
Diese Whiskey-Barbecue-Soße mit Cola verbindet eine tomatige Basis mit Süße, Säure und einer leichten Rauchnote. Sie passt als Dip zu Grillgut, kann aber auch Fleisch vor dem Grillen würzen. Die Cola wird zuerst eingekocht; dadurch wird die Soße dichter und bringt eine süßliche Note mit.
Kurz erklärt
Für diese Whiskey-Barbecue-Soße wird Cola ohne Deckel auf etwa 100 ml reduziert und anschließend mit Ketchup, Essig, Würzsaucen, Knoblauch und Gewürzen eingekocht. Der Whiskey kommt zum Schluss dazu. Die Soße passt zu Grillfleisch, Ofenkartoffeln und Burgern.
Sie ist eine Kühlschranksoße: rasch abkühlen, verschlossen lagern und nicht mit einer ungekühlt haltbaren Einkochkonserve verwechseln.
Was die Whiskey-Barbecue-Soße ausmacht
Ketchup bildet die Grundlage, Apfelessig bringt Säure, Sojasauce und Worcestersauce sorgen für Würze. Geräuchertes Paprikapulver ergänzt den rauchigen Charakter, während Chili oder Cayennepfeffer die Schärfe bestimmen. Der Whiskey kommt erst zum Schluss in den Topf. Nach kurzem Aufkochen kann trotzdem Alkohol in der Soße verbleiben; sie ist dadurch nicht automatisch alkoholfrei.
Die Soße schmeckt zu Spareribs und gesmoktem Fleisch, aber auch zu einer Ofenkartoffel. Für einen Pulled-Pork-Burger mit Coleslaw und Brioche-Brötchen eignet sie sich ebenfalls gut.
Zutaten für die Whiskey-Barbecue-Soße
Die Menge reicht für mehrere kleine Flaschen oder Gläser. Wie viel am Ende dabei herauskommt, hängt davon ab, wie stark die Cola und die Soße einkochen.
- 300 ml Tomatenketchup, gerne selbst hergestellt
- ca. 50 ml Whiskey
- 500 ml Cola
- 150 ml Apfelessig
- 1 EL Sojasauce
- 1 EL Worcestersauce
- 2 gepresste Knoblauchzehen
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
- Chilipulver oder Cayennepfeffer zum Abschmecken
- geräuchertes Paprikapulver zum Abschmecken
Optional zum Abrunden
- brauner Rohzucker für mehr Süße
- etwas Apfelmus für eine mildere, fruchtige Süße
- zusätzliches Chili für mehr Schärfe

Zubereitung
- Die Cola in einen ausreichend großen Topf geben und ohne Deckel bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam köcheln lassen. Sie soll auf etwa 100 ml reduzieren. Zwischendurch umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.
- Ketchup, Sojasauce, Worcestersauce und den gepressten Knoblauch zur reduzierten Cola geben. Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver und Chili zunächst zurückhaltend einrühren. Alles vermengen und kurz aufkochen.
- Den Apfelessig hinzufügen. Die Soße bei niedriger Hitze weiter köcheln lassen und regelmäßig rühren, bis sie die gewünschte Konsistenz hat.
- Den Whiskey zum Schluss einrühren und die Soße noch einmal kurz aufkochen lassen. Sie sollte dabei nicht unbeaufsichtigt stehen, denn die dickflüssige Masse kann schnell ansetzen.
- Jetzt abschmecken: Für mehr Süße etwas braunen Rohzucker oder Apfelmus einarbeiten, für mehr Schärfe Chili ergänzen. Kleine Mengen reichen oft aus, daher lieber schrittweise würzen und erneut probieren.
- Die fertige Soße entweder direkt servieren oder heiß in saubere, unbeschädigte und möglichst vorgewärmte Gläser oder Flaschen füllen. Die Behälter auf eine geeignete Unterlage stellen und unmittelbar verschließen. [3]

Abschmecken und servieren
Die reduzierte Cola macht die Soße süßer und etwas sämiger. Wirkt sie zu süß, bringt der Essig einen klaren Gegenpol. Mehr geräuchertes Paprikapulver verstärkt die Rauchnote, Chili oder Cayennepfeffer die Schärfe. Erst nach dem Einkochen zeigt sich der endgültige Geschmack, weil die Flüssigkeit im Topf deutlich konzentrierter wird.
