
Würzig marinierte Hähnchenspieße, eine cremige Erdnuss-Sauce und auf Wunsch marokkanisch gewürzte Karotten: Dieses Rezept ist für vier Personen ausgelegt und wird in der Pfanne zubereitet. Saté bezeichnet verschiedene südostasiatische Spießgerichte; Marinaden und Saucen unterscheiden sich je nach Region.
Was ist Saté?
Wichtige Fakten auf einen Blick
- Das Hauptrezept ist für vier Personen berechnet.
- Die Hähnchenspieße marinieren 1,5 Stunden im Kühlschrank.
- Die Erdnuss-Sauce wird separat gekocht und als Dip serviert.
- Marokkanische Karotten sind als eigenständige Beilage für vier Portionen aufgeführt.
Kurz erklärt
Hühner-Saté-Spießchen sind marinierte Hähnchenstreifen auf Holzspießen, die hier in der Pfanne gegart und mit einer Erdnuss-Sauce serviert werden. Für vier Personen kommen dazu auf Wunsch marokkanisch gewürzte Karotten.
Wichtig sind das Marinieren im Kühlschrank, saubere Arbeitsgeräte und das vollständige Durchgaren des Geflügels. Die Sauce wird getrennt gekocht und als Dip gereicht.
Die Sauce wird separat gereicht. So kann sich jeder selbst bedienen und die gewünschte Menge zum Fleisch oder zu den Beilagen nehmen.
Hühner-Saté-Spießchen mit Erdnuss-Sauce
Zutaten
Für vier Personen
Für Spieße und Marinade:
- 450 g Hähnchenbrust
- 10 g Ingwer
- 1 Zehe Knoblauch
- 2 EL Sojasauce
- 2 EL Pflanzenöl
- Holzspieße
Für die Erdnuss-Sauce:
- 3 EL cremige Erdnussbutter ohne Stückchen
- 2 EL rote Currypaste
- 1 Limette
- 2 EL Kokosmilch, gegebenenfalls fettreduziert
- 2 EL Waldhonig
- 10 g gemahlener Koriander
- 3 EL Sesamöl
- 1 EL Wasser
- 1 TL Salz
Zum Anrichten:
- 1 EL Sesam
- frische Korianderblätter
- Frühlingszwiebel
- Erdnusshälften
- nach Belieben fein geschnittene Chili

Vorbereitung und Marinieren
- Die Holzspieße kurz in kaltem Wasser einweichen und anschließend abtrocknen.
- Die Hähnchenbrust längs in etwa 1 cm dünne Streifen schneiden. Die Streifen wellenförmig auf die Spieße stecken.
- Ingwer und Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Ingwer mit Sojasauce und Pflanzenöl verrühren, die Spieße damit bestreichen und den Knoblauch für die Sauce bereitlegen.
- Die Spieße in eine abgedeckte Schüssel legen und 1,5 Stunden im Kühlschrank marinieren. Rohes Geflügel getrennt von Garnitur, Sauce und verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten; Messer, Brett, Schüssel und Arbeitsfläche danach gründlich reinigen. [1]
Erdnuss-Sauce kochen
- Das Sesamöl in einem Topf erhitzen. Rote Currypaste und gehackten Knoblauch darin kurz anbraten.
- Kokosmilch, Waldhonig, Erdnussbutter, gemahlenen Koriander und Wasser unter Rühren zugeben. Wer etwas mehr Biss mag, kann einen Teil der Erdnusshälften fein hacken und erst kurz vor dem Servieren ergänzen.
- Die Sauce mit Limettensaft, etwas abgeriebener Limettenschale, Salz und bei Bedarf weiterer Sojasauce abschmecken. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten leise köcheln lassen und dabei regelmäßig rühren.
Spieße braten
- Die Spieße aus der Marinade nehmen und leicht abtropfen lassen. Marinade, die rohes Hähnchen berührt hat, nicht als Sauce verwenden, sondern entsorgen. [3]
- Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und die Spieße portionsweise rundum braten, bis sie Farbe bekommen.
