
Das Grillen wird immer beliebter, sobald es wieder wärmere und schönere Tage im Jahr gibt, grillt man sich einfach etwas und die Küche bleibt kalt, denn es geht oft zu einem Ausflug ins Freie.
Dank der heutigen Vielfalt gibt es jedes Jahr aufs Neue so viele tolle und leckere Rezepte auszuprobieren, dass die Wahl nicht immer leicht fällt. Bei jedem Grillabend stellt sich deshalb auch die Frage nach den passenden Beilagen und vor allem nach den passenden Soßen und Dips, die man zu seinem Fleisch servieren kann. Hier hilft es immer vorab eine erste Auswahl zu treffen, in welche Richtung es denn gehen soll. Sollen die Soßen eher fruchtig süß sein, oder doch lieber rauchig oder rustikal?
Hiernach kann man dann entsprechend die Soßen, Dips und Beilagen wählen und das perfekte Barbecue zubereiten.
Wir haben uns heute für die rustikale Variante entschieden und möchten ein paar dazu passende Rezepte sowie Tipps und Tricks veröffentlichen, sodass der Grillabend garantiert eine leckere Angelegenheit wird!
Dank der einfachen Vorbereitung, welche auch am Vorabend möglich ist, hat man am Tag selber keinen Stress und kann sich in aller Ruhe auf ein leckeres Grillen freuen.
Rezeptideen – rustikal & einfach
Die Richtung für den Grillabend ist nun klar – rustikal soll es werden. Dazu gibt es viele leckere Rezepte im Internet, aber auch Kochbücher sind eine gute Hilfe – jeder wählt das, was zu ihm am besten passt.
Rustikal bedeutet ja auch immer würzig und vor allem einfach zuzubereiten. Hierzu benötigt man keine riesig große Auswahl an Gewürzen oder anderen Zutaten.
Oftmals haben rustikale Soßen und Dips eine leicht rauchige, zwiebelige Note, welche perfekt zu Schweinefleisch und Rindfleisch passt.
Eine rauchige Barbecue Soße ist zum Beispiel schnell selber hergestellt und kann auch perfekt am Vorabend zubereitet werden oder sogar in größeren Mengen hergestellt und anschließend in Flaschen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Eignet sich übrigens auch als ein schönes Mitbringsel, wenn man selber mal zu einem Grillabend bei Freunden eingeladen ist. Denn eine selbstgemachte Soße schmeckt nach wie vor trotz der riesigen Auswahl in den Supermärkten noch immer am allerbesten.
Ohne Zucker, Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker, lediglich mit etwas Bier, Zwiebeln und Knoblauch, passierten Tomaten, ein wenig Olivenöl und Honig sowie Worcester Sauce und verschiedenen Gewürzen kann man seine Barbecue Soße ganz einfach selber herstellen.
Bier-Barbecue-Soße
- Die Zwiebeln und den Knoblauch fein gewürfelt anschwitzen, anschließend mit dem Bier ablöschen.
- Die übrigen Zutaten werden hinzugefügt und die Soße kurz aufgekocht.
- Nun lässt man sie ein paar Minuten bei schwacher Hitze köcheln und schmeckt sie anschließend ein wenig mit Senf und Tomatenmark ab.
- Bei Bedarf noch einmal etwas nachwürzen und fertig ist unsere leckere Bier-Barbecue Soße.
Ketchup als Basis
Die schnelle Variante, falls die Grillparty spontan für den Abend geplant wurde, kann sich aber ebenfalls sehen und schmecken lassen.
- Hierfür verwendet man als Basis fertigen Ketchup, welcher ebenfalls mit Worcester Sauce, etwas Tomatenmark, Weißweinessig für die Säure sowie Gewürzen einfach zusammengerührt und nach Geschmack verfeinert wird.
Hier spart man sich das aufkochen, die Soße ist aber mindestens genau so lecker!
Zwiebelmarinade
Rustikale Soßen können als Beilage genutzt werden oder aber auch als leckere Marinade.
- Hierin legt man sein Fleisch dann für mehrere Stunden, am besten aber über Nacht ein, sodass der rustikale, rauchige Geschmack vom Fleisch aufgenommen werden kann, bevor man es auf den Grill legt.
- Eine besonders leckere Marinade ist die Zwiebelmarinade, welche man aus Zwiebeln, Knoblauch, Öl als Basis sowie Chilli, Rosmarin und glatter Petersilie herstellt.
- Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein schneiden, mit der gehackten Chilli und dem Rosmarin vermengen und anschließend das Grillfleisch mit den Zutaten belegen.
- Dann mit Öl auffüllen und alles einige Stunden ziehen lassen, bevor man das Fleisch auf den Grill gibt.

Gewürze
Die richtigen Gewürze sind bei selbstgemachten Soßen und Dips sowieso ein wichtiger Bestandteil und sollten keinesfalls vernachlässigt werden.
Vor allem gutes Salz und Pfeffer sollten verwendet werden, aber auch rauchiges Paprika- oder Chilipulver sind für die rustikalen Soßen notwendig.
Wer mag, kann natürlich auch mit Zwiebel- und Knoblauchpulver arbeiten und spart sich so das Schälen und Anschwitzen der frischen Zutaten.
