Der Säulengrill - Grillen.io
Veröffentlicht in der Kategorie Grill-Goods am 13 Dezember 2021
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Der Säulengrill


Säulengrill

Es gibt viele Möglichkeiten zu Grillen und ebenso viele Grillgeräte und Typen. Der Säulengrill ist hierzulande ein sehr beliebter Grilltyp, der handfeste Vorteile bietet.

Befeuerung

Zunächst ist es wichtig, dass das Gerät auf festem Untergrund steht. Da die Grillfläche höher liegt als bei üblichen Geräten und die Säule hohl ist, ist ein Umkippen dessen, auf ungeradem Untergrund, nicht auszuschließen.

Sicherheit

Man darf auf keinen Fall in geschlossenen Räumen grillen, da man sich sowohl eine Rauchvergiftung zuziehen kann als auch etwas Feuer fangen könnte. Ebenso sollte man vor dem ersten Gebrauch des Gerätes, ungefähr eine halbe Stunde aufheizen und den Brennstoff genauso lange glühen lassen.

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Zum Anzünden sollte man immer am Anfang etwas Holzkohle oder Briketts in die Kohleschüssel füllen. Da man zum Anheizen generell immer Sauerstoff benötigt, sollte man als nächsten Schritt den Hebel der Lüftung, am unteren Ende der Säule, öffnen, sodass Luft einströmen kann.

Als nächstes zündet man einen beliebigen Anzünder an und legt diesen auf die Holzkohleschicht oder auf die Briketts. Man sollte den Anzünder zwei bis fünf Minuten brennen lassen, bis sich Glut gebildet hat.

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Danach kann man die Kohleschüssel mit dem restlichen Brennmaterial auffüllen und brennen lassen. Das Grillgut sollte erst aufgelegt werden, wenn sich eine Ascheschicht aus der Holzkohle oder den Briketts gebildet hat, sodass man die Kohle oder Briketts gleichmäßig verteilen kann.

Als nächsten Schritt setzt man den Grillrost in die angefertigten Öffnungen ein und kann mit dem Grillen beginnen.

Temperatur hinunterdrosseln oder erhöhen

Sollte keine zu hohe Temperatur gewünscht sein, kann man diese regeln und hinunterdrosseln. Dafür schließt man einfach die angebrachten Luftklappen an der Säule und reduziert damit den Luftstrom und senkt die Temperatur. Ein positiver Nebeneffekt: die Temperatur bleibt lange Zeit konstant.

Sollte man eine Temperaturerhöhung bewirken wollen, so öffnet man einfach wieder den Hebel an der Säule.

Thürosgrill Säulengrill

Bauweise

Je nach Spezifikation und Preisklasse gibt es verschiedenes Zubehör, welches man für diese Art des Grills benötigt. Einen Windschutz gibt es je nach Produktart für bis zu 180 Grad oder 270 Grad.

Ebenso benötigt man einen Grillrost, welcher das Warmhalten garantiert, meistens ist dieser im Lieferumfang bereits enthalten.

Ein Grillbesteck je nach Bedarf kann man sich ebenso zulegen. Bei manchen Modellen ist eine Abdeckhaube für indirektes Garen, und auch als Schutz während man das Gerät nicht braucht, dabei. Einige Modelle besitzen auch ein Grillthermometer, um den Überblick beim Braten des Guts nicht zu verlieren.

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Varianten und Ausstattung

Es gibt verschiedene Arten von Säulengrillen: runde, eckige und trichterförmige. Die Unterschiede bestehen in der Form und es haben jeder für sich seine Vor- und Nachteile.

Wobei nur die runden und eckigen, Säulengrill genannt werden, der trichterförmige ist eckig und wird nach oben immer breiter. Jeder Trichtergrill ist ein Säulengrill aber ein Säulengrill ist nicht immer ein Trichtergrill.

Beim Säulengrill ist der obere Bereich immer rund und die Säule kann entweder rund oder auch eckig sein. Die Säule ist innen hohl. Für einen stabilen Stand hat der Säulengrill entweder drei Standbeine oder auch Rollen- manche haben beides.

Die runden Säulengrills haben eine Rostgröße von 35 bis 70 Zentimetern und eine Länge und Breite zwischen 35 und 65 Zentimetern und sind ebenso höhenverstellbar. Es gibt zusätzlich auch die Möglichkeit einen zweiten Rost, für das Warmhalten von Speisen, anzubringen.

Fast jeder Säulengrill hat einen Aschebehälter, welcher am unteren Ende der Säule befestigt ist. Mit Entfernen dieses Aschebehälters ist die Asche im Nu entsorgt. Der eckige Säulengrill unterscheidet sich nur in seiner Form vom Runden. Auch dieses Modell hat den Kaminzugeffekt und kann für indirektes Grillen verwendet werden.

