Veröffentlicht in der Kategorie Grill-Goods am 23 August 2020
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Gasgrill – die saubere Art zu grillen


Gasgrill

Mit einem Gasgrill wird man keinen ambitionierten Griller hinter seinem Grill hervorlocken können, aber dennoch kann man auch mit diesen Geräten gute Ergebnisse erzielen, die vor allem schnell, kohlefrei und auch auf dem Balkon gut möglich sind, ohne gleich die Nachbarn auf den Plan zu rufen.

Bauart

Bei der Wahl des richtigen Gasgrills ist zunächst auf die Bauart zu achten. Diese ist bei den meisten Gasgrills ähnlich und sollte immer den Anforderungen entsprechen, die Sie an den Grill haben.

Benötigen Sie zum Beispiel ausreichend Ablageflächen am Grill, empfiehlt es sich, ein Modell mit ein oder sogar zwei seitlichen Abstelltischen zu nehmen. Diese sind bei einigen Modellen auch einklappbar, um eine platzsparende Lagerung des Grills zu ermöglichen.

Auch wenn Sie beim Grillen noch etwas kochen oder garen müssen, gibt es Modelle mit einem Kocher, der meist seitlich am Grill befestigt ist. Eine wichtige Entscheidung bezüglich der Beschaffenheit des Grills ist auch, wie viele Brenner er haben soll.

Die gängigsten Modelle verfügen über zwei bis vier Brenner. Jeder Brenner erzeugt eine separate an- oder abschaltbare Flamme, die an Größe bzw. Hitze reguliert werden kann. Das Aufheizen der Grillfläche geht sehr schnell, bei geschlossenem Deckel erreichen die meisten Modelle bereits nach wenigen Minuten Betriebstemperatur.

Butan- oder Propangas

In einen Gasgrill wird eine mit Gas gefüllte Flasche eingesetzt, welche den Grill befeuert. Bei den hierfür verwendeten Gasen handelt es sich um Butan- oder Propangas. Beide Gase sind sogenannte Alkane.

Das heißt, dass der Stoff in der Flasche noch flüssig ist und erst beim Austritt gasförmig wird. Das Butangas ändert den Aggregatzustand nur bei Temperaturen zwischen 0 und plus 40 Grad Celsius.

Das heißt, wer auch im Winter gerne mal grillen möchte, sollte nicht zu Butan greifen, da es im Winter nicht entflammbar ist.

Propan

Propangas hat den entscheidenden Vorteil, dass es bei Temperaturen von minus 20 Grad Celsius bis plus 40 Grad Celsius entflammbar ist. Wintergrillen ist daher mit Propangas kein Problem und wäre hier die richtige Wahl. Darüber hinaus erreicht Propan höhere Brennwerte als Butan.

Der Unterschied ist aber so gering, dass er vernachlässigt werden kann. Weiterhin sind Propanflaschen bei gleichem Inhalt schwerer als Butanflaschen. Das liegt daran, dass Propan in der Flasche einen höheren Druck hat. Die Flasche muss daher robuster sein und ist deswegen schwerer.

Es gibt auch Flaschen, die ein Butan-Propan-Gemisch beinhalten. Dieses ist laut Angaben auch zum Grillen im Winter geeignet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte bei eisigen Temperaturen aber dennoch zur Propanflasche greifen.

Gasflaschen

Die gängigsten Modelle für Gasflaschen sind aus Stahl gefertigt. Sie gewährleisten eine hohe Stabilität. Der größte Nachteil an den Stahlflaschen ist, dass sie sehr schwer sind.

Eine leichtere Option, die auch oft verwendet wird, ist Aluminium. Die Flaschen sind allerdings in der Herstellung deutlich teurer als die Stahlflaschen.

Gerade bei Erwerb einer Eigentumsflasche sollte dies beachtet werden. Wenn es aber darum geht Gewicht einzusparen, sei es, weil Sie große Mengen an Flaschen benötigen oder weil Sie einen Campingausflug machen möchten, bringen diese doch den entscheidenden Gewichtsvorteil mit sich.