- Entscheidend ist nicht die Bräunung, sondern das vollständige Durchgaren: Das Hähnchen sollte im Kern mindestens zwei Minuten lang 70 °C erreichen. Ein Küchenthermometer gibt hier mehr Sicherheit als ein Blick auf die Oberfläche. [1]

Anrichten und Allergene
Die Saté-Spieße auf einer Platte anrichten und die Erdnuss-Sauce separat dazustellen. Mit Korianderblättern, Sesam, Frühlingszwiebeln, Erdnusshälften und etwas Chili lässt sich das Gericht schlicht garnieren. Als milde Ergänzung passt Naturjoghurt, abgeschmeckt mit Chili, Limettensaft, Koriander und Salz.
Allergenhinweis: Das Rezept enthält Erdnüsse, Soja und Sesam; der Joghurtdip enthält Milch. Bei Currypaste, Kokosmilch und anderen verarbeiteten Produkten die jeweilige Zutatenliste prüfen. Ein getrennt servierter Dip reicht bei einer Erdnussallergie nicht aus, da Allergene über Hände, Geräte, Geschirr und Arbeitsflächen übertragen werden können. [4]
Marokkanische Karotten als Beilage
Die würzigen Karotten bringen eine frische, leicht säuerliche Komponente zu den Spießen. Sie können warm oder lauwarm auf den Tisch kommen.
Zutaten
Für vier Portionen
- 1 kg Karotten
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Frühlingszwiebel
- 1 Prise gemahlene Gewürznelken
- 1 Prise gemahlener Ingwer
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1 TL gemahlener Zimt
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 EL geriebene Zitronenschale
- 120 g griechischer Naturjoghurt
- 60 g Koriandergrün
- 1 EL Weißweinessig
- Pflanzenöl zum Braten
Zubereitung
- Karotten putzen, schälen und trocken tupfen. In Salzwasser aufkochen und etwa 10 Minuten garen, sodass sie noch Biss haben. Alternativ können sie gedämpft werden.
- Die Karotten in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Zwiebeln, Knoblauch und Frühlingszwiebel schneiden.
- Etwas Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin glasig anbraten, dann Karotten, Knoblauch, Frühlingszwiebel, Gewürznelken, Ingwer, Koriander, Zimt, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Zitronenschale und Weißweinessig zugeben.
- Alles vermischen und die Gewürze kurz mitrösten. Mit Salz abschmecken.
- Die Karotten auf einer Platte verteilen, mit griechischem Joghurt beträufeln und mit Koriandergrün garnieren. Limettenscheiben passen als frische Dekoration dazu.
Weitere passende Beilagen
Wer die Karotten nicht zubereiten möchte, serviert zu den Hühner-Saté-Spießchen Fladenbrot, Couscous-Salat, gebratene Auberginen mit Joghurt-Minz-Dressing oder gekochte Süßkartoffeln. Die Erdnuss-Sauce passt auch zu diesen Beilagen und lässt sich am Tisch einfach nachreichen, wenn noch etwas mehr Würze gefragt ist.
Voraussetzungen und Grenzen
Das Rezept braucht etwas Vorlauf, weil die Spieße 1,5 Stunden im Kühlschrank marinieren. Für den Gargrad ist ein Küchenthermometer hilfreich.
- Rohes Hähnchen getrennt von verzehrfertigen Zutaten vorbereiten und benutzte Geräte reinigen. [1]
- Die Spieße erst servieren, wenn sie im Kern mindestens zwei Minuten 70 °C erreicht haben. [1]
- Marinade vom rohen Fleisch entsorgen und nicht ungekocht weiterverwenden. [3]
- Bei Allergien reichen getrennte Schälchen nicht aus: Erdnüsse, Soja, Sesam und beim Joghurtdip Milch müssen bei der Zubereitung bedacht werden. [4]
Quellen und Einordnung
- Bei Geflügel sind klare Temperatur- und Hygieneangaben hilfreicher als reine Beschreibungen von Farbe und Bräunung.
- Ein separater Dip ist eine gute Servieridee, ersetzt bei einer Allergie aber keine sorgfältig getrennte Zubereitung.
- Nährstoffaussagen sollten sich auf den konkret untersuchten Stoff und die jeweilige Garmethode beschränken.
- Die regionale Vielfalt von Satay lässt sich kurz einordnen, ohne das Rezept mit Küchengeschichte zu überladen.
- Ausgewählte Fragen und Antworten zu Geflügelfleisch (Bundesinstitut für Risikobewertung)
- Poultry: Basting, Brining, and Marinating (USDA Food Safety and Inspection Service)
- Allergen guidance for food businesses (Food Standards Agency)
