
Vegan zu leben ist mittlerweile in der breiten Masse angekommen und wird dank des neu wachsenden Bewusstseins für gesunde Ernährung und eine nachhaltige Lebensweise vor allem bei jüngeren Leuten immer beliebter. Doch gerade jetzt, wo der Sommer vor der Tür steht und ein stetiger Grillduft in der Luft liegt, fragen sich viele, ob vegan zu grillen überhaupt möglich ist. Die Antwort lautet – definitiv ja!
Es gibt eine große Auswahl an leckeren Rezepten im Internet, das Thema füllt mittlerweile ganze Grillbücher und auch die Auswahl an bereits fertigem Grillgut, wie zum Beispiel Tofu oder Sojawürstchen aus dem Supermarkt, ist groß.
Gute Alternative
Nach wie vor die unangefochtene Lieblingsbeschäftigung, sobald das Wetter es zulässt. Wer jetzt denkt, das ist vegan nicht möglich oder nicht vielfältig genug, der irrt.
Vegan ist mittlerweile eine gern gesehene Alternative zu Fleisch und Wurst auf dem Grill und bietet dank einer großen Auswahl an Gemüse und anderen Beilagen mindestens genau so viel Vielfalt. Der Fantasie und Zubereitung sind hier keine Grenzen gesetzt.
Ob Gemüsespieße oder Gemüsepäckchen, ob Tofu als Fleischersatz oder Sojawürstchen. Auch ein leckeres Ragout aus Gemüse mit einer cremigen Soße kann auf dem Grill schnell gezaubert werden.
Brot, Dips und leckere Salate gehören zu einem gelungenen Grillabend als Beilage jedoch ebenso dazu wie das Grillgut an sich. Solange kein Käse, Ei oder Honig im Rezept vorkommt, kann hier nach Lust und Laune aufgetischt und zubereitet werden.
Wer neben leckerem Gemüse als Grillgut zudem Lust auf einen Fleischersatz hat, der ist mit Tofu oder Sojawürstchen gut beraten. Auch hier ist die Auswahl in verschiedenen Geschmacksrichtungen mittlerweile sehr vielfältig, sodass man definitiv fündig wird.
Große Auswahl
Ganz gleich, für welche Gerichte und Rezepte man sich bei einem veganen Grillabend entscheidet, die Auswahl ist riesig und für jeden ist etwas dabei.
Blickt man heutzutage in die Regale eines gut sortierten Supermarktes wird schnell klar: Hier wird jeder fündig. Vor allem eines nach wie vor bei einem leckeren Grillabend unangefochten beliebt: Leckeres Brot, Dips und Gemüse.

Gemüse: welches eignet sich am besten?
Nahezu jedes Gemüse lässt sich zu leckerem Grillgut verarbeiten. Am besten geeignet sind jedoch wasserarme Sorten wie Mais, Pilze, Zucchini oder Süßkartoffel.
Maiskolben als Beispiel schmecken im ganzen auf dem Grill, anschließend mit etwas Butter bestrichen und mit Salz verfeinert, so lecker! Natürlich gehört auch immer ein wenig Vorbereitung zu einem Grillabend, welche jedoch mit den richtigen Utensilien und Rezepten schnell von der Hand geht.
Sehr lecker und beliebt als Beilage sind auch nach wie vor immer kleine Rosmarinkartoffeln oder Kartoffelwedges, welche man ebenfalls ein paar Stunden vorher vorbereiten kann.
Zubereitungsmethoden
- in Streifen oder Würfel schneiden
Möchte man Gemüse grillen, so sollte dieses gewaschen und je nach Zubereitungswunsch in Streifen oder Würfel geschnitten werden. Mit geschnittenem Gemüse in verschiedenen Sorten kann man leckere Grillpäckchen kreieren, die dann in einer Aluschale oder in Alufolienpäckchen auf dem Grill gebraten werden.
- Gemüsespieße
Möglich sind jedoch auch leckere Gemüsespieße, die man einige Stunden zuvor, im Idealfall über Nacht, marinieren kann, sodass sie eine leckere Würze annehmen. Das Gemüse dann nur noch auf Spieße stecken, direkt auf den Grill legen und fertig.
- in Garsäckchen garen
Um Gemüse perfekt garen zu können, kauft man sich im Idealfall kleine Schälchen aus Aluminium, welche man dann füllen und auf den Grill stellen kann. Selbstgemachte Päckchen aus Aluminiumfolie, in welche man das Gemüse hineinlegt, sind aber ebenso möglich.

- Pilze grillen
Pilze lassen sich wunderbar mit etwas Kräuterbutter in einem Alupäckchen garen und werden so schön gar und geschmacklich sehr lecker.
Brot als Beilage
Auch ein leckeres Brot oder Baguette gehört dazu und kann problemlos selber gebacken werden. Den Teig kann man am Vorabend oder einige Stunden vorab zubereiten und das Brot oder Baguette wird kurz vor Verzehr dann nur noch in den Ofen geschoben.
Frischer und leckerer geht es nicht!
Dips
Auch leckere Dips in den verschiedensten Varianten lassen sich problemlos vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren.
Ob als Zaziki oder Gemüsedip, auch hier ist die Auswahl an Rezepten groß. Möchte man zusätzlich noch Sojawürstchen oder Tofu essen, sollte man den Tofu als Fleischersatz ebenfalls vorbereiten, um einen leckeren Geschmack zu bekommen.
Tofu
Den Tofu dazu marinieren und einige Stunden zuvor vorbereiten, damit der Geschmack der Marinade angenommen werden kann. Andernfalls schmeckt Tofu schnell sehr neutral. Hinsichtlich der Marinade oder der Würzmischung sind keine Grenzen gesetzt, hier kann man verwenden, was man mag und so einen leckeren Fleischersatz kreieren.
Obst grillen
Als Dessert kann man wunderbar leckeres Obst auf den Grill legen, welches man ebenfalls zur Vorbereitung schneiden und portionieren kann.
Der eigenen Vorliebe sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wenn nun der Hauptgang geschmeckt hat, ist auch ein veganes Dessert noch möglich: Obst vom Grill. Hier sind der Fantasie ebenfalls keine Grenzen gesetzt.
Besonders lecker sind gegrillte Ananas oder gegrillter Pfirsich, aber auch anderes Obst lässt sich wunderbar auf den Grill legen. Vor allem auch Wassermelone erfreut sich im Sommer größter Beliebtheit. Das Obst vorher mit etwas Zitronensaft zu beträufeln ist besonders lecker.
Richtiges Garen: Tipps uns Tricks
Gutes Öl und passende Gewürze
Damit das Gemüse auf dem Grill gut gart, sollte man das Gemüse vor dem Grillen auf jeden Fall mit einem hochwertigen Öl, im Idealfall einem guten Olivenöl, bestreichen.
- Das Gemüse kann man zusätzlich noch mit Salz, Pfeffer oder seinem Lieblingsgewürz verfeinern. Sehr gut zu frischem Gemüse auf dem Grill schmecken ebenso frische Kräuter aus dem eigenen Garten wie Rosmarin, Thymian oder Majoran, welche man als Zweige hinzugeben kann. Diese Kräuter entfalten ihre ganze Wirkung und sind perfekt zu kombinieren.
- Gewürze und Kräuter sollten aber erst zum Ende der Grillzeit hinzugegeben werden, damit sie nicht verbrennen und sich keine Bitterstoffe entwickeln können. Einfach wenige Minuten vor Ende der Garzeit in die Aluschale oder das Grillpäckchen dazulegen, so entfalten die Gewürze und Kräuter am Gemüse ihren leckeren Geschmack.
Was kommt alles auf den Grillrost?
- Die vorbereiteten marinierten Gemüsespieße können direkt auf den Grillrost gelegt werden, hier sollte man jedoch aufpassen, nicht die Stelle direkt über der Flamme zu wählen, damit die Spieße nicht verbrennen. Wichtig ist hier mehrmaliges wenden, um von allen Seiten ein gut durchgegartes und geröstetes Gemüse zu erhalten.
- Auch die Maiskolben können direkt auf das Rost gelegt werden. Auch hier mehrfach wenden, um am ganzen Kolben eine leckere Röstung zu erhalten, und zum Servieren mit Butter oder Kräuterbutter bestreichen und mit etwas Meersalz verfeinern.
- Rosmarinkartoffeln als Beilage werden mit Olivenöl und frischem Rosmarin verfeinert und kommen ebenfalls in Alupäckchen auf den Grill, brauchen jedoch in der Regel immer etwas länger in der Zubereitung als nur Gemüse. Im Alupäckchen werden sie jedoch schön gar und entfalten ihren vollen Geschmack. Vorbereitete Kartoffelspalten, sogenannte Weges, bereitet man als Beilage am besten im Backofen zu. Mit etwas Olivenöl, Paprikagewürz und Salz verfeinert werden sie kross und lecker.
- Auch das Brot oder Baguette schiebt man in den Ofen und lässt es dort backen.
- Um Tofu und Gemüsespieße oder Maiskolben zu grillen, sollte der Rost zuvor eingeölt werden, damit nichts kleben bleibt.
- Das Stück Tofu legt man dann ebenfalls direkt auf den Grill und wendet es zwischendurch, damit beide Seiten gegrillt werden.
- Sojawürstchen kann man ebenfalls direkt auf den Grill legen und anschließend mit einer leckeren Grillsauce verzehren.

Gardauer beachten
Die jeweilige Gardauer variiert je nach Grillgut und Zubereitung um einige Minuten. Grundsätzlich dauert veganes Grillen aber nicht länger als mit Fleisch, oftmals sogar eher im Gegenteil.
- Gemüsepäckchen benötigen in der Regel etwas weniger Garzeit als Tofu, Tofu benötigt weniger Zeit als Fleisch.
- Gemüse kann zwischendurch mit dem Messer angepiekt werden, um den Garzeitpunkt zu ermitteln und zu prüfen, ob es bereits verzehrfertig ist.
- Rosmarinkartoffeln als Beilage benötigen in der Gardauer am längsten, weswegen man mit dieser Zubereitung starten sollte. Die Gardauer liegt hier bei rund 20 – 30 Minuten, je nach Anzahl und Größe der Kartoffeln.
- Auch Kartoffelwedges oder Brot sollte man rechtzeitig in den Ofen schieben.
- Tofu benötigt als Faustformel nur ca. 10 Minuten mit mehrmaligem Wenden, Gemüsespieße und Gemüsepäckchen sind meistens sogar noch etwas schneller gar.
- Maiskolben benötigen in der Regel nur rund 5 Minuten, ehe sie verzehrt werden können. Die optimale Gardauer richtet sich jedoch natürlich auch danach, ob man sein Gemüse eher knackig und bissfest oder aber etwas weicher mag.
- Auch ohne Säckchen gegrilltes Gemüse benötigt in der Garzeit nur weniger Minuten, bevor es verzehrfertig ist.


