Grillmarinaden - Zubereitung einer passenden Marinade, Fleischbehandlung und Grilltechniken - Grillen.io
Veröffentlicht in der Kategorie Marinaden am 26 Dezember 2025
Letzte Aktualisierung erfolgte am | 👁 28 views

Grillmarinaden – Zubereitung einer passenden Marinade, Fleischbehandlung und Grilltechniken


Mariniertes Fleisch

Das Grillen ist nach wie vor eines der beliebtesten Hobbys, sobald die Tage wieder wärmer werden. Jedes Jahr aufs Neue werden neue Rezepte ausprobiert, neu erworbener Zubehör getestet und man freut sich auf schöne Abende mit seinen Lieben und ein leckeres Stück Fleisch. Passende und leckere Grillmarinaden lassen sich einfach selber zubereiten.

Einfach selbst zubereiten

Ganz egal, für welches Grillfleisch man sich dabei entscheidet, ob für Hähnchen, Pute, Rind oder Schweinefleisch. Mit leckeren Grillmarinaden schmeckt jedes Stück einzigartig lecker. Und das Beste – die meisten Grillmarinaden kann man ganz einfach selbst zubereiten – so wird es ein toller, einfach selbst gemachter Genuss.

Bereits fertig mariniertes Fleisch zu kaufen ist so gar nicht notwendig, da sich die Rezepte für leckere Grillmarinaden so einfach umsetzen lassen.

Entscheidet man sich dazu, sein Fleisch selbst zu marinieren, bietet diese Variante den Vorteil, dass man sein Fleisch beim Kauf begutachten kann und schnell feststellen kann, ob die Qualität stimmt.

Denn leider überdecken fertig marinierte, abgepackte Stücke Fleisch auch oftmals den eigentlichen Anblick vom Fleisch. Doch sein Fleisch selber zu marinieren geht schnell und unkompliziert, denn für jedes Stück Fleisch, aber auch für Gemüse und Fisch gibt es die perfekte Grillmarinade.

Ganz egal ob die Vorliebe des Geschmacks dabei zu süß und fruchtig oder eher zu herb und rauchig geht – Rezepte finden sich reichlich, und die Grundzutaten für eine einfache Grillmarinade hat man in der Regel sogar daheim.

Die Vorbereitungszeit für eine selbstgemachte Marinade ist dabei durchaus jede Minute wert, denn was gibt es besseres als das Fleisch nach seinen eigenen Vorstellungen und Vorlieben zu würzen und zu marinieren?

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Zutaten und Zubereitung

Möchte man eine Marinade selbst herstellen, sollte man zunächst bei der Zubereitung darauf achten, hochwertige Zutaten auszuwählen, um den vollen Geschmack einer Marinade zu erhalten.

Eine Grillmarinade besteht in der Regel aus den drei Bestandteilen Fett, Säure und Gewürze.

Fett/Öl

Für das Fett in der Marinade wird als Grundzutat zunächst ein gutes, neutral schmeckendes Öl benutzt.
Man kann als Beispiel Sonnenblumenöl oder auch Rapsöl verwenden.

Pflanzenöle sollten definitiv gewählt werden, weil sie eine hohe Hitze aushalten und somit beim Grillen keine bitteren oder gar giftigen Substanzen bilden können.

Olivenöl, ein sogenanntes kaltgepresstes Öl, oder sogar Butter ist daher als Basis für Marinaden nicht geeignet.

Kräuter

Anschließend wird das gewählte Öl angereichert mit frischen Kräutern und Gewürzen, mit Knoblauch, mit Chili oder Zwiebeln – jeder kann hier nach seinem Geschmack variieren.

Frische Kräuter aus dem eigenen Anbau sind besonders beliebt und können ihr ganzes Aroma entfalten. Wichtig ist an der Stelle der Gewürze, kein Salz zur Marinade hinzuzugeben, da dieses Salz dem Grillgut Wasser entziehen würde und somit das Fleisch beim Grillen schnell austrocknen würde.

Säure

Als dritte Komponente folgt dann die Säure in Form von zum Beispiel Saft von gepressten Zitronen oder Limetten, mit abgeriebener Schale von Zitrusfrüchten (hier bitte auf Bio-Qualität beim Kauf achten), mit Wein oder auch Essig.

Wer seine Marinaden etwas cremiger mag kann hier auch gerne Buttermilch verwenden. Grundsätzlich sind der Fantasie bei der Herstellung von Marinaden keine Grenzen gesetzt, und man kann mit allen Komponenten und ihren Anteilen in der Marinade je nach Geschmack spielen.

Zutaten Marinade

Für jede Fleischart – eine passende Marinade

Im Internet gibt es viele tolle Rezepte für einfache aber dennoch sehr gute Grillmarinaden zu finden, und auch ganze Bücher mit tollen Rezepten zu dem Thema lassen sich kaufen.

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Hähnchen

Eine leckere Marinade für Hähnchen und Geflügel als Beispiel verfeinert man mit etwas Honig, Knoblauch und Chili.

Aber auch frische Kräuter und Senf sind für Geflügelmarinaden beliebte Zutaten.

Auch Curry passt hervorragend zu Geflügel und verleiht vielen Marinaden das richtige Aroma. Man vermischt die Zutaten miteinander, reibt das Fleisch damit von allen Seiten gut ein, und lässt es im Anschluss daran eine Weile in der Marinade ziehen, bevor man es auf den Grill gibt.

Schweinefleisch

Möchte man hingegen Schweinefleisch marinieren darf es hier gerne schon ein wenig deftiger zugehen was die Auswahl der Zutaten für die Marinade angeht.

