Chilipaste Mojo Rojo - scharfe Grüße aus Südamerika - Grillen.io
Veröffentlicht in der Kategorie Soßen & Dips am 26 Dezember 2025
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Chilipaste Mojo Rojo – scharfe Grüße aus Südamerika


Mojo Rojo

Die Lage der kanarischen Inseln sei Dank, gibt es die Mojos. So kommen die Oliven aus Europa, der Kreuzkümmel aus Afrika und der Paprika aus Amerika. Der Name „Mojo” leitet sich dabei übrigens von dem portugiesischen Wort „Molho” ab, was übersetzt „Sauce” bedeutet.

Es gibt auch zig verschiedene Mojos, unterschieden wird dabei je nach Geschmack und Zutaten. Durch die Würze und Textur der Sauce lassen sich Einflüsse aus Mexiko, Venezuela und Argentinien erahnen. „Rojo” steht dabei für die Unterscheidung durch die Farbe Rot, aufgrund der Zutaten von Paprika oder Tomaten. „Mojo Verde”, die grüne Sauce, dagegen enthält wahlweise Petersilie, Koriander oder Avocado. Die Basis der Saucen stellt aber stets Olivenöl, Essig und Knoblauch dar.

Das Rezept

Die Zutaten

  • 4 bis 8 getrocknete Chilischoten
  • 3 bis 4 Knoblauchzehen
  • 1 gestrichener TL Meersalz
  • 50 g Mandeln oder Erdnüsse
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 EL Essig
  • nach Belieben etwas Kreuzkümmel zum Würzen

Die Zubereitung

  1. Die getrockneten Chilischoten müsst ihr zunächst mit einem scharfen Messer von den Stielen und Kernen befreien. Diese würden euere Pastete nur unnötig bitter machen. Dabei solltet ihr soviel als möglich von der Plazenta (das ist die weiße umhüllende Schicht der Kerne) beibehalten, denn diese Hülle enthält das Capsaicin, die Schärfe der Chili; sie gibt dem Rezept die nötige Würze. Denkt daran, je schärfer euere Chilischote ist, desto schärfer wird später euere Paste werden!
  2. Anschließend gebt ihr die Schoten in eine Schüssel und übergießt sie mit heißem Wasser. Diese sollen dann für 15 bis 20 Minuten ziehen können. (Anmerkung: Frische Chilischoten enthalten von sich aus sehr viel Flüssigkeit und würden die Paste eher wässrig machen.)
  3. Während die Chilis einwirken, könnt ihr die Zeit für die Vorbereitung der weiteren Zutaten nutzen.
  4. Der Knoblauch muss nun geschält, mit dem Salz wahlweise in einen Mörser oder eine Schüssel gegeben und zerdrückt werden. Nehmt für das Rezept natürliches Meersalz! Dieses enthält im Gegensatz zu den meist angebotenen Tafel- oder Speisesalzen keine Rieselhilfe, welche dadurch die Paste wie krisselig oder sandig erscheinen lassen würde.
  5. Haben die Chilischoten die vorgegebene Zeit gezogen, gießt ihr das Wasser ab. Als kleiner Tipp: Das Wasser könnt ihr zur Würzung für andere Speisen nutzen oder trinken. So könnt ihr reichlich Vitamine tanken, denn die Chilischoten geben an das Wasser auch reichlich Vitamine ab.
  6. Weiter zum Rezept: Die Chilis schneidet ihr daraufhin in kleine Stücke und gebt sie anschließend mit den übrigen Zutaten des Rezeptes – Knoblauch, Olivenöl, Essig und Nüsse bzw. Mandeln – in euren Mixer. Durch die Erdnüsse oder Mandeln erhält die kanarische Paste ihre Konsistenz und die Schärfe wird etwas reduziert.
  7. Jetzt kann die Sauce einfach in ein abgekochtes Schraubglas abgefüllt werden. Je nach Bedarf kann man sich dann mit einem sauberen Löffel davon nehmen.

Getrocknete Chilischoten

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Das Fazit

Die Chilipaste ist wirklich vielseitig einsetzbar. Sie eignet sich ideal als Aufstrich auf Brot und Toast, schmeckt gut zu Kartoffeln, wird auf den Kanaren traditionell zu Fleisch- sowie Fischgerichten gereicht und kann verschiedenen Saucen einfach und genial verfeinern. De facto kann sie in der Vorspeise, der Hauptspeise, in Beilagen und mit Süßem, zum Beispiel Schokolade auch in der Nachspeise genutzt werden. Durch die Zutaten Chili, Knoblauch und Olivenöl ist die kanarische Chilipaste „Mojo Rojo” mindestens zwei Wochen oder sogar länger haltbar.

Wichtig zur Lagerung ist stets das saubere Arbeiten bei der Zubereitung, der Abfüllung und der Entnahme! Das Rezept ist einfach, daher eignet es sich auch für Anfänger. Und die Zubereitung gelingt schnell in nur 25 bis 30 Minuten. Außerdem sind die Zutaten dafür lange haltbar, so kann man das Rezept immer und immer wieder zubereiten.