Wenn es um die Beschaffung der Gasflaschen geht, sind in der Regel Baumärkte die beste Anlaufstelle. Größere Ketten verfügen zumeist über einen großen Vorrat an verschiedenen Flaschen. Aber auch Getränkemärkte oder ein Fachladen für Campingware führen in der Regel verschiedene Modelle.

Wenn Sie eine Aluminiumflasche suchen, sollten Sie aber vorher abklären, ob der Markt solche führt und auch auf Lager hat, da diese weit weniger verbreitet sind. Die Flaschen gibt es in verschiedenen Größen, die gängigsten sind 5 kg und 11 kg.

Bei regelmäßigem Grillen – zum Beispiel einmal pro Woche – hält eine 5 kg Flasche nahezu eine Grillsaison. Sicherheitshalber sollten Sie aber immer eine Flasche auf Reserve haben. Denn nichts ist ärgerlicher, als mit einer halb durchgegrillten Mahlzeit plötzlich vor einem kalten Grill zu stehen.

Achten Sie beim Erwerb jeglicher Flaschen immer auf das TÜV-Prüfsymbol und die Schutzkappe.

Pfandsystem

Bei den Gasflaschen wird zwischen sogenannten Eigentums-, oder Pfandflaschen unterschieden. Diese unterscheiden sich farblich voneinander. Eigentumsflaschen sind in der Regel grau, während die roten Pfandflaschen gut zu erkennen sind.

Die Vertragshändler sind die oben bereits erwähnten Baumärkte, Getränkehändler oder Fachhändler. Sie müssen dabei lediglich beachten, dass der Markt auch die gleiche Flasche führt, die Sie abgeben möchten.

Wenn Sie die Flasche abgeben möchten, ohne eine Neue zu erwerben, bekommen Sie das anfangs entrichtete Pfand erstattet.

Eigentumsflasche

Die Eigentumsflaschen unterscheiden sich dahingehend von den Pfandflaschen, dass sie beim jeweiligen Händler nicht geliehen, sondern vollständig erworben werden. Hierin sind auch alle Kosten für Prüfung und Wartung enthalten. Beim Kauf zahlen Sie eine einmalige Summe und haben dann die vollständigen Eigentumsrechte an der Flasche.

Diese Flasche können Sie, wenn sie leer ist, an allen Verkaufsstellen in Deutschland und teilweise sogar im Ausland gegen eine volle Neue eintauschen. Allerdings können Sie diese Flaschen – sollten Sie sie einmal nicht mehr benötigen – nicht wieder gegen eine Erstattung abgeben.

Wenn Sie die Flasche also nur kurzzeitig benötigen oder für ein größeres Event einmalig eine zusätzliche Flasche bereitstellen wollen, dann sollten Sie hier nicht zur Eigentumsflasche greifen.

Leihflasche

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den roten Flaschen um sogenannte Leih- oder Pfandflaschen. Wenn Sie hierfür die Leihgebühr entrichtet haben, um die Flasche mitzunehmen, geht sie nicht in Ihr Eigentum über.

Die Flasche gehört weiterhin der Firma, die sie herstellt. Der Vorteil an der Leihflasche ist, dass Sie sich keine Sorgen über die Gültigkeit von TÜV oder die Durchführung von Wartungsarbeiten machen müssen.

Darum kümmert sich der Eigentümer. Sie müssen lediglich darauf achten, dass Sie die leeren Flaschen nur bei den Händlern gegen Neue tauschen können, die diese Leihflaschen führen.

Weber Gasgrill

Temperaturzonen

Das Entscheidende beim Grillen ist die Temperatur. Und hier punktet der Gasgrill gegenüber den meisten Kohlegrills. Denn mit Gas lassen sich die Temperaturen exzellent steuern und anpassen.

Ein Gasgrill hat seine Betriebstemperatur in kürzester Zeit erreicht. Die Flamme des Gasgrills liegt bei nahezu allen gängigen Modellen im hinteren Teil der Grillfläche. Dort herrscht die größte direkte Hitze. Nach vorne hin nimmt die Intensität ab, was sich auch auf die Temperatur auswirkt. Zusätzlich verfügen Gasgrills zumeist über zwei oder mehr Brenner.

