
Sie lieben es, zu grillen? Dann dürfen Sie auf Kräuter in keinem Fall verzichten. Egal ob für Fisch- oder Fleischgerichte oder eine für eine leckere Marinade – Kräuter sind eine unverzichtbare Zutat. Folgender Ratgeber zeigt Ihnen alles, was Sie zum Thema Grillen mit Kräutern wissen müssen.
Getrocknete und frische Kräuter
Für das Rösten sind getrocknete Kräuter stets die bessere Wahl. Getrocknete Kräuter können durch die starke Hitze während des Grillens jedoch schnell verbrennen. Sie sollten das Grillgut vorher ausgiebig mit Öl und Kräutern marinieren.
Durch das Öl dringt der Geschmack der Kräuter besser in das Fleisch ein.
Grillgemüse kann für einen besseren Geschmack mit gehackten Kräutern vermengt werden. Da das Grillgemüse nicht direkt auf den Grill gegeben wird, sondern meist in einer Grillschale, können die geschnittenen Kräuter nicht verbrennen.
Kräftigen Geschmack erzeugen
Grillgut profitiert von einem kräftigen Geschmack. Egal, ob Röstaromen oder der holzige Geschmack aufgrund von Rösten mit Holzkohle – die Geschmacksstoffe sind essenziell.
Der Grillgeschmack kann mit kräftigen Kräutern wie Thymian, Rosmarin und Salbei verstärkt werden. Knoblauch und Basilikum sollten allerdings nur in Maßen verwendet werden. Die kräftigen Kräuter verbrennen besonders schnell.
Im Idealfall die Kräuter erst kurz vor Ende der Grillzeit hinzugeben. Alternativ erst nach dem Rösten auf das Grillgut geben.
Knoblauch kann aber in jedem Fall mit der Marinade vermengt werden, dass unterstützt einen kräftigen Geschmack.
Welche Kräuter sind zum Rösten besonders gut geeignet?
Einige Kräuterarten eignen sich zum Würzen von Fleisch, Fisch und Grillgemüse besonders gut, folgend gehen wir genauer darauf ein.
Salbei
Bereits in Griechenland und in Rom waren die beiden Gewürze besonders beliebt. Der Genuss von Salbei wurde bereits in der Bibel erwähnt.
Salbei kann auch super in Fett gebraten werden und anschließend als Gemüsetopping verwendet werden. Auch für das leckere Kräutersteak ist Salbei ideal geeignet. Der Geschmack ist kräftig, würzig und zugleich mild und süßlich.
Das Gewürz ist ideal für Fleischgerichte wie Schwein, Kalb, Rind aber auch Ente und Leber.
Zudem kann Salbei, für Süßwasserfische, wie Forellen genutzt werden. Bei Fisch ist in jedem Fall die Zubereitung mit Frischem Salbei empfehlenswert. Im getrockneten Zustand ist Salbei sehr herb und geschmacksintensiv.
Wer Salbei zum Würzen von Geflügel nutzt, sollte damit sparsam umgehen. Salbei hat einen sehr intensiven Geschmack und macht sich in Kräuteressig oder Kräuterölen besonders gut. Auch in Kombination mit Rosmarin, Basilikum und Oregano ist Salbei besonders beliebt.
Die Inhaltsstoffe von Salbei werden tatsächlich erst durch die Hitze aktiviert. Daher sollten die Blätter bereits während des Grillens verwendet werden. Mit Salbei stets in Maßen würzen.
Da Salbei aufgrund des intensiven Aromas nichts jedermanns Geschmack ist, kann es nach dem Rösten auf das Grillgut gegeben werden. So lässt es sich leicht entfernen, falls der Geschmack nicht erwünscht ist.

Thymian
Thymian schmeckt vor allem im frischen Zustand besonders kräftig, würzig und leicht rauchig. Eignet sich demnach besonders gut, um das Raucharoma zu unterstützen. Thymian ähnelt im Geschmack Majoran, ist leicht pfeffrig und mäßig nelkig.
Thymian entfaltet sich durch Hitze besonders. Wer einen milden Geschmack bevorzugt, sollte das Gewürz später hinzugeben. Frischer Thymian wird erst am Ende hinzugegeben.
Für ein Schmorgericht im Dutch Oven kann das Gewürz von Beginn an mit köcheln. Zu Fleischgerichten eignet sich auch eine Thymianbutter besonders gut.
Rosmarin
Rosmarin kommt ursprünglich aus dem Libanon und mediterranen Gebieten. Vor allem in Griechenland kam das Gewürz häufig zum Einsatz.
Der Geschmack von Rosmarin ist intensiv und leicht bitter. Das mediterrane Aroma ist ideal für Schweinefleisch, Lamm, Kartoffeln und Geflügel geeignet.
Auch Rind und Zucchini harmonieren mit dem mediterranen Gewürz.
Auch mit Rosmarin lässt sich eine leckere Kräuterbutter zubereiten. Eine Rosmarinmarinade für Fleisch kann über mehrere Stunden einziehen.
Fisch sollte kürzer mariniert werden, sonst wird der zarte Fischgeschmack durch das intensive Aroma zerstört. Bei einem indirekten Grillvorgang können, die frischen Kräuter auch einfach auf das Grillgut gegeben werden. In einem geschlossenen Kugelgrill verteilt sich das Aroma besonders gut.
Oregano
Oregano bevorzugt sonnige und warme Plätze, eignet sich demnach ideal für mediterrane Gerichte und Grillgemüse. Oregano steht für Urlaubsfeeling, Sonne und südliches Flair. Das Gewürz eignet sich auch ideal für die Zubereitung von Pizza auf dem Ofen.
