Veröffentlicht in der Kategorie Grillmagazin am 25 Juni 2020
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Pfeffer – ein besonderes Gewürz und Basis für das Grillen


Pfefferkörner

Sommer, Sonne, Garten- die perfekten Voraussetzungen für einen schönen Grillabend, bei dem natürlich ein gutes Stück Fleisch nicht fehlen darf. Doch bevor das leckere Fleischstück auf den Grill kommt, stellt man sich die Frage, wie und wann überhaupt das Steak gewürzt werden sollte? Pfeffer darf dabei nicht fehlen.

Der Pfeffer: was steckt in diesem besonderen Gewürz?

Das Piperin des Pfeffers ist die Ursache für die Schärfe des Gewürzes. Der Anteil des Piperins beträgt je nach Pfeffersorte bis zu acht Prozent.

Je nach Sorte gibt es verschiedene Zusammensetzungen des Piperins, die dann in unterschiedlicher Dosierung im Pfeffer vorkommen.

Es hat gesundheitsfördernde Wirkung, da es Speichelproduktion und Verdauung anregt. Ein weiterer Inhaltsstoff des Gewürzes ist das ätherische Öl. Dieses im Pfeffer enthaltene Öl ist der Geschmacksträger und verleiht damit dem Steak später das Aroma und die notwendige Würze.

Welche Pfeffersorten eignen sich am besten?

Das Pfeffer nicht gleich Pfeffer ist, wird ersichtlich, wenn man betrachtet, wie viele Pfeffersorten auf der Welt existieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen daher vier der zum Grillen geeignetsten Pfeffersorten vor, die vor allem zum Rindfleisch gut harmonisieren.

„Schwarzer Kampot Pfeffer“

Unter den Experten des Grillens wird diese Pfeffersorte auch als der Kaviar unter den Pfeffersorten bezeichnet. Dies lässt schon vermuten, dass er zu den hochwertigen, jedoch geschmacklich eher milderen Pfeffersorten gehört.

Seinen Namen hat der Pfeffer von der Stadt Kampot in Kambodscha, aus der er ursprünglich stammt.

„Malabar Pfeffer“

Dieser Pfeffer gehört zu den hochwertigsten Pfeffern unter den Pfeffersorten. Vom Aussehen ist er leicht grünlich und deutlich schärfer als der schwarze Pfeffer.

Jedoch ist die Schärfe keineswegs unangenehm brennend, sondern verleiht dem Steak einen rauchig, leicht hölzernen Geschmack. Dieses Gewürz, auch als Tigerpfeffer bekannt, eignet sich hervorragend für jegliches Rindfleisch vom Grill.

„Kubeben Pfeffer“

Diese Pfeffersorte wird hauptsächlich auf Sri Lanka und Java angepflanzt. Der sogenannte „Stiel-Pfeffer“ wird in der chinesischen Medizin auch gerne als Heilpflanze verwendet.

Der Geschmack des Kubebenpfeffers ist leicht eukalyptusartig, was aufgrund seines hohen Anteils ätherischer Öle so ist. Durch diesen hohen Anteil ist er ein sehr aromatisches Gewürz und verleiht dem Rindfleisch einen ganz eigenen, intensiven Geschmack.

„Szechuan – Pfeffer“

Diese Pfeffersorte gilt als eine der besten Pfeffersorten, wenn es ums Würzen von Fleisch, vor allem Rindfleisch, geht. Der Pfeffer wird auch als Timut Pfeffer benannt und gehört zu den Zitrusgewächsen. Dies lässt schon vermuten, dass sein Geschmack aromatisch und fruchtig ist.

Er ist im Geschmack lange nicht so scharf, wie die anderen Pfeffersorten, sondern glänzt eher durch einen fruchtig-zitronigen Geschmack, der sich allerdings als Marinade auf dem Rindfleisch sehr gut eignet.

Dieser Pfeffer sollte nach dem Grillen zum Würzen genommen werden, also direkt vor dem Verzehr, sodass kein Aroma des Gewürzes verloren geht.

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Wann ist der geeignete Zeitpunkt, um das Steak zu pfeffern?

Um das Aroma voll zu genießen, pfeffern Grillexperten in der Regel nach dem Garvorgang. Solltest du allerdings das Steak zuvor marinieren wollen, dann sollte dies natürlich vor dem Grillen geschehen.

Steak pfeffern

Und überhaupt scheiden sich in diesem Punkt seit jeher die Geister. Wenn Sie Steak zuhause braten, ist das Pfeffern häufig vor dem Garvorgang zu empfehlen.

Für die Marinade eignet sich am besten Pfeffer, der frisch gemahlen wurde. Dazu solltest du ganze Pfefferkörner kaufen und diese dann vor dem Marinieren mit einem Mörser zerstoßen oder in einer Mühle mahlen.

Auch Marinierspritzen können mit Pfeffer verwendet werden, jedoch muss dabei darauf geachtet werden, dass der Pfeffer so fein als möglich gemahlen wird.

Für das Pfeffern nach dem Grillen, am besten das Fleisch in dünne Scheiben schneiden und dann auf jede Scheibe etwas frisch gemahlenen Pfeffer geben. Je nach Geschmack, kannst du dir dafür eine dir beliebige Sorte aussuchen.

Die ätherischen Öle des Pfeffers kommen zum Tragen, wenn die Pfefferkörner zerstoßen werden. Damit geben sie dem Rindfleisch den intensiven Geschmack.