Zum Servieren die Soße bis zum Essen kühl halten und nur die benötigte Menge auf den Tisch stellen. Gerade an warmen Grilltagen sollten Grillsoßen und Marinaden gekühlt bleiben. [7]
Wie lässt sich die Whiskey-Barbecue-Soße sicher zum Marinieren verwenden?
Zum Marinieren wird eine eigene Portion Soße verwendet, während die Tischsoße vorher separat abgefüllt wird. Fleisch und Marinade gehören in ein geschlossenes, lebensmittelgeeignetes Gefäß in den Kühlschrank, nicht auf die Arbeitsplatte.
Hat die Marinade rohes Fleisch berührt, darf sie nicht ungekocht zum Servieren verwendet werden. Solche Reste werden entsorgt. So bleibt die Soße auf dem Tisch von der Marinade für das rohe Fleisch getrennt.
Kühlschranksoße und Vorratssoße im Vergleich
| Kriterium | Soße aus diesem Rezept | Geprüfte Vorratssoße |
|---|---|---|
| Aufbewahrung | Rasch abkühlen und gut verschlossen im Kühlschrank lagern. | Folgt einer geprüften Rezeptur mit festgelegtem Einkochverfahren. |
| Heiß abfüllen | Heißes Einfüllen und sofortiges Verschließen ersetzen kein Einkochen. | Kann Teil des Verfahrens sein, reicht allein aber ebenfalls nicht aus. |
| Haltbarkeit | Für diese Rezeptur keine pauschale Frist angeben. | Richtet sich nach der geprüften Rezeptur und deren Verarbeitung. |
| Verwendung | Für den zeitnahen Genuss aus dem Kühlschrank gedacht. | Für Vorratshaltung nur mit passender, geprüfter Anleitung. |
Marinieren, abfüllen und kühlen
Zum Marinieren zuerst eine separate Portion der fertigen Whiskey-Barbecue-Soße als Tischsoße zurückbehalten. Das Fleisch dann in einem geschlossenen, lebensmittelgeeigneten Gefäß mit der übrigen Soße bedecken und im Kühlschrank ziehen lassen, etwa über Nacht. [6] Marinade, die rohes Fleisch berührt hat, nicht ungekocht als Dip verwenden; Reste davon entsorgen. [4]
Abgefüllte Soße rasch abkühlen lassen und gut verschlossen im Kühlschrank lagern: höchstens bei 7 Grad Celsius, besser bei 5 Grad Celsius. [1] Eine pauschale Haltbarkeit lässt sich für dieses Rezept nicht angeben. Bei Schimmel, Gasbildung oder einer auffälligen Veränderung gehört die Soße nicht mehr auf den Teller.
Heißes Abfüllen macht aus diesem Rezept keine ungekühlt haltbare Vorratssoße. Für eine längerfristige Lagerung außerhalb des Kühlschranks braucht es eine geprüfte Rezeptur mit passendem Einkochverfahren; solche Verfahren lassen sich nicht einfach auf beliebige Barbecue-Soßen übertragen. [2] Frisch gekocht und gut gekühlt ist die Soße eine würzige Begleitung für Spareribs, gesmoktes Fleisch oder die Ofenkartoffel vom Grill.
Quellen und Einordnung
- Die Sicherheit und Haltbarkeit selbst gemachter Soßen hängt stark von Rezeptur, Hygiene und Kühlung ab.
- Heißes Abfüllen und Einkochen sind unterschiedliche Verfahren.
- Beim Marinieren sollte immer eine separate Portion Soße für den Tisch zurückbehalten werden.
- Kurzes Aufkochen entfernt den zugesetzten Alkohol nicht vollständig.
- Obst einkochen (Bundeszentrum für Ernährung)
- Grillfest ohne Reue: Auf Hygiene und die richtige Zubereitung achten (Bundesinstitut für Risikobewertung)
- 4 Steps to Food Safety (FoodSafety.gov)
- Ausgewählte Fragen und Antworten zum Grillen (Bundesinstitut für Risikobewertung)
- Vorkochen für mehrere Tage: Was ist zu beachten? (Bundesinstitut für Risikobewertung)
- Barbecue Sauce (National Center for Home Food Preservation, University of Georgia)
