleichen Grillgut. Ab 70 Grad wird aus dem Bindegewebe Collagen, so werden die Grillstücke wunderbar zart und weich.
Es ist also ein Irrtum, dass eine besonders hohe Temperatur das perfekte Grillergebnis zutage fördert, sondern eher umgekehrt.
Sauberes Grillgerät nutzen
Wenn es um erfolgreiches Grillen geht, ist ein gutes, aber auch sauberes Grillgerät sicherlich nicht zu unterschätzen.
Dazu kommt dann noch die richtige Technik und nicht zuletzt noch genau das Grillgut, welches dem eigenen Geschmack entspricht. Und natürlich dem der Gäste, falls welche geladen worden sind.
In der Regel empfiehlt es sich stets, einen adäquaten Bestand auf Lager zu haben. Das gilt sowohl für Fleisch als auch für Fleischersatz, da es immer mehr Vegetarier gibt. Praktisch ist, dass diverse vegetarischen Würstchen, Schnitzel und Co. genauso einfach auf den Grill gelegt werden können wie herkömmliche Würstchen, Schnitzel und dergleichen.
Direkt oder indirekt?
Bezüglich der Wahl des passenden Grills stellt sich zuvor die Frage, ob das Grillgut direkt oder eher indirekt gegrillt werden soll. Hier geht es nun speziell um die indirekte Hitze, denn diese macht sich effektiver bei großen Stücken Fleisch.
Das Gleiche gilt auch für ganze Hähnchen. Das jeweilige Grillgut liegt dabei immer abseits der direkten Hitzequelle. So kann es dann langsam aber sicher garen und der Vorteil ist, dass die Kruste nicht verbrennt.
Das würde zum einen nicht nur unschön riechen, aussehen und schmecken, sondern wäre zudem auch nicht förderlich für die Gesundheit. Praktisch ist auch, dass mit dieser indirekten Garmethode Gemüse langsam und gleichmäßig durchgegart werden kann wie zum Beispiel Paprika und Knoblauch.
Bei zu großer oder direkter Hitze bestünde zudem die Gefahr, dass das Gemüse ungesunde und nicht wohlschmeckende Bitterstoffe entwickeln könnte.

Garzeit
Wie lange das jeweilige Stückgut auf dem Grill gegart wird, steht im Rezept. Grundsätzlich macht ein Grillthermometer Sinn, um exakt die Temperatur im Grillgut ermitteln zu können.
Fazit
Unter dem Strich ist es gesünder, ohne große Hitze zu grillen, da sich auf diese Weise keine gesundheitsschädlichen Röststoffe an der Fleischkruste bilden können.
Zudem sorgt das Garen bei leichter Hitze für zartes Fleisch, so dass die Gäste ihre Freude daran haben werden. Dazu noch leckere Salate und Saucen und dem perfekten Grillnachmittag oder Abend steht nichts mehr im Weg.


