
Grüne Wiesen, warmes Wetter und Grillen gehören einfach zum Sommer. Damit das Grillfleisch und die Burger richtig lecker werden, kommt es auf nicht nur auf die richtige Zubereitung an. Gewürze spielen hierbei eine wichtige Rolle.
Sie dürfen nicht zu viel, aber auch nicht zu sparsam verwendet werden. Starköche und Grillexperten sprechen oft von der besonderen Kunst Grillfleisch und Burger richtig zu würzen. Und dabei liegen sie gar nicht so verkehrt.
Die passende Auswahl an Gewürzen richtet sich danach, welche Fleischsorte als Grillgut verwendet wird. Und natürlich auch welcher Geschmack erzielt werden soll.
Soll es ein exotisches Geschmackserlebnis geben oder bevorzugen Sie Ihren Burger lieber klassisch? Auch ein selbst gemachter Hot and Spicy Rub für Patties kann auf dem Grill für eine feurige Abwechslung sorgen.
Gewürze
Salz
Als ersten werden die Gewürz-Klassiker vorgestellt, die gewiss in keiner Küche fehlen. Das starke Duo wird gerne beim Würzen von Grillgut verwendet.
Doch Salz ist nicht gleich Salz. Die Qualität kann stark variieren, außerdem gibt es wie beim Pfeffer unterschiedliche Sorten. Zum Marinieren erfüllt hochwertiges Meersalz seinen Zweck am besten. Fleur de Sel oder Räuchersalz eignet sich zum Würzen während des Grillens.
Frisch in einer Mühle oder mit einem Mörser zerstoßenes Salz schmeckt intensiver. Welches Salz verwendet wird, bleibt am Ende immer eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Pfeffer
Pfeffer ist neben Salz das weit verbreitetste Gewürz. Aber auch hier gilt. Pfeffer ist nicht gleich Pfeffer.
Die vier bekanntesten Sorten sind: Schwarzer Pfeffer, Grüner Pfeffer, Roter Pfeffer und Weißer Pfeffer. Wobei letzterer sich aufgrund seines erdigen Geschmacks eher nicht zum Würzen von Grillfleisch und Burgern eignet.
Besser ist der Rote Pfeffer, der ein süßlich-scharfes Aroma auf den Teller zaubert. Bei Rindfleisch hat der Schwarze Pfeffer seine Nase vorn, der im besten Fall frisch gemahlen aus der Pfeffermühle kommt.
Paprikapulver
Ob scharf oder süß, welche Variante die Richtige ist, entscheiden Sie. Das bekannte Küchengewürz verleiht dem Fleisch ein pikantes Aroma.
Knoblauchpulver
Ist gerade kein Frischer im Haus eignet sich Knoblauchpulver als super Alternative. Ob Grillhähnchen oder Surf and Turf Spieße, mit dem Gewürz geben Sie Ihrem Grillgut die richtige Würze.
Kräuter
Rosmarin, Oregano und Thymian sind nur einige Gewürze, die Grillfleisch und Burgern eine besondere Note verleihen. Es gibt sie als fertige Gewürzmischungen oder selbst geerntet aus dem heimischen Garten.
Nicht nur das Grillgut, auch die Beilagen und Dips erhalten durch die Zugabe von Kräutern einen individuellen Geschmack.
Geeignete Grillgewürze im Überblick:
Rosmarin
Er verleiht Fleischgerichten eine intensive Note. Diese entfaltet sich besonders gut, wenn das Grillgut in einer Marinade eingelegt wurde. Er sollte eher sparsam eingesetzt werden, um den Eigengeschmack des Fleisches nicht zu übertönen.
Oregano
Bekannt aus der italienischen Küche verleiht er mit seinem kräftigen Aroma Grillfleisch einen besonderen Geschmack. Er lässt sich super in einer Marinade verwenden. Haben Sie keinen frischen Oregano zur Hand? Kein Problem, im getrockneten Zustand ist er noch aromatischer.
Salbei
Würzen Sie Ihr Grillfleisch mit Salbei freuen sich nicht nur Ihre Geschmacksknospen. Er wirkt verdauungsfördernd und passt daher hervorragend zu fettigen Speisen. Gemeinsam mit anderen Gewürzen kann aus ihm eine leckere Kräuterbutter hergestellt werden, die bei keinem Grillabend fehlen darf.
Thymian
Passt hervorragend zu Fleisch und Grillbeilagen wie Kartoffeln oder Salate. Aber auch Grillgemüse profitiert von seinem Aroma.
Minze
Nicht das erste Gewürz, das einem zum Thema Grillgewürze in den Sinn kommt. Trotzdem lassen sich aus ihr leckere Marinaden herstellen. In Kombination mit Zitrone wird aus Ihrem nächsten Grillhähnchen ein erfrischender Gaumenschmaus.
Koriander
Er wird oft mit der asiatischen Küche in Verbindung gebracht, doch auch auf dem Grill kann er sich sehen lassen. Experimentierfreudige Grillmeister probieren einen Burger mit Chili und Koriander.

Verwendung der unterschiedlichen Gewürze
Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, das Grillfleisch und Burger zu verfeinern? Vor, während oder nach dem Grillen? Wird das Fleisch vorher gewürzt, heißt es marinieren oder rubben.
Die Gewürze ziehen über mehrere Stunden hinweg in das Grillgut ein. So verleihen sie dem Grillfleisch das gewünschte Aroma.