Qualität und Materialauswahl

Hat man jedoch keinen Garten und will mobil sein, sollte man ein Auge auf das Gewicht haben.
Für das Äußere des Säulengrills haben die meisten Hersteller Edelstahl oder auch verchromtes Stahl verwendet.

Vom Material hängt auch teilweise die Lebensdauer der Geräte ab. Hochwertiger Edelstahl kostet dementsprechend mehr und kann auch höheren Temperaturen ausgesetzt werden.

Einfache Modelle haben keine allzu stabile Bauweise und die Wände dieser Modelle sind auch deutlich dünner verarbeitet als kostspielige Varianten.

Bei diesen muss man mit bis zu 100 Euro Kaufpreis einplanen. Ebenso gibt es noch hochwertigere Modelle, die sogar einen belüfteten Deckel aufweisen, welche bis zu mehreren Tausend Euro kosten können, aber bei diesen Ausführungen gibt es auch einen enormen Unterschied in der Nutzungsdauer und Qualität.

Funktion

Die Funktion der Geräte gut zu grillen und beruht auf dem Kaminzugeffekt. Die Säule, wie der Name schon sagt, dient dazu die Temperatur zu regeln und wird ebenso als Anfeuerungshilfe genutzt.

Durch das schnelle Anzünden, durch Benutzung der Luftschieber, ist das Gerät in wenigen Minuten einsatzbereit.

Durch den Kaminzugeffekt wird das Anfeuern mit dazugehörigen Utensilien überflüssig. Die Säule ist mit einem Lüftungsschieber ausgestattet. Durch den unteren Bereich der Säule kommt Luft in das Innere und steigt auf. Dadurch kann die Luftzufuhr geregelt werden.

Dies regelt ebenso, dass die Holzkohle gleichmäßig brennt und sehr schnell erhitzt werden kann. Durch diesen Effekt erreicht man sehr schnell die gewünschten hohen Temperaturen.

Durch die Säule wird Luft angesaugt. Diese Luft versorgt die Glut mit Sauerstoff und sorgt dafür, dass die Kohlen schneller eine hohe Temperatur erreichen.

Damit die angesaugte Luft alle Kohlen erreicht, sind die Glutwannen in der Regel trichterförmig oder rund gebaut.

Grillen

Hier hat man die Wahl zwischen zwei Variationen: indirektes und direktes. Beim direkten liegt das Gargut direkt über den Kohlen und es wir auch keine Abdeckung benötigt, beim indirekten liegt es ein Stück höher und man sollte hierbei die Abdeckung benutzen, um ein Garen des Fleisches hervorzurufen.

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Ebenso wird bei dieser Methode die dazugehörige Haube benötigt, welche das Fleisch schonend gart. Hat man seine Wahl getroffen kann man verschiedenes Grillgut verwenden: Fleisch, Fisch, Gemüse- manche mögen auch Früchte.

Es sollten Aluschalen oder Alufolie verwendet werden, damit das Abtropfen des Fettes in die Glut verhindert wird.

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Ebenso sollte man zum Wenden des Grillguts passendes Grillbesteck verwenden- mit der Grillzange kann man prüfen ob das Fleisch gar ist: Fühlt sich das Fleisch weich an, ist es noch roh. Wenn es leicht nachgibt, dann ist es medium gebraten und wenn es sich fest anfühlt, dann ist es durchgegart.

Schweinefleisch und Geflügel sollte immer ganz durchgegart werden. Ebenso sollte man es nicht davor sondern danach salzen, damit es dem Fleisch nicht das Wasser entzieht und trocken wird.

Durch den Kamineffekt ist das Grillgut fast so schnell fertig wie beim Elektrogrill. Ebenso erwähnenswert ist, dass durch den Kamin und der Grillfläche viel Sauerstoff zugeführt wird- somit spart man sich sowohl Zeit als auch das unnötige Verbrauchen von Brennmaterial.

Ist man fertig, sollte man nicht auf die Reinigung des Gerätes vergessen. Das hochwertige Material Edelstahl lässt sich leicht reinigen und auch der verschmutzte Grillrost kann mit einer dafür vorgesehenen Grillbürste gereinigt werden.

Für welchen dieser verschiedenen Ausführungen man sich entscheidet hängt also sowohl vom Preissegment ab als auch von der zusätzlichen Ausstattung die man benötigt oder nicht. Wofür man sich auch entscheidet, es spricht vieles dafür und der Säulengrill wird einen nicht enttäuschen.