Einen rauchigen Geschmack erhält man beispielsweise mit einer Biermarinade: Hierzu mischt man etwas dunkles Bier, frische Kräuter wie Majoran oder Rosmarin, Senf und ein wenig Honig zusammen und lässt das Fleisch darin bedeckt eine Weile, am besten über Nacht, ziehen, damit es den Geschmack der Marinade annehmen kann.

Auch Zwiebeln sind für Schweinefleisch eine beliebte Zutat in der Marinade und ergänzen den Eigengeschmack des Fleisches optimal.

Rindfleisch

Für Rindfleisch darf es ebenfalls gern etwas rauchiger sein, hierzu eignet sich als Beispiel eine gute Worcester Sauce als Zutat der Marinade.

Aber auch eine würzige Chilimarinade verfeinert mit Kräutern passt zu Rindfleisch hervorragend. Für jedes Stück Fleisch kann individuell entschieden werden, in welchem Verhältnis man die Komponenten mischen möchte, und ob man bereits vorgegebene Rezepte noch nach seinem eigenen Geschmack abändern mag.

Gewürzmischungen

Ebenfalls eine Eigenkreation was das marinieren von Fleisch angeht, aber dennoch eine Alternative zur vollständig selbst hergestellten Marinade sind sogenannte Pubs.

Diese Gewürzmischungen gibt es zu kaufen und sie sind bereits individuell auf die jeweilige Fleischsorte abgestimmt und werden daheim als sogenannte Trockenmarinade, Dry Rub, nur noch ins Fleisch eingerieben.

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Man kann diese Gewürzmischung jedoch auch mit etwas Öl vermischen und sein Fleisch darin ziehen lassen. Anschließend kann auch hier das Fleisch einfach gegrillt werden.

Fleischbehandlung und Einwirkdauer

Damit die Grillmarinade perfekt vom jeweiligen Stück Fleisch aufgenommen werden kann, ist die richtige Fleischbehandlung im Vorfeld eine wichtige Komponente.

Für alle Fleischstücke, welche mit einer Grillmarinade verfeinert werden sollen, gilt zunächst:

  1. Gut abspülen und dann mit Küchenpapier leicht trocken tupfen.
  2. Im Anschluss kann dann das Fleisch mariniert werden.
  3. Hierzu reibt man das Fleisch von allen Seiten gut ein und gibt es anschließend zusammen mit der übrigen Marinade in ein Behältnis.

Wie lange die jeweilige Grillmarinade dann einwirken muss hängt immer vom eigenen Geschmack ab. Generell gilt, je länger das Fleisch Zeit hat die Marinade anzunehmen, desto intensiver wird am Ende der Geschmack sein. Genaue Vorgaben zur Einwirkdauer der Marinade zu treffen ist deshalb eher schwierig, allerdings sollte man seinem Fleisch schon einige Stunden Zeit geben.

Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn die Marinade über Nacht einwirken kann. So kann man die Marinade am Vorabend ganz entspannt zubereiten und gibt dem Fleisch damit ausreichend Zeit, den leckeren Geschmack anzunehmen. Gerade für dicke Stücke Fleisch empfiehlt sich diese Einwirkzeit, wobei zum Beispiel kleine Fleischstücke auf Spießen oder ein dünneres Stück Geflügel auch nach wenigen Stunden bereits grillfertig sind.

  • Das Fleisch sollte mit der Marinade eingerieben werden und anschließend in ein ausreichend großes Behältnis gelegt werden, welches im Idealfall noch mit Marinade aufgefüllt wird, sodass die Fleischtücke vollständig bedeckt sind.
  • Dieses Behältnis wird dann während der Einwirkzeit im Kühlschrank aufbewahrt.
  • Vor dem Grillen bitte nicht vergessen das Grillgut rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, sodass es dann Zimmertemperatur annehmen und seinen vollen Geschmack entfalten kann.

Mariniertes Hähnchen auf dem Grill

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Mariniertes Grillgut kommt auf den Grill

Nun geht es ans Grillen des zuvor lecker marinierten Grillguts.

  1. Hierzu bitte als erstes den Rost immer gut einölen, da das Fleisch ansonsten schnell am heißen Rost kleben bleiben kann.
  2. Dann wird die Oberfläche vom Fleisch verletzt und es können Fasern entstehen, die das Fleisch schnell austrocknen können. Das gilt es natürlich zu vermeiden.
  3. Den Grill gut vorheizen und auf Temperatur bringen.
  4. Bevor man das Grillgut nun auf den Grill gibt sollten eventuelle Kräuterstücke aus der Marinade am Fleisch entfernt werden.
  5. Denn Kräuter verbrennen sehr schnell und setzen dabei Bitterstoffe frei, welche den Geschmack des Grillguts zerstören und zudem noch giftig sein können.
  6. Überschüssige, tropfende Grillmarinade sollte zuvor ebenfalls vom Fleisch abgetupft werden, damit die Marinade nicht in die Glut tropfen kann. Auch hier würden Dämpfe entstehen, welche giftig sein können und sich auf dem Fleisch ablagern könnten. Im Übrigen bildet sich auch keine schöne Kruste, wenn das Fleisch zu nass ist, und man würde nicht die leckeren Röstaromen erhalten.
  7. Nun gibt man das Grillgut auf den heißen Rost und lässt es von jeder Seite anbraten und anschließend je nach gewünschter Garstufe auf kleinerer Flamme grillen. Natürlich sollte man zudem mit den dickeren Stücken Fleisch beginnen und sich bis hin zu den kleinen Stücken und eventuellem Grillgemüse vorarbeiten, um jeweils die optimalen Garpunkte zu erreichen.

Ein leckeres, frisches Baguette dazu, vielleicht noch ein wenig Salz, und guten Appetit!