Vor dem Braten zu salzen galt lange als Garant für trockenes Fleisch. Das muss nicht sein. Wird das Fleisch unmittelbar vor dem Grillen gesalzen, verliert es kein Wasser.
Andere Gewürze wie Pfeffer, Paprika oder Rosmarin sollten erst nach dem Grillen verwendet werden. Ihre Aromen werden bei hohen Temperaturen zerstört.
Fleischtypen und die passenden Gewürze
Einige Gewürze harmonisieren besonders gut mit bestimmten Fleischsorten. Sie unterstreichen den natürlichen Geschmack und verleihen ihm ein einzigartiges Aroma.
Trotzdem gilt, nicht jedes Gewürz eignet sich gleich gut für jeden Fleischtypen.
Rindfleisch
Für hochwertiges Rindfleisch auf dem Grill genügt das klassische Würzduo. Das Fleisch wird mit grobem Salz unmittelbar vor dem Grillen eingerieben. Auf dem Teller wird das Grillgut mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abgerundet.
Burger Patties aus Rindfleisch vertragen gut ein bisschen mehr Würze. Ein Kräutermix, wie im folgenden Rub, bringt etwas Abwechslung zwischen das Sesambrötchen:
- 1 TL Meersalz
- 1/2 TL Schwarzer Pfeffer
- 3 TL Kräuter der Provence
- etwas Knoblauchpulver
- brauner Zucker
Das Grillgut sollte, trotz des verwendeten Salz, über mehrere Stunden hinweg in dem Rub eingelegt sein.
Schweinefleisch
Der Klassiker auf dem Grill. Ob als Spareribs, klassische Steaks oder Pulled Pork. Wer an ein gutes Barbecue denkt, hat automatisch lecker zubereitete Stücke vom Schwein vor seinem inneren Auge. Aber auch Burger aus Schweinefleisch sind ein Dauerbrenner auf Grillpartys.
- Amerikaner würzen ihr Grillgut mit einer trockenen Marinade, dem sogenannten Rub. Das sorgt neben einem guten Geschmack für eine schöne Kruste. Gerade die ist bei Spareribs vom Grill extrem wichtig.
- Ein guter Rub besteht aus einer neutralen Basis, Salz, Zucker und einem besonderen Gewürz. Besonders brauner Zucker wirkt sich positiv auf Geschmack und Optik aus.
- Als besonderes Gewürz eignen sich Chili oder Curry. Als Grillmeister können Sie eigene Würzmischungen nach Ihrem Geschmack kreieren. Damit die Aromen ins Grillgut übergehen sollte der Rub mindestens vier Stunden ziehen.

Lammfleisch
Ein gutes Stück Fleisch vom Lamm kommt nicht alle Tage auf den Grill. Dennoch ist es eine leckere Alternative zu Rind, Schwein und Huhn.
Der etwas höhere Preis lohnt sich, denn bei der richtigen Zubereitung erwartet Sie ein zarter Genuss. Lammfleisch eignet sich hervorragend zum Marinieren.
Hierbei darf die Marinade gern etwas stärker sein. Beim Metzger Ihres Vertrauens bekommen Sie Koteletts und mageren Lammlachs, den sie in einer Rotweinmarinade einlegen können.
Hier ein passendes Rezept:
- 150 ml Rotwein
- 8 EL Öl (Olivenöl)
- 3 EL Rotweinessig
- Rosmarin und Thymian
- Paprikapulver
- Salz
- Pfeffer
Alle Zutaten werden miteinander vermengt und das Grillgut in einer Schale darin für mindestens fünf Stunden ziehen lassen.
Huhn
Zartes Fleisch trifft auf knusprige Haut: Ein Grillhähnchen verspricht leckeren Genuss. Damit das Fleisch auf dem Grill nicht zu trocken wird, empfehlen Grillmeister eine Marinade.
Zu Huhn passen die Gewürze Curry, Senf und Knoblauch in Verbindung mit Honig oder Fruchtsäften. Einige Grillexperten schwören auf Bier als Geheimtipp. Auf Filetstücken wird die Marinade gepinselt, Chicken Wings werden in ihr gewälzt.
Bei dickeren Stücken empfiehlt sich die Benutzung einer Marinadenspritze. Diese verteilt die Gewürzmischung bis ins Innere und ein Austrocknen ist quasi unmöglich.
Da die Frische bei Grillgut aus Geflügelfleisch eine besonders große Rolle spielt, sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie ihr Fleisch selbst würzen.
Richtge Zubereitung ist wichtig
Für leckeres und vor allem saftiges Grillfleisch spielt die richtige Zubereitung eine wichtige Rolle. Neben der Fleischqualität ist die passende Technik gefragt.
Ob Sie sich nun für ein Rub, Marinade oder das Würzen auf dem Teller entscheiden, das Steak oder die Burger sollte weder zu dünn, noch zu dick sein. Ist das Fleischstück zu zart geschnitten, trocknet es, trotz bester Vorbehandlung, zu schnell aus. Ist es zu dick, besteht die Gefahr, dass es innen nicht richtig durch ist. Das ist besonders bei Geflügelfleisch gefährlich. Grillprofis setzen auf eine Dicke von 4 cm.
Ein gutes Grillergebnis wird erzielt, wenn das Fleisch vor dem Grillen bereits Raumtemperatur angenommen hat. Nehmen Sie es in etwa eine halbe Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank und legen Sie es dann auf den heißen Grill. Das Fleisch wird schneller gar und bleibt zart.



