''Wer auf tierische Produkte verzichten und deshalb vegan leben will, der dürfte heutzutage viel mehr passende Produkte und Rezepte als noch vor einigen Jahren finden. Musste man früher noch aufwendig nach Reformhäusern oder speziellen Bio-Supermärkten Ausschau halten, findet man nun schon seit längerem Mandelmilch und vegane Wurst selbst beim Discounter um die Ecke.
Bei veganen Ersatzprodukten aus dem Supermarkt, ist hier jedoch leider oftmals die Zutatenliste dermaßen lang und mit einer Vielzahl unbekannter Namen bestückt, dass deshalb viele Menschen lieber etwas mehr Zeit und Arbeit investieren, dafür aber selbst entscheiden können, was das Endprodukt enthalten soll.
Mehr als Salat & Tofu
Und das lohnt sich, denn zum Glück haben vegane Gerichte viel mehr zu bieten als nur Salat & Tofu. Wer denkt, vegane Gerichte müssten langweilig sein, der irrt sich aber gewaltig. Eine dieser interessanten Möglichkeiten wäre das im Folgenden vorgestellte Rezept: Frikadellen aus Kidneybohnen.
Was wird hierfür benötigt?
Hauptbestandteil sind selbstredend Kidneybohnen, hier könnt ihr eine ganze Dose verwenden, zusätzlich brauchen wir als Zutaten Mehl und Paniermehl (ca. 25g), eine Zwiebel, Öl und etwa 25g Bulgur sowie Knoblauchgranulat, Ingwerpulver, Petersilie und Rauchsalz. Und natürlich etwas Salz und Pfeffer. Mit dieser Menge entstehen am Ende ungefähr neun Frikadellen.
Die Zubereitung ist wirklich einfach, sodass hier niemand befürchten muss, das nicht hinzukriegen. Der gesamte Zeitaufwand dürfte am Ende weniger als eine halbe Stunde betragen und auch die Kosten für die Zutaten sind überschaubar, wenn man bedenkt, dass die Hauptzutat – eine Dose Kidneybohnen – selbst heutzutage 1 bis 2 Euro kostet.
Wir halten also somit fest: Vegan, schnell, günstig und lecker. Besser geht es nicht, was will man mehr?

Die Vorbereitung
- Zunächst bringen wir Wasser zum Kochen und übergießen damit unsere kleine Menge Bulgur. Die entsprechende Wasserenge könnt ihr der Packung eures gekauften Bulgurs entnehmen, ebenso die konkrete Ziehzeit.
- Anschließend hacken wir eine Zwiebel in kleine Würfel und vermengen diese mit den Kidneybohnen (welche vorher mithilfe eines Siebs gewaschen werden sollten) und den Gewürzen.
- Ebenfalls geben wir das Paniermehl und Öl dazu.
- Zu guter Letzt vermengen wir das Ganze, bestenfalls mit den Händen zu einer homogenen Masse.
- Danach können wir uns wieder unserem in der Zwischenzeit ziehenden Bulgur widmen. Um eventuell nicht aufgesogenes Wasser zu entfernen, können wir den Bulgur durch ein Sieb geben und diesen nach dem Abtropfen zu unserer vorbereiteten Rohmasse hinzufügen. Auch hier sorgen wir wieder durch sorgfältiges Kneten dafür, dass die Zutaten eine möglichst gleichmäßige Masse ergeben.
- Am Ende geben wir noch etwas Mehl (beispielsweise Kartoffelmehl) hinzu, bis die Masse eine gut formbare Konsistenz erreicht hat und runden unsere Vorbereitung je nach Vorliebe mit etwas Salz und Pfeffer ab.

Nach der Pflicht kommt die Kür
Nach der Vorarbeit geht es ans Eingemachte, wir dürfen nun endlich aus der Masse etwa handflächengroße Taler formen, welche aber auch gerne je nach Belieben etwas kleiner sein dürfen. Nun geht es damit an die Zubereitung.
- Hierfür wird zunächst etwas Öl zum Braten in einer großen heißen Pfanne benötigt, in welche wir nun sorgfältig die einzelnen Buletten geben und in Ruhe brutzeln lassen.
- Wenn die Unterseite etwa goldbraun wird, ist es an der Zeit, die Frikadellen zu wenden, damit diese nicht anbrennen.
- Nach einigen Minuten sind diese durchgebraten und werden im Anschluss aus der Pfanne heraus genommen. Wer mag, kann die Bratlinge vor dem Servieren noch auf etwas Küchenrolle von überschüssigem Öl befreien und abtupfen, bevor er sie genießt.
- Zum Schluss können die Leckerbissen für die Optik beispielsweise noch mit etwas Salat angerichtet werden, eine große separate Beilage ist nicht unbedingt notwendig, da uns unsere veganen Frikadellen auch alleine Satt machen dürften. Wer mag kann einen Dip wie Ketchup verwenden. Guten Appetit.

