
Kaum werden die ersten Tage schöner und wärmer, werden auch die Grills angeworfen und leckere Rezepte ausprobiert. Die Grillsaison ist oftmals das Highlight des Sommers und zu einem ordentlichen Barbecue gehört neben der Auswahl des perfekten Fleischs auch die Wahl der Beilagen und der passenden Grillmarinaden.
Selber zubereiten liegt im Trend
Nach wie vor empfiehlt es sich, hochwertiges rohes Fleisch zu kaufen und dieses zu Hause nach dem eigenen Geschmack zu würzen und zu marinieren. So weiß man, welche Zutaten auf den Tisch kommen, und die Grillmarinade selbst herzustellen ist kinderleicht und geht schnell von der Hand.
Denn selber machen ist groß im Trend, und besonders zur Grillsaison passt selber machen super! Es gibt eine große Auswahl an Möglichkeiten, was man alles selber zubereiten kann.
Sei es der Beilagensalat oder das leckere, frisch gebackene Brot. Wer mag kann auch köstliche Dips und Soßen zaubern oder gleich die Grillmarinade selber machen – der Fantasie und der Auswahl an Möglichkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt.
Rezepte zur Auswahl gibt es im Internet oder aber in Büchern – hier ist zu jedem Thema und für jeden Geschmack das richtige Rezept dabei.
Das Schöne am selber machen ist, dass man jedes vorhandene Rezept individuell nach seinen Vorlieben anpassen oder verfeinern kann – sei es mit ein wenig mehr Gewürz als vorgegeben oder vielleicht noch anderen Bestandteilen, die man hinzufügt.
Rezepte für fruchitige Marinaden
Rezepte zu leckeren, selbst gezauberten fruchtigen Grillmarinaden gibt es im Internet einige.
Vriante 1: Ananas, Ingwer und Frühlingszwiebel
Besonders köstlich ist zum Beispiel eine fruchtige Marinade mit Ananas, Ingwer und frischen Frühlingszwiebeln.
Verfeinert werden diese Zutaten noch mit Chili, Knoblauch, etwas Sojasoße sowie Pflanzenöl. Zusammengemischt passt diese leckere Marinade hervorragend zu Hähnchenfleisch.
Das Fleisch sollte man einige Stunden in dieser Marinade einlegen, damit es den vollen Geschmack annimmt. Ebenfalls sehr lecker ist eine Joghurt – Mango – Marinade.
Bestehend aus Joghurt, Mango Chutney (welches man ebenfalls hervorragend selber machen kann) sowie verschiedenen Gewürzen und Pflanzenöl bietet auch diese Marinade eine leckere Basis für Geflügelfleisch.
Variante 2: Orangensaft, Senf und Basilikum
Ein persönliches Lieblingsrezept ist die Mischung aus Orangensaft, Pflanzenöl, etwas frischem Basilikum, Senf, Zwiebeln und Gewürzen nach Geschmack.
Diese Marinade ist super schnell und einfach herzustellen und kann sowohl als Marinade für Fleisch als auch als Dressing für den Salat verwendet werden!
Überhaupt gibt es auch eine große Auswahl an Beilagen, die besonders zu fruchtig marinierten Fleischstücken passen.
Gemüse ist da immer eine gute Wahl. Kleine Gemüsepäckchen kurz auf dem Grill gegart und mit Gewürzen verfeinert passen ebenso gut wie ein frisch gebackenes, selbstgemachtes Baguette oder leckere Salate.
Doch was benötigt man eigentlich als Grundzutaten für die perfekte Marinade?
Grundzutaten
Basisöl
Als erste Basis für fruchtige Grillmarinaden im Allgemeinen gilt ein gutes Öl. Hier sollte man möglichst auf hochwertige, geschmacksneutrale Öle zurückgreifen.
Gute Basisöle sind vor allem Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Diese sind besonders hitzebeständig und entwickeln auch bei hohen Temperaturen auf dem Grill keine bitteren oder gar giftigen Aromastoffe.
Kaltgepresste Öle als Basisöl sind aus diesem Grund nicht geeignet. Sie sind nicht hitzebeständig genug.
Säuren
Als zweite Basis für selbstgemachte Marinaden benötigt man neben dem Öl eine Säure. Dieses kann zum Beispiel die Fruchtsäure von Zitrusfrüchten sein, auch Essig und sogar Buttermilch oder Joghurt sind als Säuren zu verwenden.
Buttermilch und Joghurt besonders dann, wenn man seine Marinade cremig und dennoch leicht mag. Durch die leichte Säure passt Buttermilch herrlich zu Geflügel und kann in Kombination mit Curry, Zitrone und etwas Ananassaft schnell zu einer fruchtigen Grillmarinade verarbeitet werden.
Wer es etwas schärfer mag gibt noch etwas Chilli, frisch oder getrocknet hinzu.
Essig
Vor allem Essig ist eine beliebte Säure, welche häufig für fruchtige Marinaden verwendet wird. Denn dank der großen Auswahl an Essig kann man hier direkt einen fruchtigen Essig verwenden, welcher die fruchtigen Bestandteile der Marinade sehr schön in der Basis wieder aufgreift und ergänzt.
Besonders Apfel- oder Weintraubenessig wird gern verwendet.
Zitrone
Nach wie vor gerne genutzt werden zur Gewinnung der Säure in der Marinade aber auch Zitrusfrüchte wie die Zitrone oder die Limette.
Der Vorteil ist hierbei, dass man neben dem gepressten Fruchtsaft auch noch den Abrieb der Schale für seine Marinade verwenden kann und so die fruchtige Note verfeinert.
Allerdings sollte man hierbei zwingend auf Bio Qualität achten und die Zitronen oder Limetten vor der Verwendung immer gut und gründlich abwaschen.

Säuregehalt
Der Säuregehalt in der Marinade kann dazu beitragen, dass das marinierte Fleisch zarter wird. Dazu ist es nötig, dass die Marinade Zeit bekommt, in das Fleisch einzuziehen.
Deswegen ist die Säure als Komponente in der Marinade auch so wichtig. Wissenschaftliche Experimente haben gezeigt, dass lediglich Säure es schafft, die Fleischfasern nachhaltig zu verändern und das Fleisch zarter zu machen.
Denn die Proteine des Fleisches werden durch den Säuregehalt so verändert, dass das Fleisch beim Grillen mehr Wasser behält und somit saftig bleibt sowie den vollen Geschmack der Marinade annimmt.
ph-Wert
Genau aus diesem Grunde sollte auch kurz der ph-Wert angesprochen werden, denn auch er spielt eine wichtige Rolle und erklärt die Veränderung des Fleisches.
Normalerweise liegt der ph-Wert, gemessen im Muskelgewebe des Tieres, nahe dem sogenannten neutralen Wert 6,8. Mariniert man nun das Fleisch trägt die Säure dazu bei, dass der ph-Wert sinkt und zwar bis auf einen Wert von 5,0.
Die Säure in der Marinade sorgt dafür, dass sich das Fleisch beim Grillen weniger zusammenzieht und somit weniger Wasser austritt.
Das Fleisch bleibt zarter und saftiger. Jedoch sollte man vor allem bei zartem Fleisch wie beispielsweise Hühnchen oder Geflügel aufpassen, dass der ph-Wert nicht zu sehr sinkt, da sonst bereits eine Art Garprozess einsetzt.
Um dem bei Geflügel vorzubeugen eigenen sich, wie bereits erwähnt, vor allem Buttermilch und Joghurt als gute Säurebasis, da der Säuregehalt weniger hoch ist als beispielsweise in Essig.
Fleischbeschaffenheit
Doch was sind eigentlich Fleischfasern? Sie finden sich überall im Fleisch und in jedem Stück Fleisch, aber dennoch gibt es Unterschiede. Besonders grobe Fleischfasern sind in allen stärker beanspruchten Fleischstücken des Tieres zu finden.
Je feiner die Fleischfasern, desto feiner und zarter ist auch das Fleisch und desto weniger Garzeit wird benötigt. Besonders beliebt sind somit feinfaserige Fleischstücke wie zum Beispiel das Filet, welches aus dem Rücken geschnitten wird.
Da die Muskulatur hier besonders wenig beansprucht wird und sich somit keine groben Fleischfasern bilden können, bleibt das Filet schön zart, und ein kurzes anbraten genügt für den vollen Geschmack.

Passende Fleischsorten
Zu fruchtigen Grillmarinaden passen am besten zarte Geflügelstücke. Eine schöne Hähnchen- oder Putenbrust beispielsweise. Besonders in Kombination mit fruchtigen, leichten Marinaden sind diese Fleischstücke ein Genuss auf dem Grill.
Ebenfalls passend zu fruchtigen Marinaden sind gemischte Spieße bestehend aus Gemüse und schönen, zarten Stücken vom Rind oder Schwein. Besonders die Kombination als Spieß mit dem Gemüse auf dem Grill verleiht ein leckeres Aroma.
Das Fleisch kann entweder ebenfalls vorher mariniert werden, wobei man die dickeren Stücke für den Spieß definitiv über Nacht einlegen sollte, oder aber man grillt es ohne Marinade und genießt dazu einen fruchtigen Dip.
Marinierungszeit
Die jeweilige Marinierungszeit hängt in erster Linie von der Dicke des Fleisches, sowie von der gewünschten Intensität des Geschmacks ab.
Die meisten Marinaden sollten zumindest für einige Stunden auf das Fleisch einwirken. Bei dickeren Fleischstücken ist sogar die Einwirkzeit über Nacht zu empfehlen.
Bei dieser Marinierungszeit kann man seine Marinade auch prima am Vorabend zubereiten und das Fleisch so einfach über Nacht im Kühlschrank schön durchziehen lassen.
Wichtig vor dem Marinieren ist es, das Fleisch gut abzutupfen und dann vollständig mit der Marinade einzureiben.
Vakuumbeutel
Eine einfache und schnelle Lösung bietet die Marinierung im Vakuumbeutel. Nachdem mein sein Fleisch schön einmariniert hat, gibt man es mit der überschüssigen Marinade zusammen in den Vakuumbeutel.
Anschließend wird mit dem Gerät die Luft aus dem Beutel gesaugt. Diese luftdichte Verpackung sorgt dafür, dass die Marinade schön ins Fleisch einziehen kann und das Fleisch den vollen Geschmack annehmen kann.



