Veröffentlicht in der Kategorie Rezepte für den Smoker am 25 August 2020
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Ein wahrer Klassiker für den Smoker – Spareribs mit Ahornsirup


Spareribs

Spareribs zählen zu den Klassiker auf dem Grill und werden immer beliebter. Auch hierzulande hat man mittlerweile verstanden, dass die Rippen, egal ob Schwein oder Rind, wie die Kohle auf der gegrillt wird, Zeit brauchen. Ein langsames Garen in einem geschlossenen Grill, in Kombination mit Rauch (Smoker), liefert das beste Ergebnis. Wird dann noch an der passenden Stelle der Ahornsirup eingesetzt, kann nichts mehr schiefgehen. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist erfahren Sie hier.

Zutaten

Benötigt werden die passenden Rippchen und hier gibt es Unterschiede. Egal ob Schwein oder Rind die vier wichtigsten Cuts muss jeder kennen sowie die Vor- und Nachteile dieser.

Loin Ribs / Kotelett Ribs

Dieser „Cut“ sollte bei fast jedem Metzger vorhanden sein. Die Ribs sind stärker gebogen, etwas kleiner, haben einen geringen Fettanteil und eine mittlere Fleischauflage. Dieses Stück sollte aufgrund des geringen Fettanteils kürzer gegart werden und eignet sich daher nicht für die lange Zubereitung im Smoker.

Schälrippen

Schälrippen machen an den in Deutschland verkauften Rippen den Wolfsanteil aus und sind jedem Metzger geläufig. Jedoch haben sie eine geringe Fleischauflage und weniger Fett. Wer saftig zubereiten will, bestellt daher den St. Louis Cut.

Der St. Louis Cut ist im Prinzip das gleiche Stück wie die Schälrippe, jedoch wurde nicht der Bauch inklusive Fett von den Knochen geschält und man hat saftige Rippchen mit ordentlich Fleisch.

Diese eigenen sich besonders gut für das langsame Zubereiten im Smoker und sind daher ideal für die folgenden Garmethode.

Rib Tips

Die Rip Tibs sitzen ganz unten am Bauch und eigenen sich nicht zum Grillen. Dieser Cut besteht fast nur aus Knorpel und eignet sich daher maximal zum Auskochen, wenn eine Soße oder ein Fond zubereitet wird.

Rezept

Jetzt haben Sie das Wissen und können die passenden Rippen für Ihre Grillparty einkaufen gehen, doch damit ist es nicht getan. Sie benötigen die richtige Würzmischung. Hier kann eine fertige Mischung verwendet werden oder eine eigene Kreation.

Sollten Sie die Mischung selbst zusammenstellen, achten Sie bitte auf folgendes. Salz, Pfeffer, Paprika und Knoblauchpulver sind ein Muss, um eine Basis zu schaffen, Zwiebelpulver gibt dem Ganzen eine weitere Ebene an Geschmack und etwas Chili sorgt für die passende Schärfe. Hier einfach nach eigenem Ermessen vorgehen.

Die Profis geben noch braunen Zucker hinzu, um das Karamellisieren der Kruste zu beschleunigen. Der Ahornsirup hat später seinen Auftritt. Hier ein grundlegendes Rezept für einen einfachen „Rub“.

Würzmischung:

  • 1 EL Salz
  • 1 EL Pfeffer
  • 5 EL braunen Zucker
  • 5 EL Paprikapulver (edelsüß/rosenscharf)
  • 1 EL Knoblauchpulver
  • 1 EL Chilipulver
  • 1 EL Zwiebelpulver

Die wichtigste Zutat für dieses Rezept ist vermutlich der Ahornsirup. Greifen Sie hier auf ein gutes Produkt zurück und achten Sie auf die Herkunft. Original kanadischer Ahornsirup ist zwar etwas teurer, aber jeden Cent wert. Wie geht man jetzt vor?

Zubereitung

Zu Beginn trocknen Sie die Rippen mit einem Küchenpapier, um die Restfeuchte auf der Oberfläche zu entfernen.

TIPP: Oft befindet sich auf der unteren Seite auf den Knochen noch eine „Haut“. Diese sollte unbedingt entfernt werden.

Fahren Sie dazu einfach mit der Rückseite eines Löffels an einer Stelle darunter und lösen die Haut nach oben ab. Sobald ein Stück gelöst ist, kann die Haut in den meisten Fällen mit den Fingern gegriffen und in einem Stück von den Knochen gezogen werden. Tragen Sie gleichmäßig Ihren Rub auf und bedecken sie vollständig jeden Zentimeter des Fleisches. Das Ganze kann auch im Voraus gemacht werden.

Je länger es zieht, desto besser, doch lassen Sie die frischen Rippen nicht länger als zwei Tage offen im Kühlschrank liegen. Was die Zubereitung im Smoker angeht lässt sich viel schreiben oder probieren.

Lesetipp: BBQ, Smoker, Steak und Rippchen – so grillt man in den USA

Sollten Sie schon Erfahrungen gesammelt haben und die passende Methode für sich selbst gefunden haben, können Sie diese weiter fortführen. Für Anfänger empfehlen wir die 3-2-1 Methode. Bei dieser Art der Zubereitung wird alles in drei einfache Schritte gegliedert. Das Befolgen ist simpel und das Ergebnis top.

Schritt 1: Das Garen und Smoken der Rippen, bei ungefähr 110 Grad Celsius werden die Rippen für ein bis zwei Stunden gegart und geräuchert.

Schritt 2: Die Spareribs werden in einem feuerfesten Behälter mit Deckel gelegt und mit etwas Trauben oder Apfelsaft in der Schale erneut auf den Grill gestellt (anstelle von Saft darf auch gerne Whisky verwendet werden).

In diesem Schritt wird das Fleisch butterzart und eine Garzeit von mindestens 3-4 Stunden, je nach Dicke des Fleisches, sollte nicht unterschritten werden.

Schritt 3: Im letzten Schritt werden die Rippchen vollendet und hier kommt der Ahornsirup ins Spiel. Bei 120 Grad Celsius werden die Rippen vorsichtig auf den Grill gelegt, da sie schnell Auseinanderfallen und nach jedem Wenden mit einer dünnen Schicht Sirup bestrichen.

Der Zucker im Sirup karamellisiert und sorgt so nicht nur für glänzende und fotogene Rippen, sondern auch für eine krosse Kruste und einen herrlichen Geschmack. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden den Sirup nicht mehr Stundenlang zu grillen, da ansonsten der Zucker verbrennen könnte.

Richtig gegarte Spareribs haben nichts mit kurz gegrillten Rippen von Lidl und Co. gemeinsam. Sollten Sie auf den Geschmack gekommen sein, nichts wie los. Einkaufen, grillen und genießen!

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Spareribs mit Ahornsirup
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