So pflegt man hochwertige Messer richtig - Grillen.io
Veröffentlicht in der Kategorie Grillmagazin am 20 Dezember 2022
Letzte Aktualisierung erfolgte am | 👁 8 views

So pflegt man hochwertige Messer richtig


Auswahl an Messern

Mit einer fachgerechten Messerpflege fängt eigentlich alles an. Liebhaber hochwertiger Messer wissen, dass bei guter Pflege ein Messer über Jahre halten kann. Bei der Pflege hochwertiger Messer gilt es einiges zu beachten. Pflegt man seine Messer richtig, sind sie über viele Jahre hinweg ein unentbehrlicher Begleiter in der Küche, am Grill oder unterwegs. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Pflege, Lagerung und Aufbereitung von hochwertigen Messern.

Aufbewahrung

Am besten zur Lagerung geeignet sind Messerblöcke. Hier hat jedes Messer seinen eigenen Platz und kommt nicht mit anderem Besteck in Berührung. Wichtig dabei ist, dass die Schlitze im Messerblock groß genug sind, damit das Messer genügend Platz findet und waagrecht stehen kann. Eine andere Möglichkeit stellt eine sogenannte Magnetleiste dar. Dabei haften die Messer einfach an der Schiene und haben so ausreichend Platz.

Ein weiterer Vorteil der Magnetschiene ist, dass man die Messer so anbringen kann, ohne diese gegenseitig in Berührung zu bringen. Durch den Kontakt mit anderen Messern, Gabeln etc. kommt es schnell zu Kratzspuren und stumpfen Klingen.

Schärfen

Bei der Schärfe eines Messers kommt es auf die Häufigkeit der Nutzung an. Ein Sternekoch wird seine Messer mit Sicherheit öfter schärfen, als eine Privatperson.

Wichtig dabei ist es, nur die Schneide zu schärfen. Dafür wird ein Schleifstein, Wetzstahl oder Messerschärfer benutzt.
Ein Wetzstahl dient dem Erhalt der Schärfe. Eine stumpfe Klinge wieder zum Leben erwecken wird Ihnen damit leider nicht gelingen. Bei Schleifsteinen ist es da schon etwas umfangreicher. Hier gibt es verschiedenen Stärken von Steinen. So kann mit einer groben Körnung die Klinge von Rissen befreit und mit einer feinen Körnung die Schärfe wiederhergestellt werden.

Zuletzt gibt es noch den Messerschärfer, welcher für Einsteiger gut geeignet ist, da eine feste Schleifleiste vorgegeben ist und auch der Schleifwinkel fix ist.

Auf den richtigen Winkel achten

Nutzen Sie keinen Messerschärfer, wird ein Winkel von 15 bis 30 Grad empfohlen, mit dem das Messer über den Schleifstein oder das Wetzstahl gezogen werden soll. Zudem ist wichtig nur das Messer zu bewegen, nicht den Stein oder den Wetzstahl selbst.

Das Schärfen eines Messers kommt dem Laien sehr umfangreich und fast wie eine Wissenschaft für sich vor, aber auch hier macht ein wenig Übung den Meister. Was beim ersten selbst geschliffenen Messer noch schwierig erscheinen kann, geht nachfolgend schon besser von der Hand.

Ein scharfes Messer

Aber mit einem scharfen Messer ist das Verletzungsrisiko wesentlich geringer als bei einem Stumpfen. Denn ein stumpfes Messer rutscht viel schneller ab, als ein Scharfes.

Pflege

Ein hochwertiges Messer sollten Sie immer per Hand abspülen. In der Spülmaschine werden Ihre Messer auf Dauer stumpf, auch wenn Sie das nach dem ersten Spülgang noch nicht bemerken. Es ist ein schleichender Prozess. Grund dafür sind oftmals sehr aggressive Salze, welche für den Spülgang benutz werden. Diese schädigen das Metall und es kann sich Rost ansetzen.

Am Besten ist es, wenn Sie Ihre Messer sofort nach Gebrauch mit etwas Spülmittel und warmen Wasser abspülen und im Anschluss gleich abtrocknen, da Lufttrocknen Kalkflecken verursachen kann. Durch das sofortige Abspülen vermeiden Sie auch, dass zuvor geschnittene säurehaltige Lebensmittel die Klingen angreifen.

Ölen

Zu guter Letzt die Pflege mit Öl. Sowohl der Griff, als auch bestimmte Klingen verlangen ab und an nach etwas Öl. Griffe aus Holz sollten zum Erhalt Ihrer Qualität mit etwas Oliven- oder Rapsöl eingerieben werden. Durch ständiges Benutzen und Abwaschen kann das Holz abstumpfen oder sogar aufquellen. Durch regelmäßiges Einölen wirken Sie dem entgegen.

Anders als für die Griffe, wird für Klingen kein Oliven- oder Rapsöl verwendet. Dafür sind Öle geeignet, welche säurefrei sind und keine Harzrückstände hinterlassen. Hierzu gibt es auch spezielle Klingenöle, welche nach dem Abtrocknen mit einem Tuch auf das Metall aufgetragen werden.