Belgische Pommes – dieser Fastfood-Klassiker kommt ohne Fleisch aus - Grillen.io
Veröffentlicht in der Kategorie Grillmagazin am 17 Januar 2023
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Belgische Pommes – dieser Fastfood-Klassiker kommt ohne Fleisch aus


Belgische Pommes

Wer hätte das gedacht – Pommes Frites stammen nicht aus dem Fast Food-Himmel Amerika, sondern kommen ursprünglich aus Belgien. Dort sind sie ein Nationalgericht und werden nicht nur in Frittenbuden als Fast Food verkauft, sondern kommen auch als edle Beilage zu Fleischgerichten auf den Tellern.

Besonders herrlich schmeckt dieser Klassiker aber, wenn man ihn nicht als Beilage verspeist, sondern als Solo-Erlebnis genießt.

Belgische Pommes Frites: die Grundregeln

Der gebürtige Belgier und Bierbrauer Raf Toté weist darauf hin, dass belgische Pommes Frites am besten mit selbstgemachter Mayonnaise schmecken und dazu ein eiskaltes belgisches Bier. Wie man diese Zauberstäbchen zubereitet und welche Dinge es dabei zu beachten gibt, erklärt er weiter unten.

Wahl der Kartoffeln

Damit die Kartoffelstäbchen genauso schmecken wie traditionelle Pommes Frites aus Belgien, ist die Wahl der Kartoffeln besonders wichtig. In Belgien werden „Bintjes“ verwendet, hier in Österreich greift man am bestens zu mehligen Kartoffeln. Um nicht zu kleine Pommes zu bekommen empfiehlt Raf Toté große Ofenkartoffeln. Er verarbeitet am liebsten den Speise-Erdäpfel „Melody“ zu belgischen Pommes Frites.

Schälen und schneiden

Man kann die Kartoffeln sowohl geschält als auch ungeschält zu Pommes verarbeiten, aber richtige belgische Pommes sind geschält und haben zudem auch noch eine exakte Breite von 13 Millimetern. Jeder belgische Haushalt verfügt deshalb über einen Pommesschneider, der zaubert die großen Ofenkartoffeln im Nu zu perfekten Stäbchen und garantiert somit nicht nur einen Gaumen-, sondern auch einen Augenschmaus.

Kartoffeln in Stäbchen schneiden

Einweichen

Die Erdäpfel sollten zuvor entweder leicht abgespült oder eingeweicht werden. Hat man belgische Kartoffeln zu Verfügung, ist das kurze Abspülen ausreichend. Bei anderen Sorten kommt es auf den Festigkeitsgrad der Kartoffel und den Stärkegehalt an. Raf Toté meint aus Erfahrung, dass man mit den „Melody-Kartoffeln“ das beste Ergebnis bekommt.

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Abtrocknen

Wenn die Kartoffeln lange genug eingeweicht wurden, ist es danach besonders wichtig, diese gut abzutrocknen, denn sie kommen danach schließlich in die Fritteuse. Somit kann man ein allzu lautes Fritteusen-Konzert verhindern und vor allem Verbrennungen, denn mit heißen Ölspritzern ist nicht zu spaßen.

Auf Temperatur und Zeit achten

Wer belgische Pommes Frites haben möchte, muss sich unbedingt um die perfekte Temperatur Gedanken machen. Mit der Fritteuse geht das relativ einfach, verwendet man aber alternativ einen Topf mit Öl muss man dabei unbedingt ein Thermometer bereit halten. Wichtig ist es auch, die Kartoffelstäbchen nicht zu lange im Öl zu frittieren.

Zweimal frittieren und abkühlen lassen

Damit die Kartoffel-Stifte den richtigen belgischen Touch bekommen, das heißt, außen schön kross und innen mürbe, werden die Pommes zweimal frittiert. Dabei muss man darauf achten, dass sie dazwischen genügend Zeit zum Abkühlen haben. Das Einweichen oder Abspülen zuvor hilft auch dabei, dass die Pommes nicht zusammenkleben.

Kartoffeln frittieren

Weniger ist mehr

Beim Frittieren ist weniger mehr, denn wer zu große Portionen auf einmal in die Fritteuse gibt riskiert ebenso ein verkleben der Kartoffelstäbchen und wer freut sich schon über einen klebrigen Pommes-Berg? Achtsam und mit genügend Geduld kommt man hier zu erfolgreichen Pommes Frites.

Kleines Geheimnis von Raf Toté

Nachdem die Pommes Frites das zweite Mal aus der Fritteuse kommen, auf einem Küchenpapier gut abtropfen lassen und noch heiß salzen – das verleiht ihnen dann den perfekten salzigen Knuspermoment.

Rezept für eine Portion belgische Pommes Frites

Und nun ran an die Fritteuse mit folgendem Rezept und Anweisungen.

Zutaten

  • 500 Gramm mehlige Kartoffeln
  • ausreichend pflanzliches Öl
  • Salz

Hilfsmittel

  • Fritteuse (alternativ Topf + Thermometer)
  • belgischer Kartoffelschneider
  • Küchenrolle

Zubereitung

  • Kartoffel schälen und mit belgischen Kartoffelschneider in Stäbchenform drücken. Falls kein Kartoffelschneider zur Hand ist, kann man die Kartoffeln auch mit dem Messer schneiden, indem man sie zuerst in Scheiben schneidet und dann in Stifte.
  • Pommes für 15 Minuten in Wasser einweichen lassen und danach kurz abspülen.
  • Kartoffelstäbchen gut abtropfen lassen und danach mit Küchenpapier abtupfen.
  • Öl in die Fritteuse geben und auf 150° Grad aufheizen lassen. Alternativ dazu in einen Topf Öl geben und mit dem Thermometer Temperatur kontrollieren.
  • In kleinen Portionen Pommes für 5-6 Minuten in die Fritteuse bzw. den Topf geben. Die Stifte sollten sich dabei noch nicht färben, sondern nur schön mürbe werden.
  • Auf einem Küchentuch abtropfen lassen und für 10 Minuten auskühlen lassen.
  • Fritteuse bzw. Öl im Topf auf 180° Grad aufheizen und Pommes Frites ein zweites Mal frittieren. Dieses Mal für etwas 3-4 Minuten. Die Pommes sind fertig wenn sie oben im Öl aufschwimmen und schön braun sind.
  • Pommes aus der Fritteuse bzw. dem Topf holen und gut auf einem Küchenpapier abtropfen lassen, dabei sofort salzen.
  • Traditonelle belgische Pommmes Frites werden am Besten mit selbstgemachter Mayonnaise serviert.

Guten Appetit!

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Belgische Pommes
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