Die Gewürzauswahl ist mittlerweile riesig und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Mit Gewürzen lässt sich jede Soße und jeder Dip individuell abschmecken und verfeinern.
Kräuter
Besonders frische Kräuter aus dem eigenen Garten runden jede Soße und jeden Dip ab. Aber auch der Supermarkt bietet mittlerweile eine große und vielfältige Auswahl an.
Ob frisch oder getrocknet, sollte individuell je nach Nutzung entschieden werden, wobei frisch natürlich immer die erste Wahl sein sollte.
Die Auswahl hängt dabei natürlich von der jeweiligen Art der Zubereitung ab, wobei zu rustikalen Soßen und Dips besonders gut Majoran und Rosmarin passen.
Die kann man entweder mit in die Soße oder die Marinade geben, oder man kann sie hinterher für kurze Zeit noch mit auf den Grill legen.
In beiden Fällen sollte man jedoch aufpassen, dass die Kräuter nicht verbrennen, da sonst bittere oder gar giftige Stoffe entstehen können, die das Grillgut ungenießbar machen.
Gibt man sie also vorab mit in die Marinade, so sollte man nicht vergessen sie vor dem Grillen vom Fleisch abnehmen. Rosmarin eignet sich auch hervorragend als Beilage zu kleinen Kartoffeln.
Mit etwas Olivenöl in kleine Alufolienpäckchen verpackt und auf den Grill oder in den Ofen gegeben, hat man eine leckere Beilage, die auch super zur bereits vorgestellten rustikalen Barbecue Soße passt.
Quark
Perfekt als Beilage für einen Grillabend eignen sich rustikale Dips auf Basis von Quark. Hier könnte man zum Beispiel einen leckeren Zwiebeldip herstellen, für welchen man etwas Olivenöl, Zwiebelpulver und Quark miteinander verrührt.
Gewürzt mit einem rauchigen Paprikapulver hat man einen leckeren Dip zu Fleisch oder zu frisch gebackenem Brot. Aber auch ein selbstgemachtes Zaziki ist unkompliziert und lässt sich prima vorbereiten.
Man schneidet eine halbe Gurke in kleine Würfel oder raspelt sie klein, drückt die Flüssigkeit aus, vermengt die Gurke mit Quark, etwas Zitronensaft, Knoblauchpulver sowie etwas Salz und Pfeffer, und fertig ist ein köstliches Zaziki.
Ebenfalls gut passt Quark in Kombination mit frischem Estragon und Senf. Die Zutaten verrühren und schon hat man einen leckeren, rustikalen Dip.

Passende Fleischsorten
Bei der Wahl des Fleisches sollte man zunächst auf gute Qualität achten und lieber rohes, unmariniertes Fleisch kaufen. Die Zubereitung der Marinade daheim ist kein Problem und kann je nach Fleischsorte variiert und individuell angepasst werden.
Hähnchenfleisch
Zu Hähnchenfleisch beispielsweise passen fruchtig süße Dips und Marinaden, während besonders zu Schweinefleisch eher das rauchige, rustikale Aroma passt.
Schweinefleisch
Besonders hervorzuheben ist hier das immer beliebter werdende sogenannte Pulled Pork. Fleisch aus der Schweineschulter am Knochen, welches man über Stunden langsam und zart gart. So wird es besonders saftig und zerfällt nahezu, was man dann eben als Pulled York bezeichnet.
Rindfleisch
Eine besonders leckere Kombination zu rustikalen Soßen und Dips. Aber auch Rindfleisch lässt sich sehr gut zu rauchigen Soßen kombinieren. Der Wahl der Fleischart sind hier keine Grenzen gesetzt. Ob ein leckeres Rumpsteak oder ein T-Bone Steak, es schmeckt köstlich mit einer guten Barbecue Soße.
Selber machen macht Spaß
Vor allem das Selber machen von Marinaden, Soßen und Dips ist also gar nicht schwer und dank der großen und vielfältigen Auswahl an Rezepten lässt sich so auch für den Geschmack und zu jedem Anlass das passende Rezept finden.
Auch Beilagen wie zum Beispiel ein leckeres Brot lassen sich ganz einfach selber herstellen und schmecken dann frisch aufgebacken mindestens genauso gut wie ein leckeres Baguette vom Bäcker.
Durch die oftmals unkomplizierte Vorbereitung auch am Vortag lässt sich so viel Zeit sparen. Der größte Vorteil vom selber machen ist jedoch die Auswahl der Zutaten.
Man kann nach seinen Vorstellungen Rezepte abändern und ergänzen und vor allem weiß man immer, welche Zutaten man verwendet hat und woher sie stammen – ein großer Vorteil vom selber machen gegenüber gekauften Produkten und gerade im Hinblick auf die immer größer werdende Achtsamkeit beim Essen ein wichtiger Aspekt bezogen auf Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung.
Zudem macht es doch auch großen Spaß, seine eigenen Kreationen in der Küche zuzubereiten und hinterher beim Essen Komplimente für die selbst zubereiteten Speisen zu erhalten oder gar nach dem Rezept gefragt zu werden weil es so gut geschmeckt hat.


