
Die Sonne lacht und so allmählich wagen sich auch noch die letzten Frühjahrsmüden unter uns wieder hinaus ins Freie! Und was gibt es wohl Schöneres, als an einem schönen, freien Sonnentag oder gar an einem lauen Sommerabend mit seinen Liebsten im heimischen Garten oder sonst irgendwo im Freien zu grillen?
Aber nicht nur immer langweilige Würstchen oder stets dieseleben marinierten Steaks wie jedes Jahr sollen es sein, sondern mal etwas völlig anderes: Wie wäre es denn mit einer Grillrunde, ganz im amerikanischen Stil? Alles, was Sie zu Ihrem sogenannten „Barbecue“ brauchen, sind Hamburgerbrötchen, Salat, verschiedene Soßen und natürlich Bratlinge!
Bratlinge gehen immer
Bratlinge gehen also immer, vor allem wenn man gerne Hamburger isst. Was aber noch ganz besonders toll ist: Bei einer Grillrunde darf jeder Gast auch seinen eigenen Hamburger zusammenstellen! So wird ein Barbecue schon fast wie ein gemeinsames und sommerliches Raclette-Essen an der frischen Luft.
Gemüsebratlinge oder doch eine Variante mit Fleisch?
Aber wie bei einem Raclette-Essen eben auch, so sollte für jeden Gast auch der geeignete Bratling-Teig vorbereitet werden: Haben Sie Vegetarier oder Veganer unter den Gästen? Dann entscheiden Sie sich doch für eine Bratling-Variante mit Gemüse!
Und wenn es dann doch Fleisch sein soll? Für solche Gäste eignen sich die altbewährten Fleischbratlinge, wie beispielsweise das Cevapcici oder die gute, alte Bulette. Aber egal für welche Sorte von Bratlingen Sie sich auch entscheiden: Die Zubereitung aller Bratlinge ist im Grunde nämlich immer gleich.
Zubereitung – die einzelnen Schritte
- Entweder verwenden Sie kleingehacktes Fleisch oder eben Gemüse, das Sie gerne auch vorblanchiert haben.
- Mit der Zugabe von Mehl, Semmelbröseln, gekochten Reis, Quinoa oder sogar Haferflocken wird
- mit etwas Flüssigkeit wie beispielsweise Wasser, Milch oder sogar Quark eine formbare Masse hergestellt.
- Damit die Masse besser hält, werden in der Regel auch Eier oder andere Bindungsalternativen zugefügt.
- Diese Masse wird dann noch mit der Zugabe von Gewürzen und Kräutern verfeinert
- und schon können Bratlinge daraus geformt werden!

Das Grillen von Bratlingen
In der Regel können Sie alle Bratlinge, die Sie auch in der Pfanne zubereiten können, bedenkenlos auch einfach auf den Grill zubereiten.
Jedoch sollten Sie dabei beachten, dass anders wie bei den fleischlosen Pattys, die Sie einfach direkt und ohne Zugabe von Öl am Rost garen können, das Brutzeln von Fleischbratlingen etwas komplizierter sein kann:
- So sollten Sie Cevapcici am besten noch mit etwas Öl bepinseln, bevor Sie diese auf den Grill geben.
- Bei Fleischbuletten sollte der Grill unbedingt vorher auf 200 Grad eingependelt sein, bevor Sie diese direkt über die Gluten auf den Grillrost legen.
- Dabei sollten die Buletten mit einem Deckel zehn Minuten lang geschlossen gegrillt werden und natürlich müssen sie dabei auch einmal gewendet werden.
- Anschließend gibt man die Buletten dann noch für acht Minuten in die sogenannte indirekte Grillzone, die sich seitlich neben der Glut befindet. Dies hat nämlich den Sinn, dass die Frikadellen noch schön aromatisiert werden.
Im Allgemeinen sollten Sie auf jeden Fall wissen, dass das direkte Grillen der Bratlinge, also das Grillen direkt auf der Glut eben nichts anderes ist, als würden Sie Ihre Bratlinge in einer Pfanne braten.
Hingegen entspricht das indirekte Grillen, also das Grillen neben der Glut, dem normalen Garvorgang in Ihrer Küche. Jedoch mit dem Vorteil, dass die Bratlinge beim Garen auf dem Grill zusätzlich noch den Grillgeschmack annehmen und damit geschmacklich alle anderen Bratlinge übertrumpfen!
Vor dem Barbeque: richitige Vorbereitung
Wenn Sie nun also Lust darauf bekommen haben mal etwas völlig anderes, wie zum Beispiel ein amerikanisches Barbecue auszuprobieren dann empfiehlt es sich, sich zuerst einmal über die Gäste, die man dazu einladen möchte, Gedanken zu machen:
- Was sind deren Lieblingszutaten?
- Sind alle der Gäste Fleischfans oder sind auch ein paar Vegetarier oder Veganer unter ihnen?
So können Sie sich nämlich schon eine kleine Einkaufsliste für die Soßen-Auswahl zusammenschreiben und auch eine Auswahl an Burger-Buns treffen.
Machen Sie sich anschließend noch Gedanken um die Getränke und um die Beilagen. Das könnten zum Beispiel anstelle des typischen Kartoffel-oder Nudelsalates auch mal Potato-Wedges oder Grillkartoffeln sein. Diese Beilagen passen geradezu perfekt zu einem amerikanischen Barbecue und sind wärmstens zu empfehlen!
Zum Schluss sollte man sich nun gut überlegen welche Art von Pattys man anbieten will: Fleischlose Bratlinge oder Pattys mit Fleisch? Vielleicht sogar verschiedene Sorten? Eine gewisse Möglichkeit an Auswahl ist hier jedenfalls nie verkehrt, gerade wenn man Gäste aus unterschiedlichen Generationen und Kulturen eingeladen hat.

Kreieren SIe Ihr eigenes Bratling-Rezept!
Ein Bratling besteht im Endeffekt immer aus denselben Arten von Zutaten: Man entscheidet sich zuerst entweder für Fleisch oder Gemüse, beides muss in gehackter, also zerkleinerten Form vorhanden sein. Damit daraus nun ein Teig wird, sollten Sie noch Kohlenhydrate zufügen: Mehl, Haferflocken, gekochter Reis, Quinoa, Bulgur…Es gibt hierbei so viele Möglichkeiten!
Auch die Zugabe von etwas Flüssigem ist dazu wichtig, damit das Ganze formbar wird: Entweder Wasser, Milch, Quark oder ähnliches.
Für den besonderen Geschmack verfeinern Sie den Teig dann am besten mit Gewürzen, Kräutern, Zwiebel und Knoblauch, geriebenen Käse… Ihrer Fantasie sind dabei auf keinen Fall Grenzen gesetzt!
Wer mag kann natürlich noch ein oder zwei Eier hinzufügen, meistens jedoch hält ein Bratling-Teig auch ohne diese sogenannte Bindungszutat schon gut zusammen, was vor allem auch dem Mehl und Wasser im Teig zu verdanken ist.
Wie Sie sehen ist es also ganz leicht, sein eigenes Bratling-Rezept zu kreieren und immer wieder mit neuen Zutaten zu experimentieren!
Wer aber seine Zeit sparen muss, der findet sicherlich auch schnell im Internet sein eigenes Lieblingsrezept für schmackhafte Frikadellen.
Also, nichts wie ran an die Frikadelle und raus in den Sommer!