Diese können Sie unabhängig voneinander Regeln und somit verschiedene Temperaturzonen auf dem Grillrost erzeugen.

Da verschiedenes Grillgut auch verschiedene Temperaturen benötigt, können Sie hier den Grill perfekt an die benötigten Voraussetzungen anpassen.

So können Sie die verschiedenen Speisen auch parallel bei unterschiedlichen Temperaturen zubereiten. Möchten Sie zum Beispiel ein Steak scharf anbraten, so ist hierfür eine Temperatur von 260 bis 290 Grad Celsius optimal.

Währenddessen können Sie problemlos auf der anderen Seite des Rosts, unter einem anderen Brenner, eine Temperatur von 180 bis 230 Grad Celsius herstellen, die wiederum für Geflügel bestens geeignet ist.

Auch das Garen von Speisen wie zum Beispiel Spareribs ist bei konstanter Temperatur unkompliziert. Mit einem Holzkohlegrill ist dies bedeutend schwieriger.

Garmethoden

Beim Zubereiten von Speisen mit Hitze können Sie auf verschiedene Garmethoden zurückgreifen. Das Grillen zählt zu einer der beliebtesten Garmethoden überhaupt.

Dabei wird zwischen dem direkten und indirekten Grillen unterschieden. Beim direkten Grillen legen Sie das Grillgut direkt über die Flamme. In der Regel wird bei 200 bis 300 Grad Celsius direkt gegrillt.

Hier gart das Essen innerhalb kürzester Zeit. Das indirekte Grillen wird in jedem Fall im geschlossenen Grill durchgeführt. Hier liegt das Essen nicht direkt auf der Hitzequelle.

Es werden niedrigere Temperaturen verwendet und das Essen benötigt dementsprechend mehr Zeit in der Zubereitung.

Eine weitere Garmethode ist das sogenannte Gratinieren. Zumeist im Ofen durchgeführt, funktioniert es durchaus auch auf dem Grill. Hierbei wird bereits vorgegartes Essen durch Oberhitze beziehungsweise indirekte Hitze noch einmal mit einer Kruste versehen.

Dafür sollten sich die Speisen allerdings in einem feuerfesten Gefäß befinden, so zum Beispiel einer Auflaufform. Allerdings ist hier darauf zu achten, dass die Speise nach wie vor durch die Temperatur weiter gegart wird, da die Temperatur im Grill nicht nur von oben kommt.

Zündtechnik

Die Entzündung des Gases bei einem Gasgrill erfolgt durch einen sogenannten Piezozünder. Die Funktionsweise dieses Mechanismus ist aus dem Alltag aus vielen Beispielen bekannt.

So wird etwa eine Gasheizung in der Brennkammer auch meist durch einen Piezozünder aktiviert. Auch bei Gaskochfeldern wird dieser Zündmechanismus angewandt.

Zurückzuführen ist dieser auf die Vorzeit und entspricht dem simplen Prinzip von zwei aneinandergeschlagenen Steinen zur Funkenerzeugung. Durch Betätigen des Knopfes oder Schalters wird eine Feder entspannt, die zwei Steine sehr schnell aneinanderschlagen lässt. Dieser Vorgang ist unzählig oft wiederholbar.

Vor dem Zünden müssen Sie die Gaszufuhr überprüfen. Im ersten Schritt sollte also bei der korrekt angeschlossenen Gasflasche die Gaszufuhr geöffnet werden. Dass das Gas auch fließen kann, sollten Sie nun den oder die gewünschten Brenner aktivieren.

Dann kann mithilfe des Zündfunkens das Gas zum Brennen gebracht werden. Die Flamme brennt nun so lange weiter, bis die Gaszufuhr unterbrochen wird. Das passiert entweder, wenn Sie den Brenner ausschalten oder den Gashahn zudrehen. Ein weiterer Grund kann natürlich sein, dass das Gas in Ihrer Flasche aufgebraucht ist.