Veröffentlicht in der Kategorie Grill-Goods am 20 August 2020
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Holzkohlegrill – ein Grill, viele Ausführungen


Holzkohlegrill

Der brennende Krieg um Kohle- Elektro- oder Gasgrills, ist ein hitziger zwischen Puristen und den modernen Grillmeistern. Ein Holzkohlengrill ist vielleicht schwieriger in der Handhabung, aber er hat auf jeden Fall Vorzüge, die kein anderer Grill liefern kann. Um das ganze Streitthema so neutral wie möglich zu betrachten, hier eine Erklärung was man grundsätzlich und hauptsächlich mit einem Grill machen kann. Ein Grill wird für drei Dinge benutzt:

  1. Garen. Garen mit großer Hitze, direkt über der Flamme. Beispielsweise bei Steaks oder Gemüse mit Grillstreifen.
  2. Das Rösten oder Schmoren. Hierbei befindet sich das Grillgut neben der Flamme oder Glut und wird durch die zirkulierende heiße Luft langsam gegart.
  3. Das Räuchern. Dabei wird neben der Kohle noch Holz verwendet. Die Hitze wird so reguliert, dass viel Rauch, aber wenig Flammen entstehen.

Und damit wären wir auch schon bei einem der gewinnbringenden Argumente, warum Kohle Vorteile bietet, die Gas- oder Elektrogrill nicht bieten können. Das Räuchern geht nur mit Kohle und Holz, selbst beim Schmoren wird das gewünscht rauchige Aroma nur erreicht, wenn Kohle im Spiel ist.

Schlussendlich kann das versiegeln von Fleisch oder Fisch nur mit der extrem hohen Temperatur eines Holzkohlengrills gelingen. Dies nur um leidige Frage, ob sich der kleine Mehraufwand eines Holzkohlengrills wirklich lohnt vorwegzunehmen.

Was uns direkt zum nächsten Thema führt. Wie ist ein Holzkohlengrill denn eigentlich aufgebaut?

Aufbau

Der Aufbau des Grills richtet sich in erster Linie nach der Art des Grills. Wir haben im Folgenden die verschiedenen Arten beschrieben und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile aufgeführt.

Egal um welche dieser Ausführungen es sich handelt, um den Grill richtig aufzubauen, muss sich vorerst gefragt werden, was und wie viel gegrillt werden soll. Danach richtet sich, die Menge der benötigten Kohle und die Temperatur.

Für Kurzgegartes, wie Steaks oder Fischfilets, wird weniger Kohle, dafür aber mehr Hitze benötigt. Für einen Braten oder ganzes Gemüse, braucht es mehr Kohle, aber eine niedrigere Temperatur.

Eigentlich sehr simpel und leicht zu merken. Der Holzkohlengrill sollte immer auf einem feuerfesten Fundament stehen. Außerdem empfiehlt es sich immer einen Einer mit Sand griffparat zu haben. Wenn alles sicher und am rechten Platz ist, heißt es: „Ran an die Kohlen!“.

Es gibt mehrere Arten den Grill aufzubauen oder vielmehr die Briketts zu schichten.

Hier eine Aufzählung der einzelnen Varianten:

  1. Ebenmäßig auf der gesamten Fläche verteilt. Dies führt zu einer großen Hitze auf dem ganzen Rost.
  2. Für beispielsweise eine Rotisserie sind die heißen Kohlen nur auf einer Seite auf dem Grillrost.
  3. Wenn die Kohle ringförmig, nur am äußeren Rand aufgeschichtet ist, kann langsam in der Mitte gegart werden oder schnell am Rand. Das gleiche Prinzip funktioniert, wenn die Kohle sich an beiden Seiten befindet und die Mitte frei ist.
  4. Wer Fleisch oder Gemüse scharf anbraten möchte kann die Kohlen nur in der Mitte stapeln und den äußeren Rand zum Nachgaren nutzen.
  5. Eine eher weniger verbreitete Methode ist es, auf einem Drittel die Kohlen dicht und hoch zu Schichten, im zweiten Drittel mit mehr Abstand zwischen den Briketts und tiefer und das letzte Drittel frei zu lassen. So können mehrere Dinge, mit unterschiedlicher Garzeit gleichzeitig gegrillt werden.

Sobald nun entschieden ist, was, wie viel und mit welcher Technik gegrillt werden soll, geht es um ein weiteres, heiß umstrittenes Thema- wie feuern wir den Grill an?

Grundsätzlich bleibt zu sagen, dass es keine richtige oder falsche Methode gibt. Das was dem Einzelnen als am einfachsten, effizientesten und unkompliziertesten behagt, ist auch der richtige Weg.

Papier und Reisig

Die Puristen schwören drauf, weil kein ungewollter Fremdgeschmack entsteht. Das verlangt aber Geduld und ein Mindestmaß an Geschick.

Anzündkamin

Es handelt sich um ein hohes, langes Metallgehäuse. Die Kohlen werden dicht aneinander geschichtet schnell erhitzt und erst dann in den Grill gefüllt.

Lesen Sie auch: Anzündkamin richtig verwenden

Brennmaterialien

Auf dem Markt gibt es Gel-, Flüssig- und feste Grillanzünder. Sie lassen sich leicht handhaben und führen schnell zum Ziel. Dies sind die drei herkömmlichsten Wege die Kohle zum Glühen zu bringen. Hilfsmittel wie ein kleiner Bunsenbrenner, Kerzenfeuerzeug und feuerfeste Handschuhe helfen dabei, das Grillen noch einfacher und sichere zu machen.

Säulengrill

Bauart

Bei der Bauweise eines Holzkohlengrills geht es in erster Linie darum, die Hitze so zu nutzen, dass sowohl langsam als auch schnell gegart werden kann. Es kann sich um ein festes Bauwerk, wie ein Grill aus Ziegelsteinen handeln oder auch ein mobiles Gerät, welches sich auf Rädern befindet.

Die Holzkohlengrills aus den ganz frühen Jahren, waren in Bodensenken eingelassen. Ein tiefes Loch im Boden wurde mit Kohle befüllt und dann mitsamt den Speisen wieder mit Erde oder Sand bedeckt.

In Wüstenregionen und Lateinamerika wird mancherorts noch heute so gegrillt. Auch der Schwenk und Kamingrill sind Reliquien mit einer langen Tradition.

Allerdings hat der Grill wie wir ihn heute auf Balkonen oder in Gärten benutzen nicht mehr viel mit seinen Vorfahren zu tun. Bis zu den heutigen Hightech-Grills war es ein langer Weg.

Funktionsweise

Was allen Holzkohlengrills gemein ist, ist das Prinzip, bei dem die Hitze von unten erzeugt wird. Die Kohle selber kann aus Briketts oder natürlicher Holzkohle besten. Letztere glüht schneller, ist aber auch schneller verglüht.

Egal ob es nun ein quadratisches Design oder ein rundes, mit oder ohne Deckel, sie alle haben ein Rost, auf dem das Grillgut gegart wird. Der wohl bekannteste und am weitesten verbreitetste ist der Kugelgrill. Mit ihm wurde das Grillen im hauseigenen Garten zu einem der beliebtesten Hobbys.

Dreibeingrill

Koffergrill

Er verdankt seinem Namen natürlich dem tragbaren Koffer. Die Modelle sind ideal auf Reisen oder für den spontanen Einsatz. Das launische Wetter in unseren Gefilden, macht es eher schwer die schönen Tage am Wasser oder auf der Wiese zu planen.

Die meisten portablen Grills lassen jedoch einiges an Qualität zu wünschen und sind in ihrer Funktionsweise sehr limitiert.

Der Koffergrill hingegen ist leicht, kompakt und kommt oft mit nützlichen Features wie einer Ablagefläche, einem Griff und einem vielseitig einsetzbaren Grillrost. Heutzutage ist er sogar im coolen Retrolook erhältlich und kann weniger wiegen als ein Laptop.

Säulengrill

Der Grill auf der hohlen Säule hat einen enormen Vorteil gegenüber seinem populären Kollegen, dem Kugelgrill. Die hohle Säulenkonstruktion, ermöglicht den ungehinderten Luftstrom und hilft, die Kohlen noch schneller zu erhitzen.

Dadurch wird eine konstante Zirkulation der heißen Luft und gewährleistet. Außerdem kommen viele von ihnen mit hilfreichem Zubehör wie einem Einsatz für Grillbesteck oder einer Ablagefläche für die fertigen Speisen. Er ist in verschiedenen Größen zu haben und der Aufbau ist in der Regel unkompliziert.

Kugelgrill

Er ist seit den späten 40er Jahren auf dem Markt. Heute gibt es ihn in allen Varianten, die sich enthusiastische Grillfreunde nur vorstellen können. Mit ihm wurden die leidigen Aschestürme ein Thema der Vergangenheit.

Sein Design ermöglicht es, auch bei schlechten Wetterbedingungen seiner Leidenschaft nachzukommen. Er besteht immer aus zwei Halbkugeln, wobei die obere der schützende Deckel ist, einen Grillrost und dem unteren Rost.

Kugelgrill

Letzteres verhindert, dass die Kohle direkt auf dem Kugelboden liegt. Außerdem haben die meisten eine Ventilationsöffnung, welche geöffnet und geschlossen werden können.

Die runde Form sorgt für eine ideale Verteilung der Hitze. Die meisten Modelle sind einfach zu transportieren und zu verstauen. Ein Thermometer und die Tischfunktion gehören bei vielen mittlerweile zum Standard.

Dreibeingrill

Wie der Name bereits suggeriert, hat dieser Grill drei Beine an denen der Grillrost befestigt wird. Die Konstruktion ist simpel. Die drei Beine werden, ähnlich wie bei einem Indianerzelt, so positioniert, dass sie am oberen Ende zusammenlaufen.

Das Grillrost ist rund und wird mit einer Stahl- oder Eisenkette so befestigt, dass es sich über der Kohle befindet. Es lässt sich drehen und ist höhenverstellbar.

Dieser Grill ist ideal, um über einem Lagerfeuer genutzt zu werden. Die Größe kann von einem Durchmesser von 50 cm bis hin zu mehreren Metern reichen. Wir kennen die XXL-Modelle von Kirmesständen und Volksfesten.

Der heißeste Punkt ist in der Mitte, zum Rand wird es kühler. So kann sowohl mit direkter Hitze, also auch mit indirekter gearbeitet werden. Das rotierende Grillgut wird somit gleichmäßig gegart.

Schwenkgrill

Er ist der kleine Bruder des Dreibeingrills. Auch dieser Grill hat ein rundes Rost, welches höhenverstellbar, beweglich ist und sich über großen Feuern platzieren lässt. Allerdings ist der Rost nur an einem Bein/Arm befestigt.

Das macht ihn weniger robust und belastbar und limitiert somit auch die Größe. Für ihn spricht, seine Leichtigkeit und schnelle Einsetzbarkeit.

Grillkamin

Dieser Grill ist etwas für wahre Liebhaber und BBQ-Fans mit ausreichend Platz. Das Material besteht entweder aus Metall oder Stein. Er erinnert ein wenig an einen italienischen Pizzaofen. Allerdings hat er kein kugelförmiges Dach, sondern erinnert eher an einen alten Kohleofen, der zum Beheizten von Räumen benutzt wurde.

Sein imposantes Aussehen, ist es aber auch, was ihn so beliebt macht. Der Schornstein sorgt obendrein für Grillspaß ohne lästigen Rauch. Der Kostenfaktor ist jedoch im Vergleich zu allen andere Modellen nicht zu unterschätzen.

Selbst die einfachen Modelle sind eher kostspielig und die Investition lohnt sich nur dann, wenn er regelmäßig in Gebrauch ist und die Anschaffung eine langfristige ist. Dafür kann er so viel wie kein anderer. Neben dem Grillen, Schmoren und Räuchern, kann man auch Backen und selbst Eintöpfe bekommen in ihm ein unvergleichbar leckeres, rauchiges Holzkohlen-Aroma.