Veröffentlicht in der Kategorie Grillmagazin am 18 August 2020
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Smoker einbrennen – so geht das


Smoker einbrennen

Das Einbrennen eines neuen Smokers vor dem ersten Gebrauch ist entscheidend, um den Grundstein für großartige Grillergebnisse zu legen. Im Gegensatz zu Gas- oder Holzkohlegrills muss ein Smoker für den Betrieb vorbereitet werden, denn er besteht aus offenporigem Stahl.

Smoker sind aus einem speziellen offenporigem Stahl hergestellt, was man auch tatsächlich erfühlen kann, wenn man die Innenflächen eines Smokers berührt. Erst durch das Einbrennen wird der Brennraum versiegelt bzw. beschichtet.

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Den Brennraum versiegeln

Der beim Einbrennen entstehende Ruß setzt sich in den Poren des Stahls fest und die so entstehende Oberfläche macht ihn besonders langlebig. Je nachdem welche Holzart für den Einbrennvorgang verwendet wird und wie lange dieser dauert, entsteht eine besondere Patina, die den Smoker nicht nur schützt, sondern auch den Geschmack des Grillguts beeinflusst.

Die Außenhaut eines Smokers besteht aus einem feuerfesten Lack. Dieser wird ebenfalls erst beim Einbrennen vollständig ausgehärtet. Der Smoker wird so resistent was Witterungseinflüsse betrifft. Insgesamt trägt das korrekte Einbrennen zur Langlebigkeit Ihres Smokers bei und lässt ihn über Jahre hinweg neuwertig aussehen.

Patina verleiht dem Smoker seine Optik

Die Stahl-Smoker vertragen einiges an Hitze. Im Gegensatz zu Smokern aus Blech, wird hier von Beginn an Holz gefeuert. Vorsicht ist dennoch angebracht, was die äußere Beschichtung angeht. Bei zu großer Hitze kann sie beschädigt werden.

Bei den Stahl-Smokern sind zwei Dinge für das Einbrennen elementar: die äußere Beschichtung, die den Smoker vor Wind und Wetter schützen soll und die Patina, die im Inneren entstehen soll, um die Oberfläche zu versiegeln. Letzteres ist aber nur ein Nebeneffekt des Ausbrennens.

In erster Linie wird dieser Vorgang ausgeführt, um den außergewöhnlichen Smoker-typischen Geschmack sicherzustellen. Die Ein- und Auslässe des Brennraums sollten während des gesamten Einbrennvorgangs geöffnet bleiben.

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Einbrenntemperatur

Die gewählte Temperatur sollte nicht höher sein als die mittlere Temperatur die beim BBQ erreicht wird. Die Belüftung der Feuerbox reguliert während des Brennvorgangs den Anteil von Rauch und die Temperatur.

Mehr Luft erzeugt eine größere Flamme und mehr Hitze, aber weniger Rauch. Zu Beginn kann also eine höhere Temperatur sinnvoll sein, um den Stahl-Smoker richtig durchzuheizen.

Ähnlich wie beim Aufkochen von Wasser auf dem Herd, kann anschließend die Temperatur auf einen mittleren Wert reduziert werden. Für die aromafördernde Patina im Inneren braucht es, wie gesagt, mehr Rauch als Hitze.

Der Einbrennvorgang ist nebenbei auch gut geeignet um sich an die Technik und Regulierung des Smokers zu gewöhnen.

Durch die Feuchtigkeit im Holz (empfohlen werden 12 % Holzfeuchte) ist es normal, dass Feuchtigkeit aus dem Smoker tropft. Zum Auffangen sollte also der Tropfkübel angebracht werden. Nicht wundern: 10 kg Holz können einen ganzer Liter Wasser im Smoker entstehen lassen.

Für das gesamte Einbrennen sollte man zwei bis drei Stunden Zeit einplanen. Dass das Ziel erreicht ist, erkennt man an einer tiefschwarzen Einfärbung und leicht glänzenden Oberfläche des Innenraums.

Smokergrill

Smoker einbrennen – Schritt für Schritt

Beschichten Sie das gesamte Innere Ihres neuen Smokers mit einem Speiseöl mit hohem Brennpunkt wie Raps- oder Traubenkernöl. Vergessen Sie nicht, die Gestelle, den Deckel und die Wände mit einzubeziehen.

Füllen Sie einen Schornstein mit Holzkohle und zünden Sie ihn mit einem Feueranzünder an. Der Schornstein sollte innerhalb von 10 Minuten vollständig vom Rauch verschluckt werden, mehr oder weniger.

Während sich der Schornstein erwärmt, geben Sie mehr Holzkohle in den Feuerraum des Rauchers. Sobald der Schornstein vollständig entzündet ist, gießen Sie die angezündeten Kohlen in den Feuerraum.

Vergewissern Sie sich, dass der Auslass und der Einlass vollständig geöffnet sind, um einen möglichst großen Luftstrom zu ermöglichen. Sie werden anfangs den Smoker auf eine etwas höhere Temperatur bringen, als es normalerweise beim Smoken der Fall ist.

Lassen Sie den Smoker anschließend für 2-3 Stunden bei mindestens 140 – 155 Grad Celsius einbrennen. Dies stellt sicher, dass alle übrig gebliebenen Chemikalien und Lösungsmittel verbrennen.

Lassen Sie den Smoker vollständig abkühlen, bevor Sie ihn zum ersten Mal benutzen.

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Tipp vom Profi

Wenn Sie beim Einbrennen Holz in den Feuerraum geben, stellen Sie sicher, dass Sie die gleiche Art von Holz verwenden, die Sie auch zum Smoken verwenden wollen. Holz, das normalerweise nicht zum Räuchern verwendet wird, kann dem Fleisch beim nächsten BBQ ungewollte Aromen verleihen.