
Die Sonne scheint, die Temperaturen klettern in die Höhe – der Sommer ist endlich da! Der perfekte Startschuss, den Grill aus der Garage zu holen und ein paar leckere Würstchen zu grillen. Ob Fleisch, vegetarisch oder vegan, ob Käse, Gemüse oder Fisch – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Als Beilage eignen sich Pommes besonders gut. Sie sind schnell zubereitet und schmecken mit verschiedenen Gewürzen Groß und Klein. Dabei müssen es jedoch nicht immer Kartoffelpommes sein. Wie wäre es zum Beispiel mit Kürbisfritten?
Die haben nicht nur weniger Kohlenhydrate als ihre klassische Variante, sondern stecken auch voller Vitamine. Die Zubereitung ist dabei denkbar einfach.
Auswahl an Kürbissorten
Kürbisse bilden eine eigene Pflanzengattung und sind auf Feldern und in heimischen Gärten heute gar nicht mehr wegzudenken. Ursprünglich wuchsen sie in Lateinamerika, wurden jedoch durch die Spanier im 16. Jahrhundert nach Europa importiert und sind heute weltweit verbreitet.
Es gibt rund 800 verschiedene Kürbissorten, davon sind aber nur 200 essbar. Egal ob aus dem Supermarkt oder aus dem Garten: Kürbisse sollten möglichst kühl und dunkel gelagert werden. Wenn er nicht sofort als Beilage auf dem Tisch landet, kann man den Kürbis in mundgerechte Stücke schneiden, in Gefrierbeuteln oder -dosen einfrieren und so für die nächste Zubereitung haltbar machen.
Hokkaido-Kürbis, der Vielseitigste
Besonders gut für Kürbisfritten eignet sich der Hokkaido-Kürbis. Diese aus Japan stammende Kürbissorte hat im Gegensatz zu seinen Kollegen einen geringen Wasseranteil und damit einen deutlich höheren Umfang an Nährstoffen.
Neben Vitamin A und C stecken Magnesium, Eisen und Folsäure im festen Fruchtfleisch. Mit seinen zwei bis drei Kilo zählt der Hokkaido-Kürbis zu den Riesenkürbissen und gilt als sehr ertragreiche Sorte.
Da in Europa ähnliche klimatische Bedingungen wie auf der japanischen Nordinsel Hokkaido herrschen, wird er seit den 1990ern auch hierzulande angebaut. Ein weiterer Vorteil: Die Schale kann mitgegessen werden. So bleibt einem das lästige Schälen erspart.

Butterkürbis
Jedoch eignet sich auch der Butternusskürbis hervorragend für die schnelle Beilage. Ursprünglich kommt dieser Kürbis aus Amerika, mittlerweile wird er jedoch auch in bevorzugt wärmeren Gegenden wie Spanien angebaut.
Der Butternusskürbis besitzt im Gegensatz zu vielen seiner Gattung wenige Kerne, die man schnell und einfach ausschaben kann. Zudem bietet sich die längliche Form für Pommes an.
Das Fruchtfleisch ist zart und schmeckt, wie sein Name verrät, buttrig. Zwar kann man auch hier die Schale grundsätzlich mitessen, da sie aber relativ lange zum weich werden benötigt, wird das Entfernen mit einem Gemüseschäler oder Messer empfohlen.
Geschmacklich kann der Kürbis mithalten und besticht mit einer aromatisch-nussigen Note. Somit bilden Fritten aus Kürbis eine prima Low-Carb-Alternative zu Kartoffelpommes.
Mittlerweile gibt es sowohl im Internet als auch in Kochbüchern unzählige Rezepte. Grundsätzlich entscheidet der persönliche Geschmack die Zubereitungsweise.
Rezept
Zutaten
Für Kürbisfritten braucht man in der Regel nur wenige Zutaten, vor allem Gewürze hat man oft schon zu Hause. Je nach Belieben können klassisch Mayo und Ketchup oder ein ausgefallener Dip aus Quark, Sour Cream und Co. dazu gereicht werden.
Die Zutaten für vier Personen sind:
- 1 (Hokkaido)Kürbis
- Salz
- Pfeffer
- (Oliven)Öl
- Verschiedene Gewürze
- ggf. Stärke
Zubereitung
- Den Kürbis waschen, ggf. schälen, halbieren und entkernen. Zur Erinnerung: Die Schale beim Hokkaido-Kürbis kann mitgegessen werden, die von anderen Kürbissen sollte entfernt werden.
- Den Kürbis nun in mundgerechte, pommesartige Streifen schneiden. Je dünner die Stifte, desto schneller werden sie knusprig. Dicke Pommes brauchen dementsprechend länger in der Hitze.
- Um die Kürbisfritten besonders knusprig zu machen, können sie vor dem Würzen in Stärke gewendet werden. Die überschüssige Stärke abklopfen. Alternativ kann man auch eine Mischung aus Sprudelwasser und Stärke anrühren, in die die Stifte getunkt werden. In diesem Fall können die Gewürze direkt in die Mischung gegeben werden.
- Wer keine Stärke zu Hause hat oder nicht verwenden möchte, kann die Kürbisstreifen mit Olivenöl oder einem anderen hochwertigen Öl beträufeln.
- Nun können nach Belieben Kräuter und Gewürze hinzugefügt werden. Dazu eignen sich Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver, Paprikapulver und Rosmarin.
- Die Kürbisfritten in der Fritteuse frittieren, bis sie goldbraun sind.
- Alternativ: Die Fritten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen und für ca. 20 Minuten im Ofen bei 220 Grad Celsius Ober-/Unterhitze goldbraun backen.

Frittieren oder backen?
Kürbisfritten können sowohl frittiert als auch gebacken werden:
Fett ist ein natürlicher Geschmacksträger. Durch das Frittieren in heißem Öl erhalten die Fritten den typischen Pommesgeschmack, den man von der Kartoffelversion kennt und in vielen Imbissen und Restaurants erhält.
Wer sich jedoch gesünder ernähren möchte, sollte auf die fettreduzierte Variante im Backofen setzen. Mit Stärkemantel oder leichtem Ölfilm werden sie trotzdem schön knusprig.
Kürbisfritten stehen ihrem großen Bruder in nichts nach: Sie lassen sich leicht zubereiten, werden schön knusprig und sind meist sogar gesünder.
Passende Dips
Die Kräutermischungen können jedes Mal dem individuellen Geschmack angepasst und verändert werden. Mit verschiedenen Dips und Soßen lässt sich aus dieser einfachen Beilage ein kulinarisches Erlebnis zaubern. Wer seinen Gästen oder seiner Familie beim nächsten Grillfest eine ausgefallene Alternative zu normalen Kartoffelpommes bieten möchte, kann mit Kürbisfritten garantiert nichts falsch machen.


