Pizzastein - so wird eine leckere Pizza auf dem Grill gezaubert - Grillen.io
Veröffentlicht in der Kategorie Grill-Goods am 28 Dezember 2025
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Pizzastein – so wird eine leckere Pizza auf dem Grill gezaubert


Pizzastein

Eine leckere Pizza mit frischen Zutaten: Fruchtige Tomatensoße, frische Kräuter, leckerer Käse und dazu vielleicht noch Champignons, Salami oder Schinken. Das alles serviert auf einem knusprigen Boden wie direkt aus dem Steinofen vom Italiener.

Dafür muss man aber weder sofort nach Rom reisen, noch die Lieblings-Pizzeria um die Ecke besuchen. Auch die Anschaffung eines Steinofens, der sehr groß und vor allem kostspielig ist, ist nicht notwendig. Mit der Hilfe eines Pizzasteins kann man von zu Hause aus und nach eigenen Wünschen eine köstliche Pizza wie aus dem Steinofen zaubern.

Doch wie funktioniert das Ganze? Welcher Stein ist der Richtige? Gibt es Unterschiede? Diese und einige weitere Fragen werden im Folgenden geklärt.

Pizzastein: die unkomplizierte Umsetzung

  1. Den Backofen vorheizen und den kalten Pizzastein auf die mittlere Schiene legen.
  2. Den Pizzateig nach eigenem Rezept zubereiten und nach Wunsch belegen.
  3. Schließlich die Pizza auf den Pizzastein geben, der sich im vorgeheizten Backofen befindet.

Ideal ist eine Temperatur von mindestens 250 °C für die Zubereitung, generell gilt aber: je höher die Temperatur, desto kürzer die Backzeit. Durchschnittlich gelingt eine gute Pizza in etwa vier bis fünf Minuten.

Mit einer Holzschaufel lässt sich die Pizza gut in den Ofen hineinlegen und wieder herausholen.
Ist man ungeübt mit der Handhabung des Pizzasteins und der Holzschaufel, empfiehlt es sich, Backpapier unter die Pizza zu legen.

Sobald die Pizza aber im Ofen auf dem Stein liegt, muss das Papier entfernt werden, da es die Wärmespeicherung des Steins stört.

Materialien

Pizzasteine bestehen in der Regel aus verschiedenen Arten von Natursteinen. Dazu zählen:

  • Keramik
  • Cordierit
  • Schammot
  • Speckstein

Jeder dieser Steine hat natürlich andere Eigenschaften, eigene Vorteile, aber auch Nachteile. Diese werden nachfolgend erklärt.

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Keramik

Die modernste Form der Pizzasteine besteht aus Keramik. Diese Steine sind sehr leicht und werden auch verhältnismäßig schnell warm. Das bedeutet, die Pizza ist schneller fertig und man muss nicht so lange auf sein Essen warten.

Ein Nachteil jedoch besteht darin, dass Keramik Wärme nicht lange speichern kann und sie daher schnell auch wieder abkühlen.

Pizzastein aus glasiertem Cordierit

Cordierit

Pizzasteine aus Cordierit bestehen aus feuerfester Keramik. Da sie sich bei Wärme nicht so schnell ausdehnen, reißen sie nur selten. Es gibt sie sowohl in glasierter als auch in nicht-glasierter Form.

Sie sind so temperaturbeständig, dass sie sogar auf den Grill direkt in die Glut gelegt werden können. Außerdem sind sie schnell und einfach zu reinigen.

Schamott

Pizzasteine aus dem Material Schamott, also feuerfestem Quarzsand, speichern viel Wärme und geben diese sehr langsam und gleichmäßig wieder ab. Es besteht aus doppelt gebranntem Ton und ist für die menschliche Gesundheit unbedenklich.

Das ist von großem Vorteil, wenn der Stein mit dem Gebrauch nach und nach Ablösungen zeigt. Durch das natürliche Material ist die Gesundheit nicht gefährdet. Da der Stein große Poren hat, kann Feuchtigkeit im Teig gut verdunsten – deshalb wird die Pizza hinterher schön knusprig.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Pizzasteine aus Schamott für jeden Backofen geeignet sind.

Speckstein

Pizzasteine, die aus Speckstein bestehen, bestehen entweder aus Mineral oder Gestein. Hier wird je nach Materialzusammensetzung unterschieden.

Sie sind feuerfest und je dicker das Material ist, desto langsamer wärmt er sich auf, speichert dafür aber auch umso länger die Hitze.

Besonderheiten beim Aufheizen

Nutzung im Ofen

Nutzt man einen Pizzastein in einem Ofen, so dauert das optimale Aufheizen des Steines etwa 15 bis 30 Minuten.

  • Dazu muss die Ofentür geschlossen sein, die Luftzufuhr aber gewährleistet sein.
  • Ab einer Temperatur von etwa 280°C ist der Pizzastein gut aufgeheizt.
  • Ein Hilfsmittel beim Finden der besten Temperatur ist ein Infrarotthermometer. Wer das nicht besitzt, muss ein wenig experimentieren. Idealerweise kann dabei nichts schief gehen.

Nutzung auf dem Gasgrill

Grillenthusiasten freuen sich bei aller Liebe für gegrilltes Fleisch, Gemüse oder Fisch auch immer über die willkommene Abwechslung einer frischen Pizza vom Grill.

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Im Handel gibt es mittlerweile einige für den Grill geeignete Pizzasteine.

Die Handhabung ist hierbei ähnlich wie bei der Anwendung im Backofen. Ein Vorteil ist, dass der Stein sich auf dem Grill höher aufheizen kann als im Ofen.

Stärke und Formen der Pizzasteine

  • Stärke

Pizzasteine werden in verschiedenen Stärken angeboten. Ein solcher Stein sollte wenigstens 1,5 cm dick sein. Dünnere Steine brauchen zwar nicht so lange, um warm zu werden, speichern die Wärme aber nicht so gut.

  • Verschiedene Formen

Pizzasteine gibt es in verschiedenen Formen. Die Form ist weitgehend egal, da die Pizza auf jedem Stein gelingen kann. In Backöfen könnten jedoch rechteckige Formen von Vorteil sein, auf dem Grill könnten runde Pizzasteine besser passen.

Reinigung

Generell lassen sich Pizzasteine einfach und unkompliziert reinigen.

  • Um angebackene Teigreste zu entfernen, verwendet man in der Regel eine Rasierklinge. Hiermit lassen sich Rückstände schnell entfernen.
  • Von einer Benutzung mit Reinigungsmitteln ist abzusehen. Die Inhaltsstoffe können in die Poren des Steines eindringen und bei der nächsten Verwendung in die Pizza übergehen.
  • Flecken, die sich mit der Zeit auf dem Pizzastein bilden, sind unbedenklich.

Keime und Bakterien, die sich eventuell bilden könnten, werden durch die Hitze im Ofen oder auf dem Grill abgetötet.