Fleisch und Geflügel harmonieren mit Oregano besonders gut. Oregano verliert beim Rösten, Kochen und Garen kaum an Geschmack. Außerdem eignet sich Oregano ideal als trockenes Gewürz. Die Würzkraft verstärkt sich im trockenen Zustand.
Wer das Gewürz in trockener Form verwendet sollte griechisches Oregano verwenden. Dieses schmeckt besonders intensiv.

Majoran
Majoran hat große Parallelen zu Oregano und Thymian. Majoran ist jedoch etwas herber, milder und süßlicher. Die Würzkraft von Majoran ist aufgrund der ätherischen Öle besonders stark, also zurückhaltend einsetzen.
Majoran wird vor allem beim Rösten von Geflügel, Schwein, Fisch und Gemüse verwendet.
Schmorgerichte werden in Kombination mit Rosmarin besonders schmackhaft. Ein Pluspunkt: Majoran unterstützt die Verdauung bei schweren Fleischgerichten.
Wer das Grillgut über längere Zeit gart, sollte nicht auf Majoran zurückgreifen. Es sollte erst kurz vor Ende der Garzeit auf das Grillgut gegeben werden.
Der getrocknete Majoran kann auch hervorragend als Marinade mit Öl vermengt werden.
Majoran lässt sich prima mit Rosmarin, Thymian, Basilikum und Estragon kombinieren.
Basilikum
Basilikum schmeckt besonders fein und genial. Es kann vielfältig eingesetzt werden und ideal für Grillgerichte.
Kräuter zum Räuchern
Gewürze wie Thymian und Rosmarin eignen sich auch ideal für das Räuchern. Hierfür können beispielsweise frische Zweige in angefeuchtetes Grillpapier eingewickelt und in die Glut gelegt werden.
Wer einen Gasgrill nutzt, kann die Gewürze in eine Räucherbox geben. Nach der Halbzeit der Grilldauer können die Kräuter unmittelbar in die Glut gelegt werden.
Eine alternative Methode: Die Zweige als Kräuterbett auf dem Grillrost anrichten und anschließend das Grillgut darauf legen. Die Zweige sollten in jedem Fall gewässert werden, damit diese weniger schnell verbrennen.
Empfindliche Kräuter
Petersilie, Schnittlauch, Basilikum und Dill sind etwas empfindlich. Demnach eignen sich die Kräuter eher zum Bestreuen von Grillgut nach dem Grillen.
Schnittlauch ist für das Braten weniger geeignet, da er gegenüber Hitze sehr empfindlich ist. Dennoch kann er für Salate und kalte Gerichte zum Einsatz kommen.
Ein Frischkäse oder Quark kann mit dem Kraut besonders lecker angemacht werden. Der Quark schmeckt prima zum Kräutersteak oder Kartoffeln auf dem Rost.
Bedeutung der Kräuter für die Gesundheit
Kräuter sorgen nicht nur für ein besonders aromatisches Grillgut, sie stärken auch unser Immunsystem nachhaltig. So kann Erkältungen besser vorgebeugt werden.
Außerdem sind sie voller sekundärer Pflanzenstoffe und Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Eisen, Vitamin C und B-Vitamine.
Auch Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle sind in Kräutern reichlich vorhanden. Besonders vorteilhaft: Während des Grillens entstehen schädliche Stoffe.
Kräuter können diese gesundheitsschädigenden Wirkstoffe reduzieren. Dazu zählen beispielsweise Kräuter wie Rosmarin, Salbei, Basilikum und Thymian.
Den höchsten, reduzierenden Effekt bringt Rosmarin mit sich. Das ist auf den Gehalt an Antioxidantien zurückzuführen. Die schädlichen Stoffe sorgen für oxidativen Stress in unserem Körper.
Kräuter sind demnach essenziell für die Zubereitung von Fleisch und Fisch auf dem Grill.
Wie mariniert man richtig?
Die richtige Marinade ist für das Rösten von großer Bedeutung. Ein Pflanzenöl sollte hitzebeständig sein. Es ist ideal zum Marinieren und bepinseln von Grillgut geeignet.
Ölmarinade
Die Ölmarinade kann auch mit Wein oder Essig angereichert werden. Marinaden mit Knoblauch sind für Grillgemüse besonders gut geeignet.
Saure Marinade
Saure Marinaden auf Basis von Öl-Essig sind für zartes Fleisch ideal geeignet. Die Auswahl an Kräutern und Grillgewürzen ist besonders groß.
Die Kräuterpaste
Eine leckere Paste kann mit ein wenig Öl und reichlich Kräutern hergestellt werden. Die dickflüssige Konsistenz haftet an Fisch, Fleisch und Gemüse besonders gut.
Wer eine Kräuterpaste herstellen möchte, benötigt einen Mörser. Durch das Zerstoßen der Kräuter werden ätherische Öle freigesetzt. Das Ergebnis ist besonders schmackhaft.
Trockenmarinade
Trockenmarinaden auf Basis getrockneter Kräuter haben einen Vorteil: Sie tropfen nicht und es kommt zu keinem Fettbrand. Außerdem sind diese lange haltbar und haben einen besonders intensiven Geschmack.
Fazit
Kräuter sind eine unverzichtbare Zutat für das Rösten. Vor allem die Fleischbehandlung profitiert von Kräutern besonders.
Kräuter intensivieren den Geschmack des Grillgutes und können schädliche Stoffe vermeiden. Je nach Grillgut sind trockene oder frische Kräuter besser geeignet. Außerdem sollten Kräuter in der Zubereitung von Fisch weniger intensiv eingesetzt werden.
Für Grillgemüse eignen sich mediterrane Kräuter besonders gut. In Verbindung mit Öl können die Kräuter ihre Wirkstoffe besser